bei manchen Urteilen die jetzt so gefällt werden frage ich mich was das soll.
Da legt das Gericht fest, daß eine Begrenzung der Summe die bei Hartz IV Kindern für Klassenausflüge gezahlt werden nicht zulässig ist.
Haben die eigentlich mal dran gedacht, daß auch Nicht-Hartz-IV-Eltern nicht unbegrenzt zahlen können?
In Zukunft werden dann die Klassen deren Eltern zur Mittelschicht gehören einen Ausflug in die nächste Jugendherberge machen und die Kinder von Hartz-IV-Empfängern fahren zum Karneval nach Rio?
Das schwachsinnigere von den beiden Urteilen ist aber, daß auch "Patchwork-Kinder" mit zur Bedarfsgemeinschaft zählen. Das heist also im Umkehrschluß, daß jemand, der mit einem arbeitslosen Partner, der schon Kinder hat, zusammenzieht in voller Höhe mit für deren Unterhalt herangezogen wird. Das heist, er landet mit seinem finanziellen Niveau auch in Höhe des Arbeitslosengeldes und zahlt dafür daß ein anderer 5 Minuten Spaß hatte. Und das wenn er Pech hat für die Dauer von ca 25 Jahren. Wozu soll der noch arbeiten gehen. Da kann er ja gleich einen auf Assi machen.
Hat irgend einer von denen, die sich diese Entscheidung ausgedacht haben mal daran gedacht, daß es damit zum Beispiel für arbeitslose Frauen mit 2 Kindern und mehr praktisch unmöglich wird, sich einen Lebenspartner zu suchen, der nicht ebenfalls arbeitslos ist?
Oder die Regelung, daß Fahrtkosten für einen Ein-Euro-Jobber nicht erstattungsfähig sind. Das heist im ungünstigen Fall ist der der was tut gegenüber dem der zu Hause die Beine hochlegt und sich den Bauch krault noch finanziell benachteiligt. Insbesondere wenn man bedenkt, daß Ein-Euro-Jobs auch dann zugewiesen werden, wenn nur ein paar wenige Euro Hartz-IV ausgezahlt werden weil der Lebenspartner zu viel verdient. Da kann es im ungünstigsten Fall passieren, das die Fahrtkosten höher sind als die paar Euro vom Arbeitsamt und der eine Euro pro Stunde zusammen. Für solche Leute würde sich dann der kuriose Zustand ergeben, das sie es sich (vom Einkommen des Lebenspartners) was kosten lassen müssen wenn sie was tun wollen wie sie es ja von der Arge auferlegt bekomme.
Irgendwo läufts hier in Deutschland Richtung verkehrte Welt.
Ich fände es am sinnvollsten wenn man mal die maximale Höhe von Kosten einer Klassenfahrt festlegt (Von mir aus mit einer Ausnahmeregel das Kosten darüber dann möglich sind wenn ALLE Beteiligten dafür sind - Zuschüsse sollte es aber maximal bis zu dieser Grenze geben). Und dann wäre das Urteil auch nicht ganz jenseits von gut und böse.
cu André
_________________ in theory there's no difference between theory and practice. in practice there is. (yogi berra)
In der Theorie gibt es kein Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der Praxis sehr wohl.
Zuletzt bearbeitet von asc am 18:26:21 18.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
Wenn es im Gesetz nicht geregelt ist dann kann ein Richter nicht anders entscheiden.
Richter haben oft keine Ermessensspielraum.
Auch wenn Richter Unabhängig und nicht Weisungsgebunden sind müssen sie anhand der Gesetze Urteile fällen.
Als Bsp. Wenn Mord nicht im Gesetz unter strafe steht kann dich ein Richter nicht wegen Mordes verurteilen nur weil es ihm so passt.
Oder fixtiv:
Du begehst einen Mord der mit max. 10 Jahren lt. Gesetz zu bestrafen ist.
Deine Verhandlung zieht sich aber. IN dieser Zeit wird Mord aber mit Lebenslang bestraft.
Nun (auch wenn es der Richter gerne anders hätte) kannst Du nicht mit lebenslang bestraft werden kannst denn zum Zeitpunkt der Tat waren es nur 10 Jahre.
Es gibt eben die Legislative, Judikative und Exekutive.
In einem Rechtsstaat kann eben die Judikative und Exekutive nur das machen was die Legislative vorgibt.
_________________ Moderator für MFC, Linux, C# - NET und Datenbanken
In Zukunft werden dann die Klassen deren Eltern zur Mittelschicht gehören einen Ausflug in die nächste Jugendherberge machen und die Kinder von Hartz-IV-Empfängern fahren zum Karneval nach Rio?
Das sollte mich wundern, denn der Carnaval ist nicht jugendfrei.
_________________ Die Grundgebir is aa schon drin. DOS is jo nett!:-)
Ich fände es am sinnvollsten wenn man mal die maximale Höhe von Kosten einer Klassenfahrt festlegt
Ich meine die gäbe es, werden aber häufig ohne zu fragen überschritten.
Ja, und dann sei du mal der Spielverderber, der das auf dem Elternabend thematisiert...
Zum Thema selbst gibt's meinerseits nichts mehr zu sagen. Mit welcher Dreistigkeit die vielbeschworene "Solidargemeinschaft" in Anspruch genommen wird und gefordert wird (Beispiel)... manchmal denke ich, dass man vielleicht vom Erkennen der schwarzen Schafe auf das Erkennen der weißen Schafe umstellen sollte. Dann hätte man weniger zu tun.
Viele Grüße
Christian
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Vielleicht erklärst Du mal, was Du an dem Flyer, den Du verlinkt hast, so schlimm findest. Oder wolltest Du nur mal wieder gegen Arbeitslose hetzen, wie üblich?
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Sie fordern mehr? Wir auch!
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Aber wie dem auch sei, ich habe keine Lust, schon wieder darüber zu diskutieren. Fakt ist auf jeden Fall, dass die zu einem großen Teil unberechtigen Klagen nicht aufhören werden, solange es eine PKH gibt, bei der der Staat selbst im Falle unberechtigter Forderungen auf den Gerichts- und Anwaltskosten sitzen bleibt.
Viele Grüße
Christian
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Aber rechnen wir mal anhand von 35 Stunden die Woche nach:
7 Stunden pro Tag, macht 70 Euro pro Tag, bei 20 Arbeitstagen sind das 1400 Euro brutto.
Ich glaube das ist schon ganz okay, zumindest für viele Tätigkeiten.
Als Vorschrift fände ich das auch blödsinnig, aber die Menschen müssen auch von ihrer Arbeit leben können.
_________________ Intelligenz ist eine Illusion des Menschen
die logische Folge ist doch die folgende: Am besten beschränkt man die maximale Arbeitszeit per Gesetz auf vier Stunden. Verstöße dagegen werden arbeitsrechtlich geahnded. Dann gibt es sicher im Nu keine Arbeitslosen mehr.
Nein, im Ernst, ich bezog mich weniger auf die 30 Stunden pro Woche (das ist sicher vollkommen okay, auch wenn man es nicht so pauschal fordern kann), aber 500 Euro Regelsatz?
Ich bleibe dabei, dass man (Single-Haushalt) nach Übernahme aller Fixkosten, die die ARGE gesondert übernimmt, mit weniger als bisher gut auskommt. Zumindest solange noch Geld für Zigaretten da ist, kann irgendwas nicht stimmen. Aber falls das mal jemand konkreter formuliert und mit einem beispielhaften Speiseplan demonstriert, wird er reflexartig (trotz SPD-Mitgliedschaft) als "Neoliberaler" (Anführungszeichen!) enttarnt aus dem heiligen Club der sozialen Gerechtigkeit ausgeschlossen.
Viele Grüße
Christian
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das ganze Flugblatt ist ein Witz. Nur Forderungen und kein bisschen ein Angebot eigenen Einbringens.
Da werden arrogant 500 Euro Regelsatz gefordert, woher sollen die kommen? Zusammen mit dem Wohngeld sind das u.U. über 800 Euro pro Monat. Zu finanzieren dann unter anderen mit von dem Wachmann, der bei Wind und Wetter Nachtschichten kloppt und sein Fell zu Markte trägt und dafür nicht mal 800 auf die Hand hat und davon auch noch die Fahrten zur Arbeit selber zahlen muß? Oder von der kleinen Kassiererin beim Schlecker, die auch ein ähnliches Einkommen hat und wenn abends was in der Kasse fehlst muß sie selber dafür aufkommen.
Sollen sie doch nicht immer nur anonym in der Menge MEHR verlangen, sondern mal konkret zu dem beschriebeen Wachmann oder der Kassiererin gehen und denen konkret sagen wieviel, von dem bisschen was die letztlich ausgezahlt bekommen sie noch zusätzlich für sich haben wollen.
Wo hört man denn schn mal von Initiativen von Hartz-IV-Empfängern, daß die ohne Extrabonus irgend eine Leistung erbringen wollen. (ausgenommen jetzt mal die Alten, die zwar kaum noch krauchen können aber nicht stillsitzen können und unbedingt was machen wollen).
Viele Städte, Parks, Grünanlagen, Straßen sind verdreckt, vermüllt, mit Graphitty beschmiert..., da gibt es Aufgaben zu Haufe, so man sie denn machen will.
Viele Arbeitslose haben keine oder nur unzureichende Qualifikation. Viele Schüler verpassen immer mehr den Anschluss... Andererseits gibt es viele Arbeitslose, die über die nötigen Voraussetzungen verfügen um hier in Form von Nachhilfe oder Weiterbildung untereinander zu helfen. Wie gesagt - Grundgedanke HELFEN nicht abfassen. Ungenützte Räume gibts genug, und wenn die Stadt dafür dann im Ramen der Schulspeisung ein kostenloses oder stark vergünstigtes Mittagessen spendiert ist allen geholfen.
Von einer Illusion muß man sich aber komplett trennen, nämlich daß sich Geld durch Umverteilen vermehrt. Geld vermehrt sich nur durch was leisten. Und nur wer was leistet (wozu ich auch ordentliches Erziehen der eigenen Kinder zähle) sollte sich auch was leisten können.
Klassenfahrten sind doch aus schulischer Sicht per se überflüssig. Lehrer sollen unterrichten, Schüler lernen und nicht auf allgemeine Kosten in der Welt herum gondeln.
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http://www.henkessoft.de/index.htm
Klassenfahrten sind doch aus schulischer Sicht per se überflüssig. Lehrer sollen unterrichten, Schüler lernen und nicht auf allgemeine Kosten in der Welt herum gondeln.
Wenn man eine Klassenfahrt in ihren eigentlichen Sinne (sprich auch zum Lehren) verwendet habe ich nichts gegen Diese.
Ich finde es nur extrem wenn man in einer Klasse einige Kinder gutverdienender Eltern hat, die dann mit ihren überzogenen Vorstellungen jenseits von gut und böse sind (Und auch wenn ich ein solches Beispiel kenne, wo ein reicher Vater den ärmeren Familien einen Teil der Kosten übernommen hat, ist dies nicht das wovon man ausgehen kann). Klassenfahren machen nur dann Sinn, wenn alle mitfahren können.
Auch schön ist, wenn die Eltern um niemanden zu benachteiligen, im Elternabend eine feste Taschengeldsumme absprechen, und dann ohne Ausnahme alle Kinder reicher Eltern anschließend mit deutlich mehr auftauchen (Beispiel: Für eine Klassenfahrt zur DM-Zeit nach Berlin wurde festgelegt das die Summe des Taschengeldes zwischen ich glaube 80 und maximal 150 Euro liegen soll; Aufgetaucht sind ein Drittel der Schüler mit Taschengeldmengen ab 300, im Extremfall ca. 1500 DM).
cu André
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In der Theorie gibt es kein Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der Praxis sehr wohl.
Klassenfahrten sind doch aus schulischer Sicht per se überflüssig. Lehrer sollen unterrichten, Schüler lernen und nicht auf allgemeine Kosten in der Welt herum gondeln.
Schwachsinn. Bei dem Fremdenhass und Antiliberalismus kann man eine Reise nach Saudi Arabien oder sonstwo in die Welt nur mit allen Mitteln befürworten.
Edit: Ganz abgesehen davon, dass kulturelle Bildung ebenso in die Schule gehört und zur kulturellen Bildung auch gehört, dass man Kultur anderswo als am Oktoberfest gesehen hat.
MfG SideWinder
Zuletzt bearbeitet von SideWinder am 11:39:00 20.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
Klassenfahrten können unter Umständen helfen, andere besser zu verstehen. Aber eine Vergnügungsreise nach Paris bewirkt da sicher nichts positives. Und eine Reise z.B. in ein verschlafenes bretonisches Fischerdorf um mal die Lebensumstände der Fischer dort kennzulernen werden die Schüler kaum anstreben.
Für Klassenfahrten sollte bundeseinheitlich eine Preisobergrenze festgelegt werden, damit da wirklich was sinnnvolles geschieht.
Ich lasse mir eine Fahrt zu einer Gemäldeausstellung, einem Museum oder einem bedeutenden Bauwerk gefallen, aber dann mit Vor-/Nachbereitung und Prüfungsarbeit!
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Zuletzt bearbeitet von Erhard Henkes am 14:00:25 20.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
Klassenfahrten sind doch aus schulischer Sicht per se überflüssig. Lehrer sollen unterrichten, Schüler lernen
...und Spaß gehört bitteschön ganz abgeschafft...
Komm, es ist ja nicht so, dass Klassenfahrten so unheimlich toll für alle Schüler seien. In der Oberstufe bin ich auf die so genannte Studienfahrt (das "Studien" kann man sich getrost wegdenken, das steht nur noch aus historischen Gründen da) nach Berlin gar nicht mehr mitgefahren, weil ich genau wusste, dass das nur in eine sinnlose Sauftour ausartet- und so war es dann auch (außerdem war das genau zum Zeitpunkt der Fußball-WM, also noch ein Grund). Und da war ich nicht mal der einzige, zwei andere sind ebenfalls freiwillig daheimgeblieben.
Stattdessen habe ich in dieser Zeit eine Woche Praktikum in einer zweiten Klasse in einer Grundschule gemacht und das hat mir erheblich mehr gebracht.
Viele Grüße
Christian
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@ChrisM:
Da hast Du sicher recht, aber einiges von Erhard liest sich wirklich so, als sollen die Schulen sich auf das Lehren und Lernen beschränken. Das fände ich - sowohl als Schüler als auch als Elternteil - doch sehr einseitig.
In der Mittelstufe z.B. machen - ich hoffe auch heutzutage noch - keine Klassen Sauftouren. Wir waren zu meiner Schulzeit mal im Fort Fun und sind auf Fahrgeschäften rumgedüst. Sicher, das ist nichts, was einen schulisch weiterbringt, aber es macht Spaß. In einer Gruppe, die in solcher Zusammensetzung selten zum Spaß zusammenkommt. Und ich denke, auch das kann lehrreich sein.
Dazu kommt noch dass Eltern heutzutage immer weniger mit den Kindern unternehmen. Beschränkt sich Aufwachsen dann demnächst auf Aufwachen, Schule (spaßfrei!), Playstation, Bett?
Zuletzt bearbeitet von LordJaxom am 14:21:36 20.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
Ich finde es einfach nicht gut, dass die Schule von der Bildungseinrichtung zum Allrounder werden soll, die den Anspruch hat, eigenes soziales Engagement und soziale Kontakte und elterliche Erziehung zu ersetzen.
Viele Grüße
Christian
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Ich finde es einfach nicht gut, dass die Schule von der Bildungseinrichtung zum Allrounder werden soll, die den Anspruch hat, eigenes soziales Engagement und soziale Kontakte und elterliche Erziehung zu ersetzen.
Ach Gottchen, wir reden doch von 5 Tagen Klassenfahrt alle zwei Jahre.
Das mit den Trinkgelagen stimmt zwar, aber die finden doch immer Abends statt. Von Morgens bis Nachmittags gibt's halt Städte- und Museen-Touren, ich fande Klassenfahrten jedenfalls immer super Übrigens helfen Klassenfahrten meist auch den Schüler<->Lehrer-Beziehungen, was das Klassenklima verbessert und so die Schul-Motivation der Kinder.
interessanter als der Beitrag zum Hartz-IV-Kochbuch sind die diversen Kommentare dazu, sowie auch teilweise deren Ausdrucksweise.
"...sollte niemand "Dreck zum Fressen" zumuten. Eine Eßbirne für 20 Cent? Krautsalat für 25 Cent? Wenn überhaupt, handelt es sich um chemischen Dreck oder pestizid-verseuchte Produkte...."
"Es ist einfach eine Frechheit Menschen vor zu rechnen wie sie mit ihren paar Kröten die sie vom Staat erhalten, Essen kaufen und kochen können."
Vielelicht sollten sie mal daren denken, daß nicht der Staat die Wohltaten finanziert, sondern die vielen kleine Leute mit ihrer Hände Arbeit.
Ich denke daß ich lange genug arbeitslos war um mir da ein Urteil erlauben zu können. Aber ich habe eben keine Ravioli-Dosen oder Fertigpizza gekauft, sondern große Tüten gefrorenes Gemüse. Bei mir stand damals immer ein großer Wok auf dem Herd, in dem ich mir jeden Tag was leckeres gebruzzelt habe. Aber selber kochen ist für Arbeitslose ja unzumutbar, weil sie keine Zeit dafür haben. Wer aber, wenn nicht sie hat denn sonst die Zeit?
Wenn ich da ein paar Euro übrig hatte, dann habe ich die lieber in Fachliteratur, Programmiersoftware... gesteckt.
Und wieso ist es für Arbeitslose unzumutbar, zu Fuß einkaufen zu gehen? Das täte den meisten Arbeitslosen, zumindest den jüngeren unter ihnen meist recht gut. Wie es Sarazin schon sagte, Unterernährung ist das geringste Problem der Arbeitslosen.
Und was das Trinken angeht, ich bin nicht arbeitslos, aber ich lebe Flüssigkeitsmäßig fast nur von Leitungsheiner Gänsewein und bin sehr zufrieden damit. Leitungswasser ist ein absolut vollwertiges Lebensmittel. Und im Vergleich zu den ganzen Säften und Limos noch um Größenordnungen gesünder.
Und wenn in den Berechnungen der Studie pro Monat noch ein Viertelliter Schnaps, eineinviertel liter Fruchtwein, ein Viertelliter Perlwein, 4,3 Liter Bier und 48 Zigaretten vorgesehen sind, was wil man dann mehr? Ich selbst trinke mit Sicherheit weniger Alkohol.
Und um mich mit Freunden zu treffen brauch ich auch nicht unbedingt Geschenke mitbringen. Viele die Arbeit haben würden sich über etwas tatkräftige Hilfe, zum Beispiel mal den Kindern bei den Hausarbeiten helfen... sicher viel mehr freuen.
Im übrigen da immer der Vergleich mit den Studenten angesprochen wird, es gibt fast keinen Studenten, der nicht irgendwie sieht, wie er ein paar Euros dazuverdienen kann, obwohl die nun wirklich genug zu tun haben. Arbeitslose, die irgendwo ein paar Euro nebenbei verdienen sieht man dagegen kaum.
Wer die Mitte der 30 überschritten hat und arbeitslos ist, ist arm dran, aber wer jünger ist, und gesund... der hat in den meisten Fällen vorher nicht wirklich alles gegeben um sich eine Zukunft zu sichern.
Ein mir bekannter Lehrer hat mir mal erzählt, dass auf Klassenfahrten nach seiner Erfahrung die Kinder aus Familien mit Sozialhilfe idr. am meisten ausgeben.
muemmel schrieb:
Und was das Trinken angeht, ich bin nicht arbeitslos, aber ich lebe Flüssigkeitsmäßig fast nur von Leitungsheiner Gänsewein und bin sehr zufrieden damit. Leitungswasser ist ein absolut vollwertiges Lebensmittel. Und im Vergleich zu den ganzen Säften und Limos noch um Größenordnungen gesünder.
In Deutschland sind die Anforderungen an Leitungswasser sehr hoch. Was man da bekommt ist perfekte Qualität! (Ok, man muss darauf achten, ob man Bleirohre hat. Aber selbst dann ist das Wasser wohl problemlos trinkbar, wenn man das Wasser vor der Entnahme ein bisschen laufen lässt.) Wasser abgepackt zu kaufen lohnt sich nur für Unterwegs und ist im Vergleich zu Leitungswasser eine Umweltsünde!
muemmel schrieb:
Im übrigen da immer der Vergleich mit den Studenten angesprochen wird, es gibt fast keinen Studenten, der nicht irgendwie sieht, wie er ein paar Euros dazuverdienen kann, obwohl die nun wirklich genug zu tun haben. Arbeitslose, die irgendwo ein paar Euro nebenbei verdienen sieht man dagegen kaum.
Klar, schwarzarbeit .
Aber für Arbeitslose wird das hinzuverdienen doch sogar extrem erleichtert, da es ja die "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" gibt.
Klassenfahrten sind doch aus schulischer Sicht per se überflüssig. Lehrer sollen unterrichten, Schüler lernen und nicht auf allgemeine Kosten in der Welt herum gondeln.
Klassenfahrten sind wichtig! Gerade für Schüler aus sozialschwachen Familien, stellen diese doch eine Gelegenheit der Weiterbildung dar. Außerdem wird so das Sozialverhalten geschult. Daher haben die Klassenfahrten eine wichtige Funktion, gerade für Kinder aus sozialschwachen Familien, die nicht x mal im Jahr in den Urlaub fahren!
hab mir gerade noch mal die Kommentare zu dem neuen Artikel zum Hartz IV Kochplaner durchgelesen.
http://www.stern.de/tv/sterntv/:Hartz-IV-Kochplaner-Wir-Menschen/646457.html?id=646457&rendermode=comment
Da schüttelt es einen schon gewaltig durch, was in dieser Republik alles so durchgefüttert wird.
Wie da über die beiden hergefallen wird, die wollen ja doch bloß für sich Geld verdienen und reich werden... Na klar, das soll doch auch so sein, daß auch Hartz-IV-Empfänger sich ein paar Gedanken machen, wie sie sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Im übrigen, wenn die beiden wirklich so egoistisch sind, warum stellen sie dann das Buch als PDF-Download inst Netz?
In Wirklichkeit wird doch nur aufgebrüllt, weil ihnen endlich mal einer nachvollziehbar aufzeigt, daß die ganzen Lügenmärchen von wegen Armut per Gesetz nichts weiter als Gutmenschenpropaganda sind.
Da wird sich aufgeregt, wie man es wagen könne ihnen Vorschläge machen zu wollen, wie sie Kochen könnten... Sie hätten das nicht nötig, sie brauchen das nicht... Wenn man sich aber ansieht, wie die immer fetter werden und was für nen Gemantsche da manche in sich reinstopfen bis nicht mehr geht, dann haben die so ein Buch wirklich bitter nötig. Und wenn man dann guckt mit was manche von denen ihre Kinder in die Schule schicken, wovon man nicht mal einen Hund gesund ernähren könnte... Sicher, gerade chronisch Kranke und Kinder sind bei den Hartz IV-Sätzen benachteiligt. Aber wenn man den Eltern mehr gibt, werden die Kinder in vielen Fällen doch nicht besser versorgt, sondern nur mehr geraucht, gesoffen und Flachbild-TVs, Videorecorder, Luxushandys... gekauft. Besser wäre es, statt dem ganzen Schmarrn von Kindergelderhöhungen... jedem Kind im Kindergarten bzw. in der Schule eine ordentliche kostenlose warme Mahlzeit einschließlich einem ordentlichen Pausenbrot für die Frühstückspause zukommen zu lassen.
Es ist eine Schande, daß der arbeitslose Maurer oder Bergman, der mit 55 seinen Job verloren hat durch Hartz IV in der gleichen Schublade gelandet ist wie der 25 jährige Null-Bock-Assi. Hier ist es an der Gesellschaft, dafür zu sorgen, daß da wieder zwischen unterschieden wird. In sofern ist die zusammenlagung von Arbeitslosenhilfe für die, die schon gearbeitet haben und Sozialhilfe für die, die noch nie gearbeitet haben ein riesen Fehler.
Sicher, ers betrifft nur einen Teil der Arbeitslosen, aber der Stock des Lumpenproletariats existiert und wird immer mehr. Das ist wie mit den Mietschuldnern. Wenn in einem Haus erst mal einer keine Miete bezahlt, dann kann man abwarten, wie es immer mehr werden. Irgendwann sind dann in dem Haus die Mietzahler die absolute Minderheit. Vielleicht sollte man doch mal über die von Bill Clinton in den USA eingeführte Variante nachdenken.
Um so mehr Respekt habe ich vor denjenigen, die trotz Hartz IV ihr Niveau bewahren und wieder in den Arbeitsmarkt wollen und reindrängen.
Es ist eine Schande, daß der arbeitslose Maurer oder Bergman, der mit 55 seinen Job verloren hat durch Hartz IV in der gleichen Schublade gelandet ist wie der 25 jährige Null-Bock-Assi. Hier ist es an der Gesellschaft, dafür zu sorgen, daß da wieder zwischen unterschieden wird.
Und wie soll das geschehen? Wie sollte sich, nach deiner Meinung, die Gesellschaft ändern? Soll sie Mitleid für den alten Mann empfinden, der einen großen Teil seines Lebens für einen Job als Maurer oder Bergmann verschwendet hat, obwohl er dieses Schicksal frei gewählt hat? Oder soll sie den "Null-Bock-Assi" verachten, dafür, daß er weder Bergmann noch Maurer noch sonstwas werden will?
muemmel schrieb:
In sofern ist die zusammenlagung von Arbeitslosenhilfe für die, die schon gearbeitet haben und Sozialhilfe für die, die noch nie gearbeitet haben ein riesen Fehler.
Es verringert den Verwaltungsaufwand ungemein. Nichts anderes war der Grund für das Abschaffen der Trennung zwischen Sozial- und Arbeitslosenhilfe.
Zuletzt bearbeitet von Andromeda am 15:40:32 21.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
In sofern ist die zusammenlagung von Arbeitslosenhilfe für die, die schon gearbeitet haben und Sozialhilfe für die, die noch nie gearbeitet haben ein riesen Fehler.
Es verringert den Verwaltungsaufwand ungemein. Nichts anderes war der Grund für das Abschaffen der Trennung zwischen Sozial- und Arbeitslosenhilfe.
Dann darf ich also davon ausgehen, dass du fuer ein bedingungsloses Grundeinkommen fuer jeden bist?
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Soll sie Mitleid für den alten Mann empfinden, der einen großen Teil seines Lebens für einen Job als Maurer oder Bergmann verschwendet hat, obwohl er dieses Schicksal frei gewählt hat?
Vor 30, 40 Jahren also z.Zt. seines Berufseintritts mag das ein ziemlich gefragter Job gewesen sein.
_________________ Achtung:
Der Verfasser ist hochgradig suizidgefährdet.
Kritik bitte nur mit äußerster Vorsicht anbringen und widersprechen Sie bitte nicht!
Und wie soll das geschehen? Wie sollte sich, nach deiner Meinung, die Gesellschaft ändern? Soll sie Mitleid für den alten Mann empfinden, der einen großen Teil seines Lebens für einen Job als Maurer oder Bergmann verschwendet hat, obwohl er dieses Schicksal frei gewählt hat? Oder soll sie den "Null-Bock-Assi" verachten, dafür, daß er weder Bergmann noch Maurer noch sonstwas werden will?
Was heist hier verschwendet?
Der Mann hat sein Leben lang hart gearbeitet und Steuern bezahlt, und nicht so eine Scheiss Einstellung wie die anderen aus dem Beispiel von muemmel. (Wieso soll ich arbeiten, wenn ich auch so (fast) genaus so viel bekomme...)
Der Mann hat sein Leben lang hart gearbeitet und Steuern bezahlt, und nicht so eine Scheiss Einstellung wie die anderen aus dem Beispiel von muemmel.
Er hat sich frei dafür entschieden, mit allen Vor- und Nachteilen, die die Sache mit sich bringt. Ich sehe nicht, daß er Sonderrechte oder eine Entschädigung verdient hat, wie etwa jemand, der unschuldig im Gefängnis saß.
Marc++us schrieb:
Andromeda schrieb:
Oder soll sie den "Null-Bock-Assi" verachten, dafür, daß er weder Bergmann noch Maurer noch sonstwas werden will?
Ja.
Wir leben zum Glück nicht mehr in der Steinzeit, wo man aus dem Dorf gejagt wurde, wenn man sich weigerte, seinen Teil zum Wohle der Gemeinschaft beizutragen. Eine gut funktionierende Gesellschaft verkraftet locker einen gewissen Prozentsatz an Faulenzern und braucht keinen Groll gegen solche Leute zu hegen. Sie müßen ohnehin jeden Cent drei mal umdrehen, wodurch das Leben eines "hauptberuflichen Gammlers" kein Zuckerschlecken ist.
leider ist es so, daß man nicht mehr aus dem Dorf gejagt wird.
Du vergisst ein wenig, daß die nicht von dem leben was wo ander übrig ist, sondern da das was sie bekommen, anderen die hart dafür arbeiten müssen und kaum mehr haben, das es denen WEGGENOMMEN wird.
Es kann nicht sein, daß junge kräftige Leute mit null Bock auf der faulen Haut liegen und olle mit 50 und älter bei zum Teil schwerer körperlicher Arbeit ihre Knochen hinhalten und sich da dann auch noch verhöhnen lassen müssen.
Ich kenne eine ganze Menge Leute, die in Hartz IV gekommen sind und trotzdem nicht zum Pack geworden sind. Die haben sich um Umschulungen bemüht, Praktika gemacht, ... All diese, die NICHTS dafür können daß sie Hartz IV bekommen leiden mit unter der Auswirkungen der Null-Bock-Typen.
Mag sein, daß eine Gesellschaft einen Prozentsatz Fauler verträgt, aber das ist wie mit Mietschuldnern. Wenn erst mal irgendwo einer ist, dann werden das immer mehr. Und das Recht auf Faulheit möchte ich nur denen zugestehen, die schon was geleistet haben in ihrem Leben und sich die Faulheit VERDIENT haben.
Und wenn es immer heist, alles was über einen bestimmten Betrag an dazuverdienten geht, das wird ja vom ALG II abgezogen. Ist ja auch richtig. Wenn sie verdienen brauchen sie ja nicht mehr die volle Höhe von ALG II. Warum soll die Gemeinschaft leuten die selber eigenes Einkommen haben den vollen ALG II-Satz auszahlen.
Es gab früher mal einen schönen Spruch:
Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen. Heute ist dagegen vielen Hartz IV-Beziehern das was es bei Aldi, Lidl... gibt nicht mehr gut genug, da werden von eingen Öko-Lebensmittel verlangt..., da wird von "Dreck fressen" gesprochen, und damit Lebensmittel gemeint, von denen sich die ganz normale Mittelschicht heute ernährt.
Spätestens wenn man die ganzen Leserzuschriften zu dem Sternartikel gelesen hat, ist das was man noch an Toleranz hatte restlos verraucht.
von denen sich die ganz normale Mittelschicht heute ernährt
Ich lasse mich nicht von Aldi und Lidl ernähren! Das kann essen, wer will.
Du musst ja nicht bei Aldi essen, aber für jemand, der die Hand aufhält, gehört es sich nicht, dann noch zu meckern und dem Geber einen Arschtritt zu verpassen. Von Aldi kann man sich sehr gut ernähren und es ist kein "Fraß", ergo jedem Hartz'ler zuzumuten.
Viele Grüße
Christian
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Du vergisst ein wenig, daß die nicht von dem leben was wo ander übrig ist, sondern da das was sie bekommen, anderen die hart dafür arbeiten müssen und kaum mehr haben, das es denen WEGGENOMMEN wird.
Gewiß wird es anderen weggenommen. Unter anderem deshalb gibt es Steuern, Rentensystem und Pflichtversichungen: jeder, der einen Job hat, muß einen Teil seines Verdienstes abgeben, damit Andere, die keinen Job haben, überleben können. Wenn Dir das zuwider ist, dann solltest Du deinen Wohnsitz in ein Land verlegen, in dem es keinerlei Steuern und Sozialabgaben gibt. In solchen Staaten leben Menschen ohne Arbeit so, wie es Dir vielleicht gefallen würde: durch Kriminalität, Prostitution, durch Betteln, oder sie verhungern einfach.
muemmel schrieb:
Und das Recht auf Faulheit möchte ich nur denen zugestehen, die schon was geleistet haben in ihrem Leben und sich die Faulheit VERDIENT haben.
Du vergißt offenbar, daß die Leistung längst abgegolten wurde. Für gewöhnlich bekommt man einen Gehaltscheck für seine Leistung. Gäbe sowas nicht, könnte ich deiner Ausführung vielleicht folgen.
muemmel schrieb:
Es gab früher mal einen schönen Spruch:
Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen.
Mit anderen Worten: "Wer nicht arbeitet, soll verrecken!" Es liegt auf der Hand, daß Du solche Sprüche "schön" findest. Wie wäre es noch mit Slogans ähnlicher Sinnhaftigkeit wie: "Arbeit macht frei" und "Jedem das Seine"? Oder sind sie Dir historisch zu belastet?
Zuletzt bearbeitet von Andromeda am 18:32:34 24.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
Wenn Dir das zuwider ist, dann solltest Du deinen Wohnsitz in ein Land verlegen, in dem es keinerlei Steuern und Sozialabgaben gibt. In solchen Staaten leben Menschen ohne Arbeit so, wie es Dir vielleicht gefallen würde: durch Kriminalität, Prostitution, durch Betteln, oder sie verhungern einfach.
Falsch, die Leute die nicht arbeiten wollen, können verschwinden. Die Absolute Mehrheit der Menschen (die, die Arbeiten) kann bleiben.
Die, die nicht arbeiten wollen können natürlich bleiben, wenn sie keine anderen Leute belästigen (betteln, stehlen).
Man beachte: Leute, die nicht arbeiten wollen
Andromeda schrieb:
Du vergißt offenbar, daß die Leistung längst abgegolten wurde. Für gewöhnlich bekommt man einen Gehaltscheck für seine Leistung. Gäbe sowas nicht, könnte ich deiner Ausführung vielleicht folgen.
Du vergißt offenbar, dass die Leistung erst zu einem Teil bezogen wurde. Da ist noch die Rente bzw. diverse Versicherungen.
Andromeda schrieb:
Mit anderen Worten: "Wer nicht arbeitet, soll verrecken!" Es liegt auf der Hand, daß Du solche Sprüche "schön" findest. Wie wäre es noch mit Slogans ähnlicher Sinnhaftigkeit wie: "Arbeit macht frei" und "Jedem das Seine"? Oder sind sie Dir historisch zu belastet?
Wer nicht arbeiten WILL soll andere Leute nicht belästigen (Betteln, Kriminalität), ob er dann überleben kann oder nicht ist sein Bier.
Deine Nazi-Verbindungen kannst du dir sparen...
mfG
Tippo
Edit: Um es nochmals zu betonen: Leute, die nicht arbeiten können oder keine (evtl. passende) Arbeit finden, sollen durch unser Sozialsystem unterstützt werden. Obiger Text betrifft nur die Schmarotzer.
Zuletzt bearbeitet von Tippo am 18:49:29 24.11.2008, insgesamt 2-mal bearbeitet
Wer nicht arbeiten will soll andere Leute nicht belästigen (Betteln, Kriminalität),
Damit das nicht ausufert, gibt es Sozialsysteme.
Tippo schrieb:
ob er dann überleben kann oder nicht ist sein Bier.
Ist es nicht. Eine wesentliche Aufgabe jeder fortschrittlichen Gesellschaft ist es, die Würde aller ihrer Mitglieder zu wahren und zu schützen. Und Menschenwürde ist keine Funktion der Wirtschaftlichkeit.
Zuletzt bearbeitet von Andromeda am 19:25:28 24.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
Um es nochmals zu betonen: Leute, die nicht arbeiten können oder keine (evtl. passende) Arbeit finden, sollen durch unser Sozialsystem unterstützt werden. Obiger Text betrifft nur die Schmarotzer.
Schön, daß Du das so betonst, das freut mich aufrichtig. Aber muemmel hat (vermutlich getreu dem Motto aller alten Leute "wer arbeiten will, findet auch arbeit") nur geschrieben: "Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen.", von Wollen war nicht die Rede.
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Um es nochmals zu betonen: Leute, die nicht arbeiten können oder keine (evtl. passende) Arbeit finden, sollen durch unser Sozialsystem unterstützt werden. Obiger Text betrifft nur die Schmarotzer.
Schön, daß Du das so betonst, das freut mich aufrichtig. Aber muemmel hat (vermutlich getreu dem Motto aller alten Leute "wer arbeiten will, findet auch arbeit") nur geschrieben: "Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen.", von Wollen war nicht die Rede.
Schön für muemmel, ich sage aber meine Meinung und nicht seine.
Ich habe sogar nocht geschrieben: "evtl. passende Arbeit" (welches aber noch ein Streitpunkt sein könnte, denn wann ist eine Arbeit für jemanden gerechtfertigt / passend und wann nicht?)
Hä? Andromeda hat doch aber auf ihn geantwortet, nicht auf Dich. Deswegen ist es ein wenig fragwürdig, darunter dann mit Bezug auf Deine Meinung zu schreiben, seine Ausführungen seien "falsch".
_________________ "Ich gehöre nicht zu denen, die die Bundesrepublik ruinieren wollen. Ich hoffe, Sie machen noch Halt, Herr Kohl, ehe Sie unwissentlich vieles dazu tun, daß sie ruiniert wird!"
Aber ursprünglich ist das ja ein Bibelzitat: „Und da wir bei euch waren, geboten wir euch solches, daß, so jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen“
Da hatte das aber noch eine komplett andere Bedeutung.
Zuletzt bearbeitet von Fincki am 19:41:15 24.11.2008, insgesamt 1-mal bearbeitet
Wie wäre es noch mit Slogans ähnlicher Sinnhaftigkeit wie: "Arbeit macht frei"...?
Godwin´s Law! Du hast verloren
_________________ Achtung:
Der Verfasser ist hochgradig suizidgefährdet.
Kritik bitte nur mit äußerster Vorsicht anbringen und widersprechen Sie bitte nicht!
Dadurch bekommen die Leistungsempfänger das Gefühl, daß es aus einer abstrakten Kasse kommt, von "denen". Es stehen keine Köpfe mehr dahinter.
Daher wird auch die Gegenleistung für das Geld gar nicht mehr als eine natürliche Sache empfunden.
Es ist inzwischen völlig davon abgetrennt, daß dieses Geld vielleicht von 2 oder 3 Nachbarn erarbeitet und bezahlt wird. Dieser Zusammenhang müßte meines Erachtens besser rekonstruiert werden, aber die sozial-demokratische Umverteilungsmaschine von SPD und CDU wünscht genau dies nicht - sie will ja den Staat als Verteiler positionieren.
In abgewandelter Form beziehe ich das darauf, daß natürlich jedes System eine gewisse Portion Fauler verträgt und auch mittragen kann. Allerdings kann das rasch kippen, und es braucht auch keine so große Prozentzahl. Sobald jeder mal einen Faulen kennt, der auch nicht schlechter lebt aber weniger arbeitet, sinkt die Motivation bei den Arbeitenden rasch ab. Offensichtlich benötigt man weit weniger als 50% Faule, um den Effekt zu erreichen.
ich habe kein Problem damit, daß ich neben meinen eigenen Napf zu füllen auch für die mit aufzukommen habe die nichts haben, nicht können oder nichts finden...
Ich sehe aber nicht ein, warum ich für die den Buckel krum machen soll, die selber nicht bereit sind sich mit einzubringen und sich noch über all die Dummen kaputtlachen die jeden Tag klejen gehen.
Und ich sehe auch nicht ein, warum ich anderen, die selber nichts einbringen, Wünsche erfüllen sollte, die ich mir selber nicht erfülle.
Zu DDR-Zeiten hing mal im ZIS des Spruch "Erfolg haben ist Pflicht". Das kann man heute sicher nicht mehr so ganz verlangen. Aber den Versuch kann man doch schon von jedem verlangen.
Das sich Erfolg nicht mit Knute und Morgenbefehl aus dem Boden prügeln läßt, das weiß ich aus eigener Anschauung am besten.
Aber zumindest kann man von jedem verlangen, daß sie es versuchen.
Das ist wie beim Lotto-Spielen. Ich kann nur dann drüber jammern, daß ich keinen Gewinn bekomme, wenn ich auch ein Los gekauft habe.
Oder für die, die es lieber von einem anderen hören wollen - Konfuzius:
"wenn man zu schwach ist verlassen einen unterwegs die Kräfte, aber Du läufst gar nicht erst los".
Wer nicht in der lage ist den Spruch "wer nicht arbeitet soll auch nicht essen" in eine geeignete Form zu bringen, für den noch mal die Narrensichere Version:
"wer nicht bereit ist mitzuarbeiten der soll auch von uns kein Essen verlangen".
Sicher haben die Informatiker in vielerlei Hinsicht einen Vorteil, denn sie haben zum großen Teil eine Arbeit die interessant ist und Spaß macht (auch nicht alle aber viele). Aber für die große Menge der Menschheit ist Arbeit eben in erster Linie Mühsal. Und da können sie schon VERLANGEN, daß die die davon partizipieren wollen zumindest versuchen selbst auch was einzubringen.
Nich jeder wird Erfolg haben, aber wenn sich JEDER ehrlich bemüht wird trotzdem für alle ausreichend zustandekommen und sich vor allem keiner ausgenutzt fühlen.
Ich bin in der Beziehung ein wenig gleichgültig, ich zähle nicht nach, was und wieviel der einzelne vollbringt, mir reicht es schon wenn er es versucht. Ich gehe einfach von der Wahrscheinlichkeit aus, daß wenn 80 Millionen es versuchen, daß da schon genug zusammen kommen wird. Und wer es versucht mitzutun, der kann auch mit vollem Recht die Hand aufhalten und muß nicht nachdenken wie viel.
Mir war klar, daß dieser Vorwurf kommt. Ich finde trotzdem all diese Sprüche im Kern so ähnlich, daß ich den Vergleich unmöglich auslassen wollte.
Marc++us schrieb:
Sobald jeder mal einen Faulen kennt, der auch nicht schlechter lebt aber weniger arbeitet, sinkt die Motivation bei den Arbeitenden rasch ab.
Solche Faulpelze leben nur besser, wenn sie, zum Beispiel, zusätzlich von Familienmitgliedern und Verwandten subventioniert werden. Der Faule, dessen einziges Einkommen die staatliche Stütze ist, lebt in relativer Armut.
Marc++us schrieb:
Offensichtlich benötigt man weit weniger als 50% Faule, um den Effekt zu erreichen.
Nein, wer einen Job hat, ist meistens darauf angewiesen. Die regelmäßige Gehaltszahlung ist eingeplant und man hat sein Leben darauf hin abgestimmt. Der Verlust der Arbeit ist ein viel zu großes Risiko. Du kann nicht einfach das Arbeiten aufgeben wie das Rauchen, in der Annahme, daß es Dir dann besser geht als vorher.
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