Zwischen "damit zurecht kommen" und professionelle, hoch skalierbare Webanwendungen zu entwickeln, liegen imo Welten.
Aber ansonsten gebe ich Dir recht: sich ein paar Webseiten zusammenzufrickeln, ein paar Datensätze als HTML auszugeben oder ein paar Daten über eine HTML-Form in einer DB zu speichern sollte man sich relativ schnell aneignen können.
Zwischen "damit zurecht kommen" und professionelle, hoch skalierbare Webanwendungen zu entwickeln, liegen imo Welten.
Jup genau das mein ich, und das war auch denke ich die Ausgangsfrage.
Zumal an professionellen und skalierbaren Webanwendungen normal dann ohnehin mehrere Leute arbeiten und jeder so seine Themengebiete hat. Ich arbeite da z.B. momentan auch wo mit, hab mit der Webanwendung an sich aber null am Hut, da ich einfach nur gewisse (Backend-)Services dafür entwickle.
So eine Trennung nach technischen Faktoren (Frontend, Backend) fände ich ein wenig eintönig. Ich hätte zumindest keine Lust, immer nur das eine oder das andere zu machen. Ich kenne es eher so, dass die Einteilung der Zuständigkeiten nach fachlichen Themengebieten erfolgt und nicht nach technischen. Also jeder Entwickler ist für ein oder mehrere (fachliche) Module der Anwendung zuständig.
Weiß ja nicht was so der Rest deiner Kumpels macht, aber wer wird wohl am ehesten eine Webseite für einen Kegelverein zusammenfrickeln können? Natürlich der Programmierer, wer sonst? Und wenn er es nicht kann, sollte er sich die Kenntnisse für eine Kegelverein-Seite am schnellsten aneignen können, ist ja kein Hexenwerk heutzutage.
Ob das jetzt allgemein auch für den Beruf gilt, ist eine andere Frage.
Sry, aber dann mangelt es euch glaub echt auch ein bisschen an Abstraktionsvermögen (und genau das ist unabdingbar für einen Informatiker) oder auch an Wissen, whatever...
Mir mangelt es an Abstraktionsvermoegen, probiere schon seit geraumer Zeit Monads in Haskel nicht nur zu verstehen, sondern auch effektiv einzusetzen. ... abstrakter geht es fast nicht.
Zitat:
Das Stichwort heißt hier Zielorientiertheit, d.h. mit möglichst wenig Aufwand genau das zu lösen was man braucht...
Quick and Dirty ist nicht mein Art. Frickeln auch nicht. Zwar ist der Entwicklungsaufwand kleiner, dafuer wird aber der Wartungsaufwand hoeher.
Zitat:
Es gibt tausende Toolkits, Bibliotheken etc. die einem fast jedwede erdenkliche Aufgabe abnehmen bzw. vereinfachen.
Ja, nur kann man die guten nicht von den schlechten unterscheiden, wenn man keine Erfahrng auf dem Gebiet hat.
_________________ If it were not for laughter, there would be no Tao.
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Es gibt tausende Toolkits, Bibliotheken etc. die einem fast jedwede erdenkliche Aufgabe abnehmen bzw. vereinfachen.
Ja, nur kann man die guten nicht von den schlechten unterscheiden, wenn man keine Erfahrng auf dem Gebiet hat.
Darüber hinaus erfordern die ganzen Webframeworks auch ein gewisses Basis-Knowhow auf dem Gebiet. Spätestens wenn mal unter der Haube was nicht läuft, ist man sonst ziemlich aufgeschmissen.
Zuletzt bearbeitet von byto am 14:48:02 10.02.2010, insgesamt 1-mal bearbeitet
Sry, aber dann mangelt es euch glaub echt auch ein bisschen an Abstraktionsvermögen (und genau das ist unabdingbar für einen Informatiker) oder auch an Wissen, whatever...
Mir mangelt es an Abstraktionsvermoegen, probiere schon seit geraumer Zeit Monads in Haskel nicht nur zu verstehen, sondern auch effektiv einzusetzen. ... abstrakter geht es fast nicht.
Ich kenne Haskell nicht, aber meines Erachtens ist das hier nicht vergleichbar, da Haskell eine rein funktionale Programmiersprache ist und somit fundamental ganz anders als C oder Javascript oder sonst was ist was man üblicherweise so kennt. Natürlich unterscheiden sich auch C und Javascript ziemlich stark, aber die Unterschiede liegen hier auf ner anderen "Ebene".
byto schrieb:
knivil schrieb:
Zitat:
Es gibt tausende Toolkits, Bibliotheken etc. die einem fast jedwede erdenkliche Aufgabe abnehmen bzw. vereinfachen.
Ja, nur kann man die guten nicht von den schlechten unterscheiden, wenn man keine Erfahrng auf dem Gebiet hat.
Darüber hinaus erfordern die ganzen Webframeworks auch ein gewisses Basis-Knowhow auf dem Gebiet. Spätestens wenn mal unter der Haube was nicht läuft, ist man sonst ziemlich aufgeschmissen.
Zum ersten Punkt:
Es ist sicherlich richtig, dass man sich da erst mal im Dschungel zurecht finden muss und schauen muss welches Toolkit man überhaupt einsetzen will. Aber das ist IMHO in einer sehr endlichen Zeit machbar. Gibt ja übrigens auch noch andere Foren außer C++-Foren wo man gerade bei solchen Frage evtl. auch brauchbare Antworten bekommen kann.
Zum zweiten Punkt:
Ich wollte jetzt nicht den Eindruck erwecken dass man mit irgendwelchen Frameworks/Toolkits etc. gleich ein Allzweckheilmittel hat. Natürlich braucht man hier auch gewisses Basis-Knowhow wie du richtig sagst. Aber genau dieses sollte normalerweise für einen erfahrenen Programmierer nicht allzuschwer anzueignen zu sein.
Es kommt darauf an, was man auf einer Web-Seite machen will und was der Host-Server unterstützt. Für vieles braucht man überhaupt keine fundierten Kenntnisse, weil das die Web-Baukästen machen. Was diese nicht bieten, erfordert dann mehr, auch Programmierung oder die Übersicht über die Vielzahl der vorhandenen Tools. Ergo: auf Dauer kommt man als Programmierer nicht um solche Kenntnisse herum. Ein IT-Kunde unterscheidet nicht, was ist Programmierung und was ist Web-Seiten-Gestaltung. Er will eine Lösung für seine Aufgaben. Und genau da geht schon einmal das eine in das andere über!
Und auch diesen ganzen Fummelkram, also Rechner zusammenbauen, Windows umstellen, Bildbearbeitung, Office und auch mal einen Linux Server einrichten
Also ich kann davon kaum etwas trotz über 15 Jahren PC- und Programmier-Praxis.
Huch, woraus besteht deine 15jaehrige PC-Erfahrung dann? Deiner IDE, Minesweeper und Solitair? Kleiner Scherz, SCNR Aber ernsthaft: hast du in deinen 15 Jahren wirklich nie mit sowas rumgespielt. Falls nein: warum?
Vielleicht lernt man auch ein bisschen Bescheidenheit und Respekt vor solchen Sachen. Von "damit rumspielen" kommt man jedenfalls normalerweise nicht zu "ich kann das".
Kommt auf deine Definition von "damit rumspielen" und "ich kann das" an Persoenliches Beispiel:
Ich hab mich in meiner Schulzeit in der IT-Abteilung von Firmen gearbeitet (eben weil mich "Computer interessiert haben") und dagei 'ne Menge ueber Windows-Internals gelernt, mit meinen Windows-Installationen/Home-LAN daheim hab ich sowieso alles moegliche ausprobiert. Insgesamt hab ich dabei genug gelernt, um mir zuzutrauen ein kleineres Windows-LAN zu administrieren;
Als ich seinerzeit mal endlich ein modernes MS Office in die Haende bekam, war das Interesse und die Freude daran gross. Das ueber 1000 Seiten lange Handbuch zu Word 97 hab ich regelrecht verschlungen und beim Rumspielen/Arbeiten/fuer die Schule was machen/beim-meiner-mutter-helfen so ziemlich jede Funktion mehr oder weniger ernsthaft verwendet (von Serienbriefen mit MS Accessdatenbank im Hintergrund ueber Dokumente mit 100+ Seiten und eingebetteten Objekten ueber sehr komplexe Macros in Excel und Word mit mehreren KLOC), dass ich durchaus sagen kann "ich kenn mich sehr, sehr gut mit Office aus" (Officehat sich in den letzten 10 Jahren da nicht so grundlegend geaendert, das ich nicht haette Schritt halten koennen).
Hin & wieder kams auch vor, dass ich Bilder bearbeiten musste, fuer selbstprogrammierte Spiele (oder sogar nur fuer Hausaufgaben in der Schule) Grafiken erstellen musste etc., sodass ich auch um das ein- oder andere Einsteigerbuch ueber GIMP und etliches herumspielen nicht herumgekommen bin.
Und ich glaube nicht, dass ich da einen fuer Computerfreaks dermassen ungewoehnlichen Lebenslauf schildere. Wuerde wetten dass es vielen hier im Forum aehnlich geht/ging.
Wo gehobelt wird, fallen eben Spaene -- wenn man sich fuer was interessiert, lernt man eben auch 'ne Menge drueber. Ich wuerde nie behaupten, dass ich professionelle Bildbearbeitung betreiben koennte, oder mich als Systemadministrator bei einer Firma bewerben. Aber ich hab Grundwissen dass ueber das eines DAUs hinausgeht und glaube, dass ich mir noetiges weiteres Fachwissen relativ problemlos aneignen koennte.
Dabei gehts vor allem um das "Metawissen", das sich in den Jahren angesammelt hat. Wie jeder andere auch kann ich mir 'n Buch ueber Videoschnittsoftware aus der Bibliothek holen, das durchlesen und meine Videos editieren. Aber ich hab in gewissen Bereichen schon viel Backgroundwissen (ich kenn z. B. verschiedene Codecs und Schnittstellen) und hab oft schon eine Ahnung, wie gewisse Sachen womoeglich funktionieren werden. Ausserdem hab ich keinerlei "Beruehrungsaengste", die z. B. mein Vater ganz sicher haette, wenn er sowas machen muesste.
_________________ I have come here to chew memory and kick ass... and malloc() is returning a null pointer. This message has been ROT-13 encrypted twice for higher security. http://bluetiger.bauchlandung.org/
Zuletzt bearbeitet von Blue-Tiger am 16:33:44 10.02.2010, insgesamt 1-mal bearbeitet
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