| Aus dem Inhalt:
Teil I - Vom objektorientierten Denken zur UML: Klar, es wird die Entstehungsgeschichte der UML erläutert, aber die ersten 50 Seiten enthalten auch einen sehr guten Überblick über die Entwicklungsgeschichte der Softwaretechnik sowie der dabei aufgetretenen Probleme. Die Grundbegriffe der Vererbung, Datenkapselung und Polymorphie werden anschaulich erklärt und wiederholt.
Teil II - Techniken - Modelle der UML: Ausgehend von den berühmten Use-Cases erläutern die Autoren die statischen und dynamischen Diagrammarten, mit Schwerpunkt auf dem statischen Klassen- und Objektdiagramm. Die verschiedenen Darstellungsformen für Attribute, Methoden, Vererbung, Beziehungen zwischen Klassen, Assoziation, usw., werden erläutert. Gut gemacht ist, daß auch für die nicht immer einfach zu erstellenden Beziehungen zwischen Klassen konkrete Beispiele gebracht werden, mit den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Modellierungsentscheidung.
Teil III - Know-How - UML im Softwareentwicklungsprozeß: Die Diagramme sind ja schön und gut, aber wo wendet man was an? Dieses Kapitel geht zunächst von den Grundfragen der Aufgabenverteilung bei einer Softwareentwicklung und auf die zu beachtende Reihenfolge bei der Vorgehensweise zu einem konkreten Fallbeispiel. Ein UML-Modell wird erstellt und danach in C# implementiert (was aber keinen C++ oder Java-Mann erschrecken sollte - es ist auch ohne C#-Kenntnisse verständlich).
Teil IV - Praxis - Spezialaspekte und Werkzeuge der UML: Noch ein Fallbeispiel, allerdings ein recht komplexes. Ausgehend von einer groben Systemanalyse geht es hin zu den immer feineren Entwürfen, wie man statische und dynamische Modelle für Geschäftsprozesse erstellt und modelliert, wie man die zu modellierenden Gegenstände erkennt. Ein Kapitel über aktuelle UML-Werkzeuge mit einer Übersicht rundet das Buch ab.
Ein Buch von Praktikern - zumindest entsteht der Eindruck. Gut lesbar, sehr gut verständlich, und man hält am Ende des Buches auch konkretes Wissen in den Händen. Sehr gut auch - es geht nicht nur um UML, das Buch befasst sich auch sehr ausführlich und mit vielen konkreten Problemen aus der Praxis. Das Buch lehrt nicht UML als Selbstzweck, im Vordergrund steht das Software Engineering. Der Titel hätte ebenso gut “Einstieg in das Software Engineering” heißen können. Die UML wird als das dargestellt was sie ist - ein Tool als Hilfsmittel für Softwareentwickler.
Die CD mit den beiliegenden Demoversionen einiger UML-Tools ist eine nette Beigabe, die eigene mühsame Recherchen abkürzt.
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