Ich meinte das eher anders herum. Man baut muehsehlig die Natuerlichen Zahlen auf oder "lernt" integrieren. Das wiederholt wohl kaum ein Mathestudent. Auf der Informatikerseite wird man auch auf einem Roboter Algorithmen und Datenstrukturen einsetzen, vielleicht ist binaere Suche dabei oder A*. Vielleicht wird er in Prolog programmiert. Aber sobalt ich eine Abschaetzung in O-Notation mache, bin ich eigentlich bei Komplexitaetstheorie. Wenn ich Echtzeitsysteme programmiere, werde ich wahrscheinlich auch obere Schranken angeben. Natuerlich wird nicht das ganze Grundstudium in einem Roboter Platz haben. Aber im Laufe von 2 Jahren kann schon viel Stoff beruehert werden.
Zitat:
Orakelturingmaschinen oder der Polynomialzeithierarchie
Und wie sieht es endlichen Automaten aus? Wenn ich mit dem Roboter kommunizieren moechte, vielleicht entwerfe ich eine kleine Sprache. Vielleicht steht nicht so viel Bandbreite zur Verfuegung, Kompression? Du kannst gern die 25% nennen, die man nicht mehr braucht. Ich kann dir die benoetigten Teile nennen, von denen ich glaube, sie seien 75% gross.
_________________ If it were not for laughter, there would be no Tao.
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Zuletzt bearbeitet von knivil am 00:17:40 01.12.2011, insgesamt 4-mal bearbeitet
Also du behauptest, nur 25% des Grundstudiums der Informatik wird spaeter gebraucht. Argumentierst dann mit dem Beispiel Masstheorie oder einer Spezialvorlesung aus dem Hauptstudium (fuer Mathe), die wahrscheinlich die Mehrzahl an Informatikstudenten nicht hoeren werden. Und dann weisst du mich zurecht in Bezug auf Kontext.
Die Sache mit der Vorlesung hatte überhaupt nicht den Anspruch ein Argument in unserer Diskussion zu sein, da sie auf Gregors Aussage bezogen war.
knivil schrieb:
Ich beispielsweise hatte in den Grundvorlesungen Mathe fuer Informatiker kein Lebesgue-Maß.
Ich dachte eigentlich, dass das zu einer anständigen Analysis-Vorlesung dazu gehört.
knivil schrieb:
Aber sobalt ich eine Abschaetzung in O-Notation mache, bin ich eigentlich bei Komplexitaetstheorie.
Gut, wenn für Dich die O-Notation gleich Komplexitätstheorie ist, dann ist es wohl kein Wunder, wenn wir aneinander vorbei reden. Natürlich schneidet man im späteren Leben Stoff aus den verschiedensten Bereichen an. Ich rede wohl über die Stoffmenge an sich und Du über die angeschnittenen Themen. Ja, ich wende auch Stoff aus beinahe allen Fächern an, die ich jemals gehört habe. Aber davon benutze ich jeweils immer nur einen Bruchteil. Die Vorkenntnisse helfen mir dabei weiterführende Literatur finden und zu verstehen. Wenn ich jemals Details aus den Grundlagenvorlesungen dafür benötige, dann lese ich mir die wieder an. Es wird niemals jemand verlangen, dass Du ihm die Zeitkomplexität eines bestimmten Algorithmus beweist, daher vergisst man einen Großteil wieder innerhalb weniger Wochen. Du solltest grob wissen, was die Stärken und Schwächen sind, und Probleme abstrahieren können, um auf die Idee zu kommen, dass dieses oder jenes als Lösung passen könnte.
knivil schrieb:
Nein, meine Klausuren sahen anders aus.
In einer Klausur sollte es auch weniger um Details als mehr um das grundlegende Verständnis gehen. Im Endeffekt prüft die Klausur ab, ob die Dinge, die wirklich praxis- und alltagsrelevant sind, auch wirklich mitgenommen wurden. Allerdings gibt es bei den Leuten, die die Klausur stellen, mitunter welche, die das nicht verstanden haben.
Zuletzt bearbeitet von Walli am 11:41:14 01.12.2011, insgesamt 2-mal bearbeitet
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