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C/C++ Forum :: Beruf und Ausbildung ::  Berufswahl: Informatik?     Zeige alle Beiträge auf einer Seite Auf Beitrag antworten
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Hohenheim
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Anmeldungsdatum: 26.10.2011
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Beitrag Hohenheim Mitglied 01:21:12 26.10.2011   Titel:   Berufswahl: Informatik?            Zitieren

Guten Tag,
Ich hoffe mal ich treffe den richtigen Bereich, denn ich schlage mich schon lange mit der Entscheidung rum, welchen Beruf ich ausüben will, bzw. ich erlernen soll.
Zurzeit mache ich Abi, das heißt ich muss schon bald entscheiden was ich machen soll.

Oft kommt mir dann Informatik in den Sinn, denn ich finde Computer sehr interessant und möchte mich ernsthaft (auch in meiner Freizeit) damit auseinandersetzen. Nur leider höre ich oft Dinge über die Informatik die mich zögern lassen. Ich hoffe das vielleicht jemand wissen üben den Beruf Besitz denn ich bin ziemlich im dunklen was das Thema betrifft und würde mich freuen wenn jemand meine fragen beantworten könnte.

1. Stimmt es, dass man viele Vorkenntnisse in Form von Programmiersprachen haben muss?

2. Stimmt es, dass der Informatiker-Markt überschwemmt ist?

3. Wie gut muss man Mathematisch sein um diesen Beruf ausüben zu können (ich stehe immer von den Noten her 2-3, reicht das aus?

4. Ist die Informatik wirklich in hunderte Bereiche geteilt und gibt es eine gute Möglichkeit mein Gebiet zu ermitteln?

5. Muss man in diesem Beruf wirklich oft im Ausland arbeiten oder hat das auch mit dem Fachgebiet zu tun?

Würde mich über Antworten sehr freuen.
Vielen Dank!
Fedaykin
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Beitrag Fedaykin Mitglied 07:31:46 26.10.2011   Titel:              Zitieren

1.) Muss ganz bestimmt nicht, aber es wäre nicht schlecht wenn du gewisse Sachen schonmal gemacht hast.
2.) Kann ich nicht bestätigen, eher im Gegenteil.
3.) Kommt auf die Ausbildung an. Im Studium ist extrem viel Mathe angesagt weiß nicht ob da eine 2-3 ausreicht.
4.) Es gibt da wirklich viel. Grundlegend solltest du aber schon vor einem Studium schon grundlegend wissen was dir liegt und dich interessiert: Magst du eher Programmieren, irgendwas Entwickeln. Oder eher die Theorie hinter der Programmierung, aufbau von Projekten.. oder bist du eher der Hardwarefreak der Gerne an kisten rumschraubt etc... richtig Spezialisieren kann man sich dann noch im Studium aber so grob sollte schon klar sein was man später mal machen möchte.
5.) Das ist wohl Firmenspezifisch.

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phcn.fraggle
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Beitrag phcn.fraggle Mitglied 08:37:32 26.10.2011   Titel:   Re: Berufswahl: Informatik?            Zitieren

Hohenheim schrieb:

3. Wie gut muss man Mathematisch sein um diesen Beruf ausüben zu können (ich stehe immer von den Noten her 2-3, reicht das aus?


Ich war auch nie besser als eine 2 oder 3 und gewisse Sachen wie Lineare Algebra hatte ich bspw. überhaupt noch nie vor dem Studium und bin trotzdem durchgekommen ( ohne große Schwierigkeiten - und ich bin kein Mathegenie ). Im Studium fängst du in den Mathevorlesungen mit den Grundlagen an. Es geht aber auch ziemlich rasch voran und von daher kommt das viel mehr darauf an wie gut du mitmachst. Wenn du gewisse Sachen vorher noch nie hattest ist es natürlich ratsam von Anfang an aufmerksam zu bleiben.

Und das ist meiner Meinung nach schwieriger als den Inhalt von Mathematikvorlesungen zu verstehen.

Kann aber auch nur aus Sicht eines Hochschülers sprechen, weiß nicht wie es an einer Uni ist.

Ob du es später bei der Arbeit brauchst hängt wohl stark davon ab in welchem
Bereich du tätig sein wirst. Seit letzter Woche weiß ich aber das du Mathe manchmal auch in Bereichen brauchst, wo du es am wenigsten erwartest :p

edit: Wäre vielleicht nicht schlecht zu erwähnen das ich auch allgemein ein großes Interesse an meinem Studiengang bzw. an der Informatik habe. Dank dem gebe ich mich bei Themen wie Mathematik nicht so schnell ( oder gar nicht ) geschlagen. Was ich damit sagen will ist das ich soweit gehe und behaupte das ein gesundes Interesse an der Thematik vollkommen ausreicht.

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earli
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Beitrag earli Mitglied 08:39:20 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Der Programmierer-Markt ist überschwemmt. Der Markt an richtigen Informatikern, die noch Beweise über Komplexität und Berechenbarkeit führen können, steht hingegen immer offen.

Wenn dir Mathe Spaß macht, dann mach Abi, geh an eine Uni, und studiere Informatik. (Nicht: Angewandte oder technische Informatik! Das sind die besagten überschwemmten!)

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Beitrag earli Mitglied 08:40:54 26.10.2011   Titel:   Re: Berufswahl: Informatik?            Zitieren

phcn.fraggle schrieb:
Ich war auch nie besser als eine 2 oder 3 und gewisse Sachen wie Lineare Algebra hatte ich bspw. überhaupt noch nie vor dem Studium und bin trotzdem durchgekommen ( ohne große Schwierigkeiten - und ich bin kein Mathegenie ).


Natürlich braucht man das nicht, um durch das Studium zu kommen. Aber man braucht es, um nicht zu der Gruppe der angewandten Informatiker zu gehören, von denen es zu viele auf dem Arbeitsmarkt gibt.

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otze
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Beitrag otze Mitglied 08:51:55 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:

Wenn dir Mathe Spaß macht, dann mach Abi, geh an eine Uni, und studiere Informatik. (Nicht: Angewandte oder technische Informatik! Das sind die besagten überschwemmten!)

Kann ich nicht bestätigen. Alle Angewandten Informatiker bei uns an der Uni finden direkt nach Studienabschluss (oder sogar noch währenddessen) einen Job.

Ist auch kein Wunder, immerhin wurde der Studiengang an der Uni in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft konzipiert.

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Beitrag phcn.fraggle Mitglied 08:56:21 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:
Der Programmierer-Markt ist überschwemmt. Der Markt an richtigen Informatikern, die noch Beweise über Komplexität und Berechenbarkeit führen können, steht hingegen immer offen.


Jup, davon gibt es wohl nicht so viele. Ob das richtige Informatiker sind ist dann *imo* Ansichtssache aber ich weiß grad ehrlich gesagt nicht was ich unter "richtig" an der Stelle verstehen soll *g*

@Hohenheim, schon mal über ein Schnupperstudium nachgedacht für ein paar Tage an einer Uni/HS ? Zieh dir am besten mal eine Mathevorlesung rein und mach dir deinen ersten Eindruck davon.

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Beitrag this->that Mitglied 09:13:57 26.10.2011   Titel:              Zitieren

1. Nein
2. Nein
3. Keine Ahnung. Interesse sollte da sein.
4. Hunderte? Eher nicht. Gibt im Grunde nur ein paar Richtungen. Wenn du dich nicht sowieso extrem fuer einen Hybridstudiengang interessierst, studier normale Informatik
5. Nein

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Beitrag µ Mitglied 09:27:34 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:
Der Programmierer-Markt ist überschwemmt. Der Markt an richtigen Informatikern, die noch Beweise über Komplexität und Berechenbarkeit führen können, steht hingegen immer offen.


Ich kann derzeit keine Überschwemmung an Entwicklern sehen.
Wo außerhalb der Forschung muss man Komplexitäts- und Berechenbarkeitstheorie anwenden? Meinst Du die handvoll Arbeitsstellen bei den Compilerbauern weltweit?
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Beitrag Bashar Mitglied 09:43:42 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:
Der Programmierer-Markt ist überschwemmt. Der Markt an richtigen Informatikern, die noch Beweise über Komplexität und Berechenbarkeit führen können, steht hingegen immer offen.

Hört sich wie Wunschdenken an. Hast du dafür Belege?

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Beitrag earli Mitglied 09:52:51 26.10.2011   Titel:              Zitieren

µ schrieb:
earli schrieb:
Der Programmierer-Markt ist überschwemmt. Der Markt an richtigen Informatikern, die noch Beweise über Komplexität und Berechenbarkeit führen können, steht hingegen immer offen.


Ich kann derzeit keine Überschwemmung an Entwicklern sehen.
Wo außerhalb der Forschung muss man Komplexitäts- und Berechenbarkeitstheorie anwenden? Meinst Du die handvoll Arbeitsstellen bei den Compilerbauern weltweit?


Du glaubst nciht, wie sehr sich die Industrie um theoretische Informatiker reist. Sie nehmen auch für praktische Projekte lieber Theoretiker als geübte Programmierer. Programmieren kann heutzutage jedes Schulkind, aber wichtig ist, zu wissen, was man tut.

Man gucke sich die Realität mal an, die Software-Systeme um einen herum. Das ist alles Schrott, der nicht richtig funktioniert. Die Leute haben heutzutage Angst davor, dass irgendetwas von Computern gesteuert wird, weil nichts richtig funktioniert.

"Software Engineering" ist einfach am Ende. Computer Programme sind zu komplex, um sie mit dem Ingenieursansatz zu entwickelt. Am Ende kommt unstabile Scheiße raus, die keiner warten kann, und selbst die Entwickler haben keine Kontrolle über ihr Werk.

Natürlich ist das noch nicht in jeder Klitsche angekommen, ich rede hier von führenden Firmen wie Google, HP, IBM ...


Bei IBM wirst du als Einstellungstest nach einem Algorithmus für ein Problem gefragt. Wenn du ein Programm ablieferst, fliegst du raus. Die meisten hier werden wahrscheinlich den Unterschied trotzdem nicht verstehen wollen.

Das ist glaube ich auch das Hauptproblem. Die Leute müssen erstmal ihre Einbildung loswerden, sonst ist kein Erfolg in Sicht. Das hab ich auch damals im Informatik-Studium gelernt: Die meisten, die am Studium scheiterten, scheiterten nicht an der Schwierigkeit. Sie scheiterten an ihren Vorurteilen und daran, nicht einzusehen, dass Algorithmen und Programme völlig verschiedene Dinge sind.
Die, die im ganzen Studium nie programmieren konnten, waren erfolgreicher als die, die vorher schon jahrelang als Programmierer gearbeitet haben.

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Beitrag earli Mitglied 09:54:29 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Bashar schrieb:
earli schrieb:
Der Programmierer-Markt ist überschwemmt. Der Markt an richtigen Informatikern, die noch Beweise über Komplexität und Berechenbarkeit führen können, steht hingegen immer offen.

Hört sich wie Wunschdenken an. Hast du dafür Belege?


Wie soll ein Beleg für sowas aussehen? Schau einfach an die Unis. Die Unis haben das Problem, dass sie die besten Leute nicht als Professoren gewinnen, weil sie von der Industrie mit viel höheren Gehältern weggeschnappt werden.

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Beitrag Bashar Mitglied 10:02:39 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:
Wie soll ein Beleg für sowas aussehen?

Na vielleicht kennst du ein paar Leute, die einen sind mies bezahlte Softwareentwickler und die anderen hoch bezahlte Theoretiker. Etwas, das mehr ist als eine bloße Behauptung, reicht mir oft schon.

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Beitrag this->that Mitglied 10:08:24 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Diese ganzen Verallgemeinerungen von earli sind ja kaum auszuhalten...

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Beitrag GPC Moderator 10:21:10 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:
Die Unis haben das Problem, dass sie die besten Leute nicht als Professoren gewinnen, weil sie von der Industrie mit viel höheren Gehältern weggeschnappt werden.

Das ist ein Problem, das unabhängig von deiner Begründung besteht. Und ganz bestimmt nicht nur in der Informatik.
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Beitrag earli Mitglied 10:54:12 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Ich wüsste nicht, wo man zu irgendeinem Beruf ein Gehalt herausfinden kann. Es geht jedenfalls um $20.000 aufwärts pro Monat für reine "Research"-Jobs.

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Beitrag Bashar Mitglied 11:02:13 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Und dieser Markt steht "immer offen"? Das wage ich zu bezweifeln. Mir hat jedenfalls noch keiner so ein Angebot gemacht ;)

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Beitrag earli Mitglied 11:04:11 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Bashar schrieb:
Und dieser Markt steht "immer offen"? Das wage ich zu bezweifeln. Mir hat jedenfalls noch keiner so ein Angebot gemacht ;)


Naja, es werden immer Leute gesucht. Aber es wird nicht jeder für geeigent befunden.

PS: Ich hab auch keine solche Stelle. Zwei meiner Vorgänger haben allerdings welche, einer in Schweden, der andere bei der Bundesdruckerei.

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Zuletzt bearbeitet von earli am 11:06:04 26.10.2011, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag µ Mitglied 11:35:26 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:

Du glaubst nciht, wie sehr sich die Industrie um theoretische Informatiker reist. Sie nehmen auch für praktische Projekte lieber Theoretiker als geübte Programmierer. Programmieren kann heutzutage jedes Schulkind, aber wichtig ist, zu wissen, was man tut.


Stimmt. Ich glaubs nicht.
Die Theoretiker die ich im Studium kennengelernt habe wären für "praktische Projekte" nicht zu gebrauchen.
Wenn die Industrie harte Probleme zu lösen hat, greift sie zu Mathematikern oder Physikern. Ich sehe null Raum für Theoretische Informatiker. Es ist pure Romantik zu glauben, dass Berechenbarkeits-, Komplexitäts-, Automatentheorie und Logik viele Arbeitsplätze schafft. Einen Umbruch wie Du ihn hier beschreibst gibt es höchstens im Traum.

Und normale Absolventen wissen nach ein wenig Berufserfahrung auch was sie tun bei der Entwicklung von Alltagssoftware. Hier bedarf es keinen Theoretikern aber in Deiner Schwarz-Weiß-Welt gibt es ja nur Schulkinder und Doktoren.



earli schrieb:

Man gucke sich die Realität mal an, die Software-Systeme um einen herum. Das ist alles Schrott, der nicht richtig funktioniert. Die Leute haben heutzutage Angst davor, dass irgendetwas von Computern gesteuert wird, weil nichts richtig funktioniert.

"Software Engineering" ist einfach am Ende. Computer Programme sind zu komplex, um sie mit dem Ingenieursansatz zu entwickelt. Am Ende kommt unstabile Scheiße raus, die keiner warten kann, und selbst die Entwickler haben keine Kontrolle über ihr Werk.


Ja viel Software ist Müll. Aber die ganzen Späße der Theoretiker sind doch noch nicht in die Industrie übertragbar.
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Beitrag F98 Mitglied 11:57:00 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:
Wie soll ein Beleg für sowas aussehen? Schau einfach an die Unis. Die Unis haben das Problem, dass sie die besten Leute nicht als Professoren gewinnen, weil sie von der Industrie mit viel höheren Gehältern weggeschnappt werden.


Wieviel höher sind denn die Gehälter in der Industrie als an einer Uni/HS?


Zuletzt bearbeitet von F98 am 11:57:14 26.10.2011, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag this->that Mitglied 12:01:32 26.10.2011   Titel:              Zitieren

µ schrieb:

Stimmt. Ich glaubs nicht.
Die Theoretiker die ich im Studium kennengelernt habe wären für "praktische Projekte" nicht zu gebrauchen.
Wenn die Industrie harte Probleme zu lösen hat, greift sie zu Mathematikern oder Physikern. Ich sehe null Raum für Theoretische Informatiker. Es ist pure Romantik zu glauben, dass Berechenbarkeits-, Komplexitäts-, Automatentheorie und Logik viele Arbeitsplätze schafft. Einen Umbruch wie Du ihn hier beschreibst gibt es höchstens im Traum.

Und normale Absolventen wissen nach ein wenig Berufserfahrung auch was sie tun bei der Entwicklung von Alltagssoftware. Hier bedarf es keinen Theoretikern aber in Deiner Schwarz-Weiß-Welt gibt es ja nur Schulkinder und Doktoren.

100% Zustimmung. Der Markt fuer theoretische Informatiker ist minimal im Vergleich zu dem von allgemeinen oder technischen Informatikern. Bei welcher Stelle in der Wirtschaft braucht man denn bitte Berechenbarkeitstheorie? Aber anhand von Aussagen wie "Programmieren kann jedes Schulkind" sieht man schon, dass das eher elitaeres Getue ist.

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Beitrag earli Mitglied 12:02:42 26.10.2011   Titel:              Zitieren

this->that schrieb:
µ schrieb:

Stimmt. Ich glaubs nicht.
Die Theoretiker die ich im Studium kennengelernt habe wären für "praktische Projekte" nicht zu gebrauchen.
Wenn die Industrie harte Probleme zu lösen hat, greift sie zu Mathematikern oder Physikern. Ich sehe null Raum für Theoretische Informatiker. Es ist pure Romantik zu glauben, dass Berechenbarkeits-, Komplexitäts-, Automatentheorie und Logik viele Arbeitsplätze schafft. Einen Umbruch wie Du ihn hier beschreibst gibt es höchstens im Traum.

Und normale Absolventen wissen nach ein wenig Berufserfahrung auch was sie tun bei der Entwicklung von Alltagssoftware. Hier bedarf es keinen Theoretikern aber in Deiner Schwarz-Weiß-Welt gibt es ja nur Schulkinder und Doktoren.

100% Zustimmung. Der Markt fuer theoretische Informatiker ist minimal im Vergleich zu dem von allgemeinen oder technischen Informatikern. Bei welcher Stelle in der Wirtschaft braucht man denn bitte Berechenbarkeitstheorie? Aber anhand von Aussagen wie "Programmieren kann jedes Schulkind" sieht man schon, dass das eher elitaeres Getue ist.


Natürlich ist der Markt klein. Aber auch die Anzahl der Bewerber ist klein.

Dass der Markt für Code Monkeys groß ist, bringt dir wenig, wenn da viel mehr Bewerber auf eine Stelle kommen.

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Beitrag earli Mitglied 12:04:12 26.10.2011   Titel:              Zitieren

F98 schrieb:
earli schrieb:
Wie soll ein Beleg für sowas aussehen? Schau einfach an die Unis. Die Unis haben das Problem, dass sie die besten Leute nicht als Professoren gewinnen, weil sie von der Industrie mit viel höheren Gehältern weggeschnappt werden.


Wieviel höher sind denn die Gehälter in der Industrie als an einer Uni/HS?


Das ist stark unterschiedlich, vor allem in Deutschland sind die Uni-Gehälter ziemlich niedrig, was vor allem daran liegt, dass die Unis so staatsabhängig sind.

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Beitrag this->that Mitglied 12:15:35 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:
this->that schrieb:
µ schrieb:

Stimmt. Ich glaubs nicht.
Die Theoretiker die ich im Studium kennengelernt habe wären für "praktische Projekte" nicht zu gebrauchen.
Wenn die Industrie harte Probleme zu lösen hat, greift sie zu Mathematikern oder Physikern. Ich sehe null Raum für Theoretische Informatiker. Es ist pure Romantik zu glauben, dass Berechenbarkeits-, Komplexitäts-, Automatentheorie und Logik viele Arbeitsplätze schafft. Einen Umbruch wie Du ihn hier beschreibst gibt es höchstens im Traum.

Und normale Absolventen wissen nach ein wenig Berufserfahrung auch was sie tun bei der Entwicklung von Alltagssoftware. Hier bedarf es keinen Theoretikern aber in Deiner Schwarz-Weiß-Welt gibt es ja nur Schulkinder und Doktoren.

100% Zustimmung. Der Markt fuer theoretische Informatiker ist minimal im Vergleich zu dem von allgemeinen oder technischen Informatikern. Bei welcher Stelle in der Wirtschaft braucht man denn bitte Berechenbarkeitstheorie? Aber anhand von Aussagen wie "Programmieren kann jedes Schulkind" sieht man schon, dass das eher elitaeres Getue ist.


Natürlich ist der Markt klein. Aber auch die Anzahl der Bewerber ist klein.

Dass der Markt für Code Monkeys groß ist, bringt dir wenig, wenn da viel mehr Bewerber auf eine Stelle kommen.

Also wenn ich mir die meisten Stellenausschreibungen von Firmen fuer Dipl.Infs anschaue, dann erfordern die zwar nahezu alle Programmierkenntnisse, aber eine Person, die zig Sprachen/APIs/Plattformen/Frameworks beherrschen soll, wuerde ich nicht gerade als Code-Monkey bezeichnen. :rolleyes:

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Beitrag marco.b Mitglied 12:29:37 26.10.2011   Titel:   Re: Berufswahl: Informatik?            Zitieren

Hohenheim schrieb:
3. Wie gut muss man Mathematisch sein um diesen Beruf ausüben zu können (ich stehe immer von den Noten her 2-3, reicht das aus?


Ich beziehe mich jetzt mal auf ein Studium (insbesondere universitär). Viele Anfänger denken, es gibt im Informatikstudium einen mehr oder weniger großen Mathematikblock, durch den man durch muss und damit hat es sich dann.

Dem ist NICHT so.
Die Teilwissenschaften der Informatik bedienen sich munter der Mathematik zur Formalisierung ihrer Theorien. Egal ob Datenstrukturen, Rechnerarchitektur, künstliche Intelligenz, algorithmische Geometrie, Parallelität, theoretische Informatik (hier ganz besonders), Approximationsalgorithmen oder Kryptographie: das alles ist zu großen Teilen durchzogen von Mathematik.

Wichtiger Indikator ist also, ob du Spaß an der Mathematik haben kannst. Wenn dich das alles anödet, dann ist ein Informatikstudium NICHT empfehlenswert.
earli
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Beitrag earli Mitglied 12:31:28 26.10.2011   Titel:              Zitieren

this->that schrieb:
Also wenn ich mir die meisten Stellenausschreibungen von Firmen fuer Dipl.Infs anschaue, dann erfordern die zwar nahezu alle Programmierkenntnisse, aber eine Person, die zig Sprachen/APIs/Plattformen/Frameworks beherrschen soll, wuerde ich nicht gerade als Code-Monkey bezeichnen. :rolleyes:


Ich hab auch nicht gemeint, dass ein Software Engineer ein Code Monkey ist. Code Monkey ist einer, der ein paar Programmiersprachen kann, aber sonst nichts weiß. Das war ein Beispiel. Ich hätte auch schreiben können: "Der Arbeitsmarkt für Putzfrauen ist größer." Darum ging es nicht.

Es ging darum, dass es nicht auf die Anzahl der Stellen ankommt, sondern auf das Verhältnis zwischen Stellen und Bewerbern.

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Beitrag phcn.fraggle Mitglied 13:24:42 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:

PS: Ich hab auch keine solche Stelle. Zwei meiner Vorgänger haben allerdings welche, einer in Schweden, der andere bei der Bundesdruckerei.


Was genau macht den deine Vorgänger bei der Bundesdruckerei und in Schweden? Das würde mich schon interessieren ( bei ca. 20.000 $ muss das ja was sehr besonderes sein )

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Beitrag Bitte ein Bit Mitglied 15:54:04 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Zitat:
Du glaubst nciht, wie sehr sich die Industrie um theoretische Informatiker reist. Sie nehmen auch für praktische Projekte lieber Theoretiker als geübte Programmierer. Programmieren kann heutzutage jedes Schulkind, aber wichtig ist, zu wissen, was man tut.

Ähmm ja...

Meinen Beobachtungen zufolge gab es unter den Theoretiker einige Explemplare mit sehr bescheidenen Programmier- und Hardwarekenntnissen. Und Portierungen von Turing-Maschinenprogramme auf C# glänzen nicht durch ihre Schnelligkeit geschweige denn durch ihre Übersichtlichkeit.

Zitat:
Man gucke sich die Realität mal an, die Software-Systeme um einen herum. Das ist alles Schrott, der nicht richtig funktioniert. Die Leute haben heutzutage Angst davor, dass irgendetwas von Computern gesteuert wird, weil nichts richtig funktioniert.

"Software Engineering" ist einfach am Ende. Computer Programme sind zu komplex, um sie mit dem Ingenieursansatz zu entwickelt. Am Ende kommt unstabile Scheiße raus, die keiner warten kann, und selbst die Entwickler haben keine Kontrolle über ihr Werk.

Ähmm ja...

Weist du überhaupt was Software Engineering ist ??? Scheint mir nicht so ...

Oder war das jetzt als ironisch gemeinter Widerspruchsbeweis gedacht ?

Zitat:
Die Leute müssen erstmal ihre Einbildung loswerden, sonst ist kein Erfolg in Sicht.


Dafür gibt es Siebfächer.

Zitat:
Das hab ich auch damals im Informatik-Studium gelernt: Die meisten, die am Studium scheiterten, scheiterten nicht an der Schwierigkeit. Sie scheiterten an ihren Vorurteilen und daran, nicht einzusehen, dass Algorithmen und Programme völlig verschiedene Dinge sind.


Typisches Gefasel von Professoren. Ich habe noch nie jemanden gesehen welcher in einer Modellierungsaufgabe C++ Code ablieferte. Und nur wenige die ich kenne haben das Studium abgebrochen weil es nicht das war was sie dachten. Dafür gabe es schliesslich die Einführungszeit.

Zitat:
Die, die im ganzen Studium nie programmieren konnten, waren erfolgreicher als die, die vorher schon jahrelang als Programmierer gearbeitet haben.


Ja da hast du Recht, wenn man den Begriff erfolgreich ein wenig dehnt.............



Dies ist keine Hetze gegen Theoretiker, aber die Mischung aus Theorie und Praxis macht es. Man sollte nicht erschrecken, wenn man in Unterlagen Integrale herumwuseln sieht, aber man sollte keinen Ahornbaum mittels Tiefensuche besteigen...

Denn Programmieren ist für ich eins: Ein Mittel zum Lösen von Problemen.
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Beitrag earli Mitglied 16:39:18 26.10.2011   Titel:              Zitieren

phcn.fraggle schrieb:
earli schrieb:

PS: Ich hab auch keine solche Stelle. Zwei meiner Vorgänger haben allerdings welche, einer in Schweden, der andere bei der Bundesdruckerei.


Was genau macht den deine Vorgänger bei der Bundesdruckerei und in Schweden? Das würde mich schon interessieren ( bei ca. 20.000 $ muss das ja was sehr besonderes sein )


Ich will hier keine persönlichen Daten über Leute ausplaudern, aber ich kann noch verraten, dass es bei ihren Aufgaben um Logik, Komplexitätstheorie und Kryptologie geht.

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Beitrag Bashar Mitglied 16:49:45 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Nochmal zur Klarstellung, bei der Bundesdruckerei werden Leute gesucht, die von Berechenbarkeit und Komplexität Ahnung haben, und denen zahlt man dann 20k€ im Monat? 240k€ im Jahr? Wo muss ich unterschreiben?

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Beitrag inflames2k Mitglied 16:52:26 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Bashar schrieb:
Nochmal zur Klarstellung, bei der Bundesdruckerei werden Leute gesucht, die von Berechenbarkeit und Komplexität Ahnung haben, und denen zahlt man dann 20k€ im Monat? 240k€ im Jahr? Wo muss ich unterschreiben?


Ich hab zwar das Wissen nicht, aber mich interessiert es auch wo ich unterschreiben muss. - Für das Geld hol ich ein Studium nach..

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Das ist dreckige kapitalischtische Scheisse!!!
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Beitrag this->that Mitglied 16:55:17 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Bashar schrieb:
Nochmal zur Klarstellung, bei der Bundesdruckerei werden Leute gesucht, die von Berechenbarkeit und Komplexität Ahnung haben, und denen zahlt man dann 20k€ im Monat? 240k€ im Jahr? Wo muss ich unterschreiben?

Ich glaub das war einfach nur ein weiteres Beispiel dafuer, was fuer ein Scheiss im Internet geschrieben wird.

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Beitrag Bitte ein Bit Mitglied 17:01:05 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Zitat:
Ich glaub das war einfach nur ein weiteres Beispiel dafuer, was fuer ein Scheiss im Internet geschrieben wird.

Das ist auch außerhalb des Internets zu hören.

Da verwechselt man Brutto mit Netto, Monatslohn mit Jahreslohn und schon kann man mit den Großen mitheulen. Aber wehe man muss das Bein hochbringen...

Bähh, das erinnert mich an meine Ex. :(


Zuletzt bearbeitet von Bitte ein Bit am 17:01:55 26.10.2011, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag F98 Mitglied 17:21:31 26.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:
F98 schrieb:
earli schrieb:
Wie soll ein Beleg für sowas aussehen? Schau einfach an die Unis. Die Unis haben das Problem, dass sie die besten Leute nicht als Professoren gewinnen, weil sie von der Industrie mit viel höheren Gehältern weggeschnappt werden.


Wieviel höher sind denn die Gehälter in der Industrie als an einer Uni/HS?


Das ist stark unterschiedlich, vor allem in Deutschland sind die Uni-Gehälter ziemlich niedrig, was vor allem daran liegt, dass die Unis so staatsabhängig sind.


Was bedeutet den "ziemlich niedrig"?
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Beitrag earli Mitglied 19:44:08 26.10.2011   Titel:              Zitieren

Bashar schrieb:
Nochmal zur Klarstellung, bei der Bundesdruckerei werden Leute gesucht, die von Berechenbarkeit und Komplexität Ahnung haben, und denen zahlt man dann 20k€ im Monat? 240k€ im Jahr? Wo muss ich unterschreiben?


Gibt es wohl nicht ständig, hatte was mit dem neuen Personalausweis zu tun. Der ist auch das erste IT-Projekt der Bundesregierung, das nicht total lächerlicher Klumpen konzentierter Anfängerfehler.

Schlecht wird es aber auch hier wieder dort, wo gespart wird: Die Ausweis-App für den PC ist grottig.



Oder ein anderes, total aktuelles Beispiel: Schaut euch mal den Staatstrojaner an, den der CCC analysiert hat. Die Fehler in dem zeigen genau das, was ich meine: Die Leute verstehen nicht das Problem, das sie lösen wollen.

Und genau das ist oft das Fatale: Was nützt es mir, die Tricks der Programmierung zu kennen, wenn ich das Problem nicht verstehe? AES verwenden ohne Blockverkettung? Keine Authentifizierung? Willkommen 1990.

Und es mag sein, dass ein Theoretiker nicht weiß, wie er den Compiler austrickst, um ein Register zu sparen. So what? Bei Programmen, die über Karnevalsvereinbuchhaltung hinaus gehen, gewinnt man Performance, indem man das Problem analysiert und den Lösungsansatz optimiert.

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Beitrag earli Mitglied 19:45:58 26.10.2011   Titel:              Zitieren

F98 schrieb:
earli schrieb:
F98 schrieb:
earli schrieb:
Wie soll ein Beleg für sowas aussehen? Schau einfach an die Unis. Die Unis haben das Problem, dass sie die besten Leute nicht als Professoren gewinnen, weil sie von der Industrie mit viel höheren Gehältern weggeschnappt werden.


Wieviel höher sind denn die Gehälter in der Industrie als an einer Uni/HS?


Das ist stark unterschiedlich, vor allem in Deutschland sind die Uni-Gehälter ziemlich niedrig, was vor allem daran liegt, dass die Unis so staatsabhängig sind.


Was bedeutet den "ziemlich niedrig"?


Na, die werden wie entsprechende Beamte eingestuft und kriegen den dazugehörigen Beamtensold.

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Beitrag prof_kai Mitglied 21:29:23 26.10.2011   Titel:              Zitieren

µ schrieb:

Stimmt. Ich glaubs nicht.
Die Theoretiker die ich im Studium kennengelernt habe wären für "praktische Projekte" nicht zu gebrauchen.
Wenn die Industrie harte Probleme zu lösen hat, greift sie zu Mathematikern oder Physikern. Ich sehe null Raum für Theoretische Informatiker.


Bin mir nicht sicher, aber waren Raj Reddy oder Edward Feigenbaum
auch nicht Informatiker (als Theoretiker) ?
Warum sollte die Industrie auf Theoretiker verzichten wollen ?

(Verstehe aber gleichzeitig immer noch nicht, in welchem Bereich ein Informatiker
einem Mathematiker überlegen ist :D)
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Beitrag earli Mitglied 21:40:31 26.10.2011   Titel:              Zitieren

prof_kai schrieb:
(Verstehe aber gleichzeitig immer noch nicht, in welchem Bereich ein Informatiker
einem Mathematiker überlegen ist :D)


Ein theoretischer Informatiker und ein Mathematiker machen ziemlich ähnliche Dinge, aber sie kennen sich mit verschiedenen Strukturen aus. Ein Mathematiker weiß halt bescheid über Zahlentheorie, Geometrie, Analysis, ein th. Informatiker hingegen über Berechenbarkeit, Komplexitätsklassen, Korrektheit von Algorithmen usw.

Das ist so, als würdest du fragen: "Ich weiß nicht, wo ein Chemiker einem Physiker überlegen ist."

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Zuletzt bearbeitet von earli am 21:41:12 26.10.2011, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag C++ Forumbot Forumbot 21:59:15 26.10.2011   Titel:              Zitieren

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Beitrag maximAL Mitglied 11:32:01 27.10.2011   Titel:              Zitieren

F98 schrieb:
Was bedeutet den "ziemlich niedrig"?

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Uni-Diplom oder Master steigst du typischerweise mit TVÖD E13 ein, wieviel das ist findest du im Netz ;)
Bashar
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Beitrag Bashar Mitglied 11:40:07 27.10.2011   Titel:              Zitieren

Das ist ja höchstens die Hälfte der Antwort, denn die Formulierung "gerade in Deutschland ziemlich niedrig" setzt die deutschen Gehälter ja direkt ins Verhältnis zu denen, die im Ausland gezahlt werden. Genauer gesagt, zu dem Ausland, in dem die Unis staatsferner sind. Amerika zum Beispiel. Was zahlen die?

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Beitrag phcn.fraggle Mitglied 11:41:02 27.10.2011   Titel:              Zitieren

prof_kai schrieb:
µ schrieb:

Stimmt. Ich glaubs nicht.
Die Theoretiker die ich im Studium kennengelernt habe wären für "praktische Projekte" nicht zu gebrauchen.
Wenn die Industrie harte Probleme zu lösen hat, greift sie zu Mathematikern oder Physikern. Ich sehe null Raum für Theoretische Informatiker.


Bin mir nicht sicher, aber waren Raj Reddy oder Edward Feigenbaum
auch nicht Informatiker (als Theoretiker) ?
Warum sollte die Industrie auf Theoretiker verzichten wollen ?


Ich glaube das µ damit sagen wollte das du bei "praktischen Projekten" Theoretiker nicht sinnvoll ( oder gar nicht ) einsetzen kannst. Wenn dann eher in Forschungsprojekten.

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Beitrag earli Mitglied 16:26:37 28.10.2011   Titel:              Zitieren

Bashar schrieb:
Das ist ja höchstens die Hälfte der Antwort, denn die Formulierung "gerade in Deutschland ziemlich niedrig" setzt die deutschen Gehälter ja direkt ins Verhältnis zu denen, die im Ausland gezahlt werden. Genauer gesagt, zu dem Ausland, in dem die Unis staatsferner sind. Amerika zum Beispiel. Was zahlen die?


Ja, genau das wollte ich sagen. Mit ein bisschen Google fand ich folgendes:

Hessen 82.500 Euro bis Schleswig-Holstein 65.902 Euro.

http://www.sueddeutsche.de/karriere/professorengehalt-einkommensluecke-1.254148


Dagegen von der University of Virginia:

Zitat:
If you're a law professor earning less than $200,000, please stand up!

http://www.thefacultylounge.org/2009/03/university-of-virginia-faculty-salaries-.html


University of Virginia ist vielleicht kein schlechter Vergleich, die Uni wurde von Thomas Jefferson zur Zeit der Aufbruchstimmung der USA gegründet. Es handelt sich nicht um eine Privatuni a la Harvard oder Stanford.

http://en.wikipedia.org/wiki/University_of_Virginia

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Beitrag maximAL Mitglied 16:34:59 28.10.2011   Titel:              Zitieren

earli schrieb:
Hessen 82.500 Euro bis Schleswig-Holstein 65.902 Euro.

OK, Professoren waren gefragt. Hatte ich glatt überlesen. Normale wissenschaftliche Mitarbeiter verdienen vielleicht die Hälfte.
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Beitrag µ Mitglied 21:22:55 28.10.2011   Titel:              Zitieren

phcn.fraggle schrieb:
prof_kai schrieb:
µ schrieb:

Stimmt. Ich glaubs nicht.
Die Theoretiker die ich im Studium kennengelernt habe wären für "praktische Projekte" nicht zu gebrauchen.
Wenn die Industrie harte Probleme zu lösen hat, greift sie zu Mathematikern oder Physikern. Ich sehe null Raum für Theoretische Informatiker.


Bin mir nicht sicher, aber waren Raj Reddy oder Edward Feigenbaum
auch nicht Informatiker (als Theoretiker) ?
Warum sollte die Industrie auf Theoretiker verzichten wollen ?


Ich glaube das µ damit sagen wollte das du bei "praktischen Projekten" Theoretiker nicht sinnvoll ( oder gar nicht ) einsetzen kannst. Wenn dann eher in Forschungsprojekten.


Dies.

Und: Die meisten Informatiker würde ich mal nicht als Theoretiker bezeichnen. Dazu gehört etwas mehr, als mal ein paar Vorlesungen über Komplexität und Berechenbarkeit gehört zu haben.
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Beitrag earli Mitglied 14:45:28 02.12.2011   Titel:              Zitieren

Was aktuelles, was zum Thema passt:

Laut heise sucht der britische Geheimdienst Informatiker per Kryprorätsel.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Britischer-Geheimdienst-sucht-Nachwuchs-per-Kryptoraetsel-1388839.html

Zitat:
Laut dem Telegraph verdient ein Mitarbeiter beim GCHQ 25.000 Pfund jährlich. In der freien Wirtschaft würde man mit diesen Fähigkeiten 80.000 Pfund verdienen.


Das sind 93k Euro im Jahr, beziehungsweise 7760 im Monat. (Nach alten Pfund-Euro-Kursen eigentlich noch mehr.)

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Gregor
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Beitrag Gregor Moderator 16:11:15 02.12.2011   Titel:              Zitieren

Ich weiss nicht mehr, um was es in diesem Thread eigentlich ging, aber ich poste einfach mal das da:

http://graphicsweb.wsj.com/documents/NILF1111/#term=

Es ist ganz interessant, die Tabelle nach dem Median des Einkommens zu ordnen. Dann sieht man, dass Leute mit einem Informatikhintergrund durchaus ganz gut dastehen. Wobei natuerlich die Frage ist, inwiefern derartige Zahlen und Reihenfolgen auf den heimischen Arbeitsmarkt uebertragbar sind.

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Beitrag tarifler Mitglied 20:40:09 12.12.2011   Titel:   welche referenzen für eine Ausbildung in der Informationsbranche            Zitieren

Ich habe gerade erfahren, dass ich eine Umschulung beginnen muss, weil ich aufgrund einer Allergie meinen Beruf als Koch nicht mehr ausüben kann, kennst sich jemand über die Grundqualifikationen aus die man für eine Informatikausbildung mindestens mitbringen muss?
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Beitrag Steffo Mitglied 23:10:24 12.12.2011   Titel:              Zitieren

Grundqualifikationen für eine Informatikausbildung? Interesse!
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