Klassenfahrten können unter Umständen helfen, andere besser zu verstehen. Aber eine Vergnügungsreise nach Paris bewirkt da sicher nichts positives. Und eine Reise z.B. in ein verschlafenes bretonisches Fischerdorf um mal die Lebensumstände der Fischer dort kennzulernen werden die Schüler kaum anstreben.
Für Klassenfahrten sollte bundeseinheitlich eine Preisobergrenze festgelegt werden, damit da wirklich was sinnnvolles geschieht.
Ich lasse mir eine Fahrt zu einer Gemäldeausstellung, einem Museum oder einem bedeutenden Bauwerk gefallen, aber dann mit Vor-/Nachbereitung und Prüfungsarbeit!
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Zuletzt bearbeitet von Erhard Henkes am 13:00:25 20.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
Klassenfahrten sind doch aus schulischer Sicht per se überflüssig. Lehrer sollen unterrichten, Schüler lernen
...und Spaß gehört bitteschön ganz abgeschafft...
Komm, es ist ja nicht so, dass Klassenfahrten so unheimlich toll für alle Schüler seien. In der Oberstufe bin ich auf die so genannte Studienfahrt (das "Studien" kann man sich getrost wegdenken, das steht nur noch aus historischen Gründen da) nach Berlin gar nicht mehr mitgefahren, weil ich genau wusste, dass das nur in eine sinnlose Sauftour ausartet- und so war es dann auch (außerdem war das genau zum Zeitpunkt der Fußball-WM, also noch ein Grund). Und da war ich nicht mal der einzige, zwei andere sind ebenfalls freiwillig daheimgeblieben.
Stattdessen habe ich in dieser Zeit eine Woche Praktikum in einer zweiten Klasse in einer Grundschule gemacht und das hat mir erheblich mehr gebracht.
Viele Grüße
Christian
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@ChrisM:
Da hast Du sicher recht, aber einiges von Erhard liest sich wirklich so, als sollen die Schulen sich auf das Lehren und Lernen beschränken. Das fände ich - sowohl als Schüler als auch als Elternteil - doch sehr einseitig.
In der Mittelstufe z.B. machen - ich hoffe auch heutzutage noch - keine Klassen Sauftouren. Wir waren zu meiner Schulzeit mal im Fort Fun und sind auf Fahrgeschäften rumgedüst. Sicher, das ist nichts, was einen schulisch weiterbringt, aber es macht Spaß. In einer Gruppe, die in solcher Zusammensetzung selten zum Spaß zusammenkommt. Und ich denke, auch das kann lehrreich sein.
Dazu kommt noch dass Eltern heutzutage immer weniger mit den Kindern unternehmen. Beschränkt sich Aufwachsen dann demnächst auf Aufwachen, Schule (spaßfrei!), Playstation, Bett?
Zuletzt bearbeitet von LordJaxom am 13:21:36 20.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
Ich finde es einfach nicht gut, dass die Schule von der Bildungseinrichtung zum Allrounder werden soll, die den Anspruch hat, eigenes soziales Engagement und soziale Kontakte und elterliche Erziehung zu ersetzen.
Viele Grüße
Christian
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Ich finde es einfach nicht gut, dass die Schule von der Bildungseinrichtung zum Allrounder werden soll, die den Anspruch hat, eigenes soziales Engagement und soziale Kontakte und elterliche Erziehung zu ersetzen.
Ach Gottchen, wir reden doch von 5 Tagen Klassenfahrt alle zwei Jahre.
Das mit den Trinkgelagen stimmt zwar, aber die finden doch immer Abends statt. Von Morgens bis Nachmittags gibt's halt Städte- und Museen-Touren, ich fande Klassenfahrten jedenfalls immer super Übrigens helfen Klassenfahrten meist auch den Schüler<->Lehrer-Beziehungen, was das Klassenklima verbessert und so die Schul-Motivation der Kinder.
interessanter als der Beitrag zum Hartz-IV-Kochbuch sind die diversen Kommentare dazu, sowie auch teilweise deren Ausdrucksweise.
"...sollte niemand "Dreck zum Fressen" zumuten. Eine Eßbirne für 20 Cent? Krautsalat für 25 Cent? Wenn überhaupt, handelt es sich um chemischen Dreck oder pestizid-verseuchte Produkte...."
"Es ist einfach eine Frechheit Menschen vor zu rechnen wie sie mit ihren paar Kröten die sie vom Staat erhalten, Essen kaufen und kochen können."
Vielelicht sollten sie mal daren denken, daß nicht der Staat die Wohltaten finanziert, sondern die vielen kleine Leute mit ihrer Hände Arbeit.
Ich denke daß ich lange genug arbeitslos war um mir da ein Urteil erlauben zu können. Aber ich habe eben keine Ravioli-Dosen oder Fertigpizza gekauft, sondern große Tüten gefrorenes Gemüse. Bei mir stand damals immer ein großer Wok auf dem Herd, in dem ich mir jeden Tag was leckeres gebruzzelt habe. Aber selber kochen ist für Arbeitslose ja unzumutbar, weil sie keine Zeit dafür haben. Wer aber, wenn nicht sie hat denn sonst die Zeit?
Wenn ich da ein paar Euro übrig hatte, dann habe ich die lieber in Fachliteratur, Programmiersoftware... gesteckt.
Und wieso ist es für Arbeitslose unzumutbar, zu Fuß einkaufen zu gehen? Das täte den meisten Arbeitslosen, zumindest den jüngeren unter ihnen meist recht gut. Wie es Sarazin schon sagte, Unterernährung ist das geringste Problem der Arbeitslosen.
Und was das Trinken angeht, ich bin nicht arbeitslos, aber ich lebe Flüssigkeitsmäßig fast nur von Leitungsheiner Gänsewein und bin sehr zufrieden damit. Leitungswasser ist ein absolut vollwertiges Lebensmittel. Und im Vergleich zu den ganzen Säften und Limos noch um Größenordnungen gesünder.
Und wenn in den Berechnungen der Studie pro Monat noch ein Viertelliter Schnaps, eineinviertel liter Fruchtwein, ein Viertelliter Perlwein, 4,3 Liter Bier und 48 Zigaretten vorgesehen sind, was wil man dann mehr? Ich selbst trinke mit Sicherheit weniger Alkohol.
Und um mich mit Freunden zu treffen brauch ich auch nicht unbedingt Geschenke mitbringen. Viele die Arbeit haben würden sich über etwas tatkräftige Hilfe, zum Beispiel mal den Kindern bei den Hausarbeiten helfen... sicher viel mehr freuen.
Im übrigen da immer der Vergleich mit den Studenten angesprochen wird, es gibt fast keinen Studenten, der nicht irgendwie sieht, wie er ein paar Euros dazuverdienen kann, obwohl die nun wirklich genug zu tun haben. Arbeitslose, die irgendwo ein paar Euro nebenbei verdienen sieht man dagegen kaum.
Wer die Mitte der 30 überschritten hat und arbeitslos ist, ist arm dran, aber wer jünger ist, und gesund... der hat in den meisten Fällen vorher nicht wirklich alles gegeben um sich eine Zukunft zu sichern.
Ein mir bekannter Lehrer hat mir mal erzählt, dass auf Klassenfahrten nach seiner Erfahrung die Kinder aus Familien mit Sozialhilfe idr. am meisten ausgeben.
muemmel schrieb:
Und was das Trinken angeht, ich bin nicht arbeitslos, aber ich lebe Flüssigkeitsmäßig fast nur von Leitungsheiner Gänsewein und bin sehr zufrieden damit. Leitungswasser ist ein absolut vollwertiges Lebensmittel. Und im Vergleich zu den ganzen Säften und Limos noch um Größenordnungen gesünder.
In Deutschland sind die Anforderungen an Leitungswasser sehr hoch. Was man da bekommt ist perfekte Qualität! (Ok, man muss darauf achten, ob man Bleirohre hat. Aber selbst dann ist das Wasser wohl problemlos trinkbar, wenn man das Wasser vor der Entnahme ein bisschen laufen lässt.) Wasser abgepackt zu kaufen lohnt sich nur für Unterwegs und ist im Vergleich zu Leitungswasser eine Umweltsünde!
muemmel schrieb:
Im übrigen da immer der Vergleich mit den Studenten angesprochen wird, es gibt fast keinen Studenten, der nicht irgendwie sieht, wie er ein paar Euros dazuverdienen kann, obwohl die nun wirklich genug zu tun haben. Arbeitslose, die irgendwo ein paar Euro nebenbei verdienen sieht man dagegen kaum.
Klar, schwarzarbeit .
Aber für Arbeitslose wird das hinzuverdienen doch sogar extrem erleichtert, da es ja die "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" gibt.
Klassenfahrten sind doch aus schulischer Sicht per se überflüssig. Lehrer sollen unterrichten, Schüler lernen und nicht auf allgemeine Kosten in der Welt herum gondeln.
Klassenfahrten sind wichtig! Gerade für Schüler aus sozialschwachen Familien, stellen diese doch eine Gelegenheit der Weiterbildung dar. Außerdem wird so das Sozialverhalten geschult. Daher haben die Klassenfahrten eine wichtige Funktion, gerade für Kinder aus sozialschwachen Familien, die nicht x mal im Jahr in den Urlaub fahren!
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