Aber ursprünglich ist das ja ein Bibelzitat: „Und da wir bei euch waren, geboten wir euch solches, daß, so jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen“
Da hatte das aber noch eine komplett andere Bedeutung.
Zuletzt bearbeitet von Fincki am 18:41:15 24.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
Wie wäre es noch mit Slogans ähnlicher Sinnhaftigkeit wie: "Arbeit macht frei"...?
Godwin´s Law! Du hast verloren
_________________ Achtung:
Der Verfasser ist hochgradig suizidgefährdet.
Kritik bitte nur mit äußerster Vorsicht anbringen und widersprechen Sie bitte nicht!
Dadurch bekommen die Leistungsempfänger das Gefühl, daß es aus einer abstrakten Kasse kommt, von "denen". Es stehen keine Köpfe mehr dahinter.
Daher wird auch die Gegenleistung für das Geld gar nicht mehr als eine natürliche Sache empfunden.
Es ist inzwischen völlig davon abgetrennt, daß dieses Geld vielleicht von 2 oder 3 Nachbarn erarbeitet und bezahlt wird. Dieser Zusammenhang müßte meines Erachtens besser rekonstruiert werden, aber die sozial-demokratische Umverteilungsmaschine von SPD und CDU wünscht genau dies nicht - sie will ja den Staat als Verteiler positionieren.
In abgewandelter Form beziehe ich das darauf, daß natürlich jedes System eine gewisse Portion Fauler verträgt und auch mittragen kann. Allerdings kann das rasch kippen, und es braucht auch keine so große Prozentzahl. Sobald jeder mal einen Faulen kennt, der auch nicht schlechter lebt aber weniger arbeitet, sinkt die Motivation bei den Arbeitenden rasch ab. Offensichtlich benötigt man weit weniger als 50% Faule, um den Effekt zu erreichen.
ich habe kein Problem damit, daß ich neben meinen eigenen Napf zu füllen auch für die mit aufzukommen habe die nichts haben, nicht können oder nichts finden...
Ich sehe aber nicht ein, warum ich für die den Buckel krum machen soll, die selber nicht bereit sind sich mit einzubringen und sich noch über all die Dummen kaputtlachen die jeden Tag klejen gehen.
Und ich sehe auch nicht ein, warum ich anderen, die selber nichts einbringen, Wünsche erfüllen sollte, die ich mir selber nicht erfülle.
Zu DDR-Zeiten hing mal im ZIS des Spruch "Erfolg haben ist Pflicht". Das kann man heute sicher nicht mehr so ganz verlangen. Aber den Versuch kann man doch schon von jedem verlangen.
Das sich Erfolg nicht mit Knute und Morgenbefehl aus dem Boden prügeln läßt, das weiß ich aus eigener Anschauung am besten.
Aber zumindest kann man von jedem verlangen, daß sie es versuchen.
Das ist wie beim Lotto-Spielen. Ich kann nur dann drüber jammern, daß ich keinen Gewinn bekomme, wenn ich auch ein Los gekauft habe.
Oder für die, die es lieber von einem anderen hören wollen - Konfuzius:
"wenn man zu schwach ist verlassen einen unterwegs die Kräfte, aber Du läufst gar nicht erst los".
Wer nicht in der lage ist den Spruch "wer nicht arbeitet soll auch nicht essen" in eine geeignete Form zu bringen, für den noch mal die Narrensichere Version:
"wer nicht bereit ist mitzuarbeiten der soll auch von uns kein Essen verlangen".
Sicher haben die Informatiker in vielerlei Hinsicht einen Vorteil, denn sie haben zum großen Teil eine Arbeit die interessant ist und Spaß macht (auch nicht alle aber viele). Aber für die große Menge der Menschheit ist Arbeit eben in erster Linie Mühsal. Und da können sie schon VERLANGEN, daß die die davon partizipieren wollen zumindest versuchen selbst auch was einzubringen.
Nich jeder wird Erfolg haben, aber wenn sich JEDER ehrlich bemüht wird trotzdem für alle ausreichend zustandekommen und sich vor allem keiner ausgenutzt fühlen.
Ich bin in der Beziehung ein wenig gleichgültig, ich zähle nicht nach, was und wieviel der einzelne vollbringt, mir reicht es schon wenn er es versucht. Ich gehe einfach von der Wahrscheinlichkeit aus, daß wenn 80 Millionen es versuchen, daß da schon genug zusammen kommen wird. Und wer es versucht mitzutun, der kann auch mit vollem Recht die Hand aufhalten und muß nicht nachdenken wie viel.
Mir war klar, daß dieser Vorwurf kommt. Ich finde trotzdem all diese Sprüche im Kern so ähnlich, daß ich den Vergleich unmöglich auslassen wollte.
Marc++us schrieb:
Sobald jeder mal einen Faulen kennt, der auch nicht schlechter lebt aber weniger arbeitet, sinkt die Motivation bei den Arbeitenden rasch ab.
Solche Faulpelze leben nur besser, wenn sie, zum Beispiel, zusätzlich von Familienmitgliedern und Verwandten subventioniert werden. Der Faule, dessen einziges Einkommen die staatliche Stütze ist, lebt in relativer Armut.
Marc++us schrieb:
Offensichtlich benötigt man weit weniger als 50% Faule, um den Effekt zu erreichen.
Nein, wer einen Job hat, ist meistens darauf angewiesen. Die regelmäßige Gehaltszahlung ist eingeplant und man hat sein Leben darauf hin abgestimmt. Der Verlust der Arbeit ist ein viel zu großes Risiko. Du kann nicht einfach das Arbeiten aufgeben wie das Rauchen, in der Annahme, daß es Dir dann besser geht als vorher.
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