eigentlich war es für mich lange klar, dass ich nach dem Abitur Informatik studieren werde. Nun, da es soweit ist, tendiere ich aber auf einmal stark zu Mathematik (mit Nebenfach Informatik).
Ich verspreche mir davon mehr Berufsfreiheit. Zwar möchte ich zunächst in der IT-Branche einsteigen (speziell Softwareentwicklung), aber möchte auch wechseln können, falls ich dort nicht glücklich werde.
Haltet ihr die Wahl von Mathematik in diesem Fall für Unsinn?
Beim Durchschauen von Stellenangeboten in verschiedenen Jobbörsen scheinen Mathematiker im IT-Bereich nicht allzu oft gesucht zu werden (oder täuscht das?)... allerdings sehe ich auch manchmal Anforderungen wie "abgeschlossenes Studium der Informatik oder vergleichbare Qualifikation". Zählt da Mathe dazu (sofern man die anderen Anforderungen wie Programmiersprachenkenntnisse erfüllt)? Wenn ich mir so die behandelten Themen im Mathestudium ansehe, ist da auch viel Wissen dabei, das sich für die Softwareentwicklung gut brauchen lässt. Insofern scheint es nicht völlig abwegig.
Wie schätzt ihr die Chancen für einen Mathematiker im IT-Bereich und allgemein ein?
Sowohl Informatik als auch Mathematik interessieren mich, das ist also kein Thema. Nur beides studieren möchte ich nicht, da es mir zu lange dauern würde.
Ich finde dieses frühe Schielen auf die Stellenangebote etwas übertrieben. Im Endeffekt hast du mit beiden Fächern sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt (vernünftiger Abschluss mal vorausgesetzt).
Schnupper doch einfach in beide Studienfächer rein und entscheide dich dann für das Fach, das dir mehr Spaß macht.
Übrigens verzögert beides zu studieren das Studium nicht so sehr, wie du vielleicht glaubst: Beides zusammen kann man durchaus in etwa 12 Semester mit Master/Diplom abschließen, wenn man gut ist. Das liegt einfach daran, dass man sich sehr viel für das jeweils andere Fach anrechnen lassen kann (man studiert dann natürlich Informatik mit NF Mathe und Mathe mit NF Informatik) und auch nur eine Diplom- bzw. Masterarbeit für beide beide Fächer zusammen schreiben muss (zumindest an meiner Uni).
Zitat:
Wenn ich mir so die behandelten Themen im Mathestudium ansehe, ist da auch viel Wissen dabei, das sich für die Softwareentwicklung gut brauchen lässt.
Das bezweifle ich irgendwie .
Zuletzt bearbeitet von life am 10:51:29 06.07.2010, insgesamt 1-mal bearbeitet
Die Wahl des Faches sollte nicht von Berufschancen, Geld oder Arbeitsplatzsicherheit bestimmt werden. Nimm das, was du magst.
Zitat:
falls ich dort nicht glücklich werde
Du stellst zu hohe Ansprueche.
_________________ If it were not for laughter, there would be no Tao.
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Nun ja, ich wollte durch Lesen einiger Jobangebote Beispiele für denkbare Tätigkeitsbereiche als Mathematiker sammeln. Zum Glück sind die mehr oder weniger vielfältig, auch wenn der Finanzsektor da stark bei den Angeboten dominiert.
Zitat:
Die Wahl des Faches sollte nicht von Berufschancen, Geld oder Arbeitsplatzsicherheit bestimmt werden. Nimm das, was du magst.
Halte ich aber für nicht verkehrt, schließlich kann die Wahl des Studiengangs das Berufsleben entscheidend beeinflussen. Außerdem mag ich beides, was mehr oder weniger mein Problem ist.
Werde mal schauen, ob beides zu studieren doch in Frage kommt. Falls 12 Semester realistisch sind, wäre das verlockend.
Zitat:
Du stellst zu hohe Ansprueche.
Meinst du? Ich denke, man kann es sich durchaus als realistisches Ziel setzen, in einem Berufssektor zu landen, in dem man es aushalten kann.
Zitat:
Schnupper doch einfach in beide Studienfächer rein und entscheide dich dann für das Fach, das dir mehr Spaß macht.
Entscheiden sollte ich mich besser jetzt schon, sonst geht Zeit verloren
Allerdings besteht immer noch die Möglichkeit, den Studiengang zu wechseln, falls ich merke, dass Informatik doch besser passt.
life schrieb:
Das bezweifle ich irgendwie .
Naja, ich dachte an Dinge wie Approximationstheorie, Graphentheorie, Fourierreihen, Wavelets, Datenanalyse/Statistik, Kryptographie...
Naja, ich dachte an Dinge wie Approximationstheorie, Graphentheorie, Fourierreihen, Wavelets, Datenanalyse/Statistik, Kryptographie...
Das macht den geringsten Teil von Software aus.
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Schnupper doch einfach in beide Studienfächer rein und entscheide dich dann für das Fach, das dir mehr Spaß macht.
Entscheiden sollte ich mich besser jetzt schon, sonst geht Zeit verloren
Allerdings besteht immer noch die Möglichkeit, den Studiengang zu wechseln, falls ich merke, dass Informatik doch besser passt.
Eigentlich nicht. So kannst du dich z.B. einfach für Mathematik einschreiben (und dort die Vorlesungen belegen) und dich gleichzeitig in die Informatikvorlesungen setzen. So geht dann auch keine Zeit verloren, falls du dich doch umentscheidest. Desweiteren könntest du dann sehen, ob du mit der Arbeitsbelastung von zwei gleichzeitigen Studiengängen klar kommst (falls nicht, einfach die Übungsaufgaben der Info-Vorlesungen beim "Reinschnuppern" weglassen).
Ich schreibe mal aus meiner Perspektive: Ich habe etwas ähnliches wie Technische Informatik studiert und dümpel inzwischen irgendwo in der Mitte zwischen Informatik (Softwareentwicklung), Mathematik (Numerik) und Ingenieuranwendung herum.
Hier in der Firma laufen unglaublich viele Leute herum, bei denen Studienfach und aktuelle Arbeit nicht so recht zusammen passen. Bauingenieure als Softwareentwickler, Schiffbauer als Admins, Mathematiker oder Physiker als Ingenieure, ... (und natürlich noch eine ganze Menge Leute, bei denen Ausbildung und Beruf wie erwartet zusammenpassen).
Fazit: Dein Studienfach wird deinem Beruf zwar die Startrichtung geben, aber wo du zum Schluss landest, ist wieder eine ganz andere Kiste.
Solange du irgendein (mathematisch-technisches) Studium anständig zu Ende bringst, wirst du schon was finden. Und ob der Job dann dein Traumjob wird, hat sicher nur bedingt etwas mit deiner jetztigen Studienwahl zu tun.
_________________ Taurin: 2-Aminoethansulfonsäure
Zuletzt bearbeitet von Taurin am 13:16:17 06.07.2010, insgesamt 1-mal bearbeitet
Hier in der Firma laufen unglaublich viele Leute herum, bei denen Studienfach und aktuelle Arbeit nicht so recht zusammen passen. Bauingenieure als Softwareentwickler, Schiffbauer als Admins, Mathematiker oder Physiker als Ingenieure, ...
Die Vielfalt der Herkunft passt doch hervorragend. Denn diese Leute wissen immerhin, was sie machen sollen und haben dafür einen fachlichen Hintergrund. Bei reinen Informatikern fehlt da manchmal das Verständnis für die konkrete Aufgabenstellung. In der IT-Branche gibt es wenig Platz für 'auf Schmalspur ausgebildete Leute'.
Auch ich als Bauingenieur habe viele Jahre selbständig als Softwareentwickler gearbeitet, oft in völlig fremden Bereichen. Wenn mir spezielles Fachwissen fehlte, habe ich mir dieses mit qualifizierten Beratern hinzu gekauft.
Tipp an Athar: studiere irgendetwas, was dir liegt und schaue stets über den Tellerrand. Im späteren Job wird ohnehin meist alles anders.
Die Vielfalt der Herkunft passt doch hervorragend. Denn diese Leute wissen immerhin, was sie machen sollen und haben dafür einen fachlichen Hintergrund. Bei reinen Informatikern fehlt da manchmal das Verständnis für die konkrete Aufgabenstellung. In der IT-Branche gibt es wenig Platz für 'auf Schmalspur ausgebildete Leute'.
Mußt Du diesen "Keine weiß so recht was Informatik eigentlich ist"- und "Reine Informatiker kann man eh nicht brauchen"-Bullshit eigentlich in jedem Thread abladen? Ich denke inzwischen ist jedem klar, dass Du nicht weißt was Informatik ist und mit einem Informatiker daher auch nichts anfangen kannst. Das ist aber keine universelle Wahrheit sondern liegt an Deiner sagen wir mal besonderen Weltsicht.
_________________ Mod im Mathe-Forum
Die dümmsten Programmierer schreiben die dicksten Programme.
Mußt Du diesen "Keine weiß so recht was Informatik eigentlich ist"- und "Reine Informatiker kann man eh nicht brauchen"-Bullshit eigentlich in jedem Thread abladen? Ich denke inzwischen ist jedem klar, dass Du nicht weißt was Informatik ist und mit einem Informatiker daher auch nichts anfangen kannst. Das ist aber keine universelle Wahrheit sondern liegt an Deiner sagen wir mal besonderen Weltsicht.
OK, kannst Recht haben mit 'Bullshit'. Es geht aber auch darum, mit seinem Wissen und Können Geld zum Leben zu verdienen. Ich weiss tatsächlich nicht, was genau ein Informatiker ist. Ich hatte davon schon einige eingestellt. Doch die Kunden sagten mir oft: 'Den können wir nicht gebrauchen - machen Sie das bitte oder Sie sind den Auftrag los.' Soviel zur universellen Wahrheit und zur Weltsicht.
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