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C/C++ Forum :: Beruf und Ausbildung ::  Studium Informatik dezimieren Modul     Zeige alle Beiträge auf einer Seite Auf Beitrag antworten
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Hansihintern
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Beitrag Hansihintern Unregistrierter 19:53:48 27.11.2011   Titel:   Studium Informatik dezimieren Modul            Zitieren

hallo allerseits.

ich war paar wochen lang krank gewesen und habe vieles an der uni verpasst. ich habe drei module die ich im ersten semester belegen muss. mathe, theoretische informatik udn eben java-einführung. ich überlege mir nun nur die javaeinführung mitzumachen, sprich nur ein modul zu belegen. mein studenplan ist zwar dann sehr verkürzt...aber sonst kriege ich dat nich hin. seht ihr das als problem an? ich versuche dann eben alles in einem jahr zu wiederholen.
Gregor
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Beitrag Gregor Moderator 20:06:19 27.11.2011   Titel:   Re: Studium Informatik dezimieren Modul            Zitieren

Hansihintern schrieb:
seht ihr das als problem an?

Ja. Mit der Einstellung wirst Du zu den 65% gehören, die das Informatikstudium irgendwann abbrechen.

Wenn man ein Studium anfängt, dann vor allem aus dem Grund, dass man sich für die Thematik interessiert. Da sucht man nicht nach jeder möglichen Ausrede, das Arbeitspensum zu reduzieren. Stattdessen beschäftigt man sich voller Elan mit der Thematik. Auch jenseits des Pflichtprogramms. So eine Krankheit, die einen ein paar Wochen zurückwirft, ist natürlich eine zusätzliche Hürde im Studium. Davon gibt es aber viele. Entweder man überwindet diese Hürden so schnell es geht oder man baut davon immer mehr vor sich auf und sieht dann irgendwann, dass man sie nicht mehr überwinden kann.

Mach halt mal ein paar 60-Stundenwochen und dann bist Du wieder voll dabei.

...IMHO.

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DaRe
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Beitrag DaRe Mitglied 20:32:17 27.11.2011   Titel:              Zitieren

Hi,

Prüfungen zu schieben würd ich gar gar niemandem empfehlen. Ich bin zwar "nur" an ner FH, aber selbst da hüte ich mich davor zu schieben.

Die Studiengänge sind eigentlich so eingeteilt, dass man nicht überlastet oder unterlastet ist. Wenn du jetzt anfängst zu schieben, dann wird das hinten heraus nichts mehr.

Ich bin im 3. Semester und ich merke schon, wie es selbst hier intensiver wird(Trotz bisher aller bestandenen Prüfungen).

Krank ist immer scheiße, aber in der Wirtschaft wirst du da auch hinterherackern müssen. Da wird dir niemand was schenken.

Hast du nicht sowieso in den Modulen auch 3 Prüfungen frei? Ich würd sagen, du schreibst dich da bei allen ein und wenn du Glück hast gibt es bei einer eine recht einfache Aufgabenstellung und du packst die auch noch.
bye
Unregistrierter




Beitrag bye Unregistrierter 20:37:50 27.11.2011   Titel:              Zitieren

Jetzt oder nie!
Falsche Ratschläge
Unregistrierter




Beitrag Falsche Ratschläge Unregistrierter 04:01:13 28.11.2011   Titel:              Zitieren

@Gregor, DaRe und bye

Das Studium ist nicht dazu gedacht, die Scheine kurz und schnell hinzukotzen.
Wenn man Scheine macht, also Fächer/Module belegt, dann sollte man diese auch richtig angehen und dafür auch ausreichend Zeit einplanen damit die Scheine nicht nur einfach hingekotzt sind und man die Scheine in der Tasche hat, sondern das man das Zeugs, was im Modul vermittelt wird, auch kann.
Und Können heißt hier nicht, daß man 2-3 Wochen vor der Klausur alle Altklausuren durcharbeitet und ne schöne Scheinnote zu erhalten, sondern daß man den Stoff des Moduls auch wirklich beherrscht und über den Stoff genug weiß, daß man sich trauen könnte sich selbstständig zu machen und basierend auf den Inhalt der im Studium gelernten Module ein Unternehmen mit entsprechenden Produkten aufbauen kann.

Solche Schnellstudenten die nur nach Scheinen bzw. Klausuren lernen gibt es am Arbeitsmarkt genug, aber die können meist nix und müssen erstmal in das eigentliche Thema eingelernt werden.
Die Profis haben so eine Einlernzeit nicht nötig, denn sie beherrschen die Themaik derart, daß sie keine Hand in Form einer Firma benötigen, die sie führt.
Daher auch das Beispiel mit der Selbstständigkeit.
DaRe
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Beitrag DaRe Mitglied 09:59:08 28.11.2011   Titel:              Zitieren

Bei uns ist Fakt, dass die ECTS genau so verteilt werden, dass ein Semester perfekt ausgelastet ist und in jedem Semester in etwa gleich viel Semesterwochenstunden zum lernen eingeplant sind.

Wer ECTS weiterschiebt, der bekommt Probleme. Und auch jemand der voll und ganz für die Informatik lebt muss sich halt mal an Fächer ranklotzen, die einen nicht interessieren. Was meinst du bleibt mir aus der BWL Vorlesung erhalten... GAR RECHT WENIG.
Die anderen Fächer werden gepaukt, wenn sie einen interessieren, dann behält man dort auch noch was im Kopf. Und das man solange paukt bis man es versteht ist ja wohl auch klar.

Auserdem sind die meisten Themen schon aufeinanderaufbauen, wenn man was aus den ersten Semester nicht versteht, dann würde ich mich mal schlau machen, ob man das ganze Semester wiederholen kann.

Aber einfach weiter würde ich niemandem vorschlagen... wobei bei Wiederholen natürlich auch das finanzielle zu betrachten ist... ich als Bayer müsste hier ja Studiengebühren bezahlen und aufs Studenten-Bafög verzichten.
maximAL
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Beitrag maximAL Mitglied 10:14:47 28.11.2011   Titel:              Zitieren

Ich votiere auch lieber dafür 1-2 Fächer zu verschieben. Ein paar Wochen Ausfall sind eben doch nicht wenig. Und aus äussere Anschauung muss ich sagen, dass es bei den meissten in die Hose geht, wenn der Stoff in noch kürzerer Zeit nachgearbeitet werden soll. Die Überlastung führt dann schnell in einen Teufelskreis: mehr Stress, durch Prüfungen fallen, noch mehr nachholen, noch mehr Stress...
Marc++us
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Beitrag Marc++us Administrator 10:17:03 28.11.2011   Titel:              Zitieren

Falsche Ratschläge schrieb:
Daher auch das Beispiel mit der Selbstständigkeit.


Ich denke mit Deiner Vorgehensweise würdest Du eher pleite gehen, oder als Selbständiger nur in einer Marktnische überleben.

Gerade einem Selbständigen passiert es häufig, daß er am Freitag bei einem Kunden ist, der einen Auftrag hat, der nur zu 60% zum aktuellen Wissensstand passt. Zwar ähnlich, aber man kennt das Framework nicht, hat nur eine ungefähre Idee zu den Tools - muß aber am Montag ein Angebot abgeben, am Mittwoch anfangen. Eine Einarbeitung mit Büchern, Lehrgängen oder Seminaren geht nicht. Also muß man mit bißchen Recherche dazu und einigen Samples in der Lage sein in 2 Tagen eine Kalkulation zu erstellen und abzuschätzen, ob man das Projekt hinbekommt oder nicht.

Solltest Du aber in solchen Entscheidungssituationen auf "vollständige Information" angewiesen sein, wirst Du wenig Spaß haben.

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Viele Grüße
Marc++us
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C++ Forumbot
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Beitrag C++ Forumbot Forumbot 10:19:33 28.11.2011   Titel:              Zitieren

Dieser Thread wurde von Moderator/in Marc++us aus dem Forum Themen rund um den PC in das Forum Beruf und Ausbildung verschoben.

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Walli
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Beitrag Walli Mitglied 11:22:25 28.11.2011   Titel:              Zitieren

Falsche Ratschläge schrieb:
Das Studium ist nicht dazu gedacht, die Scheine kurz und schnell hinzukotzen.

Zumindest das Grundstudium würde ich in seiner Situation "hinkotzen". Den Kram braucht man zu 75% eh nie mehr und den Rest versteht man oft erst richtig, wenn man ihn noch einmal anwenden muss. Wenn man bereits im ersten Semester so anfängt, dann ist das Langzeitstudium bzw. der Abbruch doch vorprogrammiert. Und wenn man etwas auslässt, dann wohl eher die Java-Einführung und keinesfalls Mathe oder theoretische Informatik. Das führt nur dazu, dass man später an den wirklich interessanten Sachen keinen Spaß hat, weil wichtige Grundlagen fehlen.
maximAL
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Beitrag maximAL Mitglied 12:30:48 28.11.2011   Titel:              Zitieren

Walli schrieb:
Wenn man bereits im ersten Semester so anfängt, dann ist das Langzeitstudium bzw. der Abbruch doch vorprogrammiert.

Also Krankheit ist imho was anderes als Faulheit.
DaRe
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Beitrag DaRe Mitglied 12:45:09 28.11.2011   Titel:              Zitieren

Joar, ein richtiger Nerd würde vermutlich noch im Krankenhausbett mit gebrochenen Fingern und Stift im Mund auf dem Notebook rumklimpern und progammieren.

Wenn ein paar Wochen weger Krankheit rausfallen, dann hat man sich ja danach sicherlich gut erholt und ist für neue Höchstleistungen gewappnet. Also reinhauen und weg mit dem noch einfachen Erstsemesterkram;)
Walli
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Beitrag Walli Mitglied 13:49:10 28.11.2011   Titel:              Zitieren

maximAL schrieb:
Walli schrieb:
Wenn man bereits im ersten Semester so anfängt, dann ist das Langzeitstudium bzw. der Abbruch doch vorprogrammiert.

Also Krankheit ist imho was anderes als Faulheit.

Habe ich irgendwo Faulheit unterstellt? Ich weiß nicht, was genau jetzt los war, aber wenn er nicht unbedingt was am Kopf hatte, dann hätte er sich das bisschen Mathe doch z.B. perfekt im Krankenhaus reinziehen können. Naja, shit happens! Aber wenn man wegen ein paar Wochen Ausfall gerne ein Jahr dranhängt, dann will ich niemanden davon abhalten. Es bleibt erfahrungsgemäß nicht bei dem einen Jahr. Der Verzug in den man gerät ist doch die willkommene Ausrede im nächsten Jahr usw.


Zuletzt bearbeitet von Walli am 13:50:34 28.11.2011, insgesamt 1-mal bearbeitet
maximAL
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Beitrag maximAL Mitglied 15:06:29 28.11.2011   Titel:              Zitieren

Walli schrieb:
Aber wenn man wegen ein paar Wochen Ausfall gerne ein Jahr dranhängt, dann will ich niemanden davon abhalten.

In Regelstudienzeit wird doch sowieso praktisch keiner fertig. Das halte ich auch nicht für übermäßig relevant.

Worauf ich hinauswill ist einfach folgendes: es ist fragwürdig, das jetzt alles noch schnell auf biegen und brechen nachholen zu wollen, vorallem da am Anfang des Studiums eh am stärksten gesiebt wird. Am Ende werden 1-2 Prüfungen in den Sand gesetzt, dann war der Stress umsonst und man hat im nächsten Semester wieder die gleiche Mehrbelastung, wahrscheinlich mit dem selben Ergebnis.
Das ist genau das, was ich im Studium bei vielen "schwächeren" Studenten beobachtet habe. Anstatt einen Gang zurückzuschalten, wenn das Pensum nicht zu schaffen ist, wird versucht trotzdem alles durchzuziehen, was dann zum erwähnten Teufelskreis führt. Das bringt jede Menge unnötigen Stress und am Ende waren die trotzdem nicht schneller fertig, weil sie ewig ihren Wiederholungsprüfungen hinterherlaufen mussten.
DaRe
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Beitrag DaRe Mitglied 16:25:44 28.11.2011   Titel:              Zitieren

Das ist aber kein Ansatz der es auf Dauer bringt.

Wenn Leistung in diesem Maße erwartet wird, dann sollte man seine Bemühungen entsprechend anpassen. Andernfalls wird so ein Verhalten im Endeffekt zu mehr Arbeit führen.

Der Ansatz klappt vllt. noch im Studium, wenn dann erstmal in ner Firma gearbeitet wird, dann läuft das da sicher nicht so einfach auf "schieben" raus.

Lass den Schlendrian nicht einschleichen.
Walli
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Beitrag Walli Mitglied 16:40:32 28.11.2011   Titel:              Zitieren

maximAL schrieb:
In Regelstudienzeit wird doch sowieso praktisch keiner fertig.

Definiere 'praktisch keiner'.

maximAL schrieb:
Worauf ich hinauswill ist einfach folgendes: es ist fragwürdig, das jetzt alles noch schnell auf biegen und brechen nachholen zu wollen, vorallem da am Anfang des Studiums eh am stärksten gesiebt wird. Am Ende werden 1-2 Prüfungen in den Sand gesetzt, dann war der Stress umsonst und man hat im nächsten Semester wieder die gleiche Mehrbelastung, wahrscheinlich mit dem selben Ergebnis.

Die Mehrbelastung ist dann schon alleine deswegen geringer, weil man sich gezwungenermaßen im Vorsemester schon einmal mit dem Stoff näher auseinander gesetzt hat.

maximAL schrieb:
Das ist genau das, was ich im Studium bei vielen "schwächeren" Studenten beobachtet habe. Anstatt einen Gang zurückzuschalten, wenn das Pensum nicht zu schaffen ist, wird versucht trotzdem alles durchzuziehen, was dann zum erwähnten Teufelskreis führt. Das bringt jede Menge unnötigen Stress und am Ende waren die trotzdem nicht schneller fertig, weil sie ewig ihren Wiederholungsprüfungen hinterherlaufen mussten.

Schwächere Studenten haben es per Definition schwerer. Ich sehe aber keinen Gewinn darin, alles auf die lange Bank zu schieben. Es kann zwischendurch mal zu Problemen kommen, aber dann muss man die lösen und nicht wegschieben. Gerade in Disziplinen, die zu problemlösendem Denken erziehen sollen, halte ich es für Unfug sich nicht zu stressen und mal zu schauen, ob es vielleicht irgendwann mal dazwischen passt. Den optimalen Zeitpunkt um etwas zu wiederholen, gibt es im Studium quasi nicht.
maximAL
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Beitrag maximAL Mitglied 17:21:08 28.11.2011   Titel:              Zitieren

DaRe schrieb:
Der Ansatz klappt vllt. noch im Studium, wenn dann erstmal in ner Firma gearbeitet wird, dann läuft das da sicher nicht so einfach auf "schieben" raus.

Aha. Wenn du also bei der Arbeit für ein paar Wochen ausfällst, arbeitest du die Zeit wieder raus? Na das will ich sehen.

Walli schrieb:
Definiere 'praktisch keiner'.

Bei uns wars vielleicht einer von reichlich 20. Nicht weil alle so blöd oder faul waren, sondern weil sich das Studium am Ende sowieso entzerrt. Da belegt man lieber noch ein paar Fächer extra, arbeitet als Studentische Hilfskraft oder macht ein Vorpraktikum für die DA. Das bringt mehr - auch bei späteren Bewerbungen - als mit Scheuklappen der Regelstudienzeit hinterherzulaufen. Interessiert sowieso keinen.
Walli
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Beitrag Walli Mitglied 21:50:48 28.11.2011   Titel:              Zitieren

maximAL schrieb:
Walli schrieb:
Definiere 'praktisch keiner'.

Bei uns wars vielleicht einer von reichlich 20. Nicht weil alle so blöd oder faul waren, sondern weil sich das Studium am Ende sowieso entzerrt. Da belegt man lieber noch ein paar Fächer extra, arbeitet als Studentische Hilfskraft oder macht ein Vorpraktikum für die DA. Das bringt mehr - auch bei späteren Bewerbungen - als mit Scheuklappen der Regelstudienzeit hinterherzulaufen.

Also ich kenne persönlich etwa 10 Leute, die mit +/- 1 Semester in der Regelzeit geblieben sind. Und von denen ist niemand mit Scheuklappen rumgelaufen. Im Gegenteil waren es eher die, die sich frühzeitig für HiWi-Stellen interessierten oder zusätzliche Fächer belegten. So etwas macht man nicht aus Langeweile, oder um das Studium künstlich zu verlängern, sondern weil man nicht ausreichend ausgelastet und hungrig nach mehr ist. Die Leute schauen doch bei Bewerbungen nicht nur auf die Note, sondern auch auf die Uni und die Studienzeit. Verzögerungen von mehr als ein/zwei Semestern sind bei Auslandsaufenthalten, Praktika oder besonderen Umständen kein Problem. Aber wenn es ohne gute Ausrede deutlich mehr wird, dann reißen es ein paar zusätzliche Vorlesungen oder Hiwi-Tätigkeiten auch nicht mehr raus. Irgendwann muss man sich die Frage gefallen lassen, warum man nicht einfach mal fertig gemacht und den Rest auf später verschoben hat. Ich kenne zwei Leute, die seit 2 Jahren nur noch die Abschlussarbeit machen müssen und auch nach eigener Aussage momentan keine großartige Lust darauf haben. Da frage ich mich nur, ob es nicht cleverer wäre die zusätzlichen Aktivitäten hinten anzustellen. Und ich weiß auch in dem hier aufgeführten Fall nicht wo das Problem sein soll, wenn der OP einfach mal ein paar Wochen lang beißt und sein Bestes gibt. Wenn er dann nicht den Eindruck hat, dass es gereicht hat, so hat er es wenigstens versucht. Wer direkt aufgibt macht es sich IMHO ziemlich einfach.
Informatikker
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Beitrag Informatikker Mitglied 22:13:59 28.11.2011   Titel:              Zitieren

maximAL schrieb:
Walli schrieb:
Wenn man bereits im ersten Semester so anfängt, dann ist das Langzeitstudium bzw. der Abbruch doch vorprogrammiert.

Also Krankheit ist imho was anderes als Faulheit.

Das Problem ist doch ganz einfach: man studiert mehrere Jahre, ergo wird jeder irgendwann einmal über eine längere Zeit krank sein und entsprechend Nacharbeiten müssen. Dass es direkt zu Studienbeginn passiert ist natürlich ungeschickt, aber das kann man nun nicht ändern.

Mit solchen äußeren Umständen zurecht zu kommen gehört einfach mit dazu. Von drei Modulen auf eins und dann noch das leichteste abzuspecken ist allerdings keine gute Strategie. Die beiden anderen sind zu Studienbeginn extrem wichtig und du wirst nicht mehr mitkommen, wenn du diese jetzt schiebst. Investiere deine Zeit in Nacharbeiten, besonders über Weihnachten hast du ja Zeit in der kein neuer Stoff dazu kommt. Daher solltest du es schaffen bis die Vorlesungen im neuen Jahr losgehen alles aufgeholt zu haben.

Klar du hast dann nicht über Weihnachten frei, aber das passiert jedem mal.
otze
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Beitrag otze Mitglied 00:19:00 29.11.2011   Titel:   Re: Studium Informatik dezimieren Modul            Zitieren

Mit der Einstellungen wirst du das Studium nicht packen. Klotz jetzt ordentlich rein. Wenn du eine Woche vor der Klausur merkst, dass das nichts wird, kannst du immer noch aufgeben. Aber jetzt?

Wenn ich das so lese... 3 Module im ersten Semester, dann ist da noch ordentlich Luft für Mehrarbeit. Besorg dir eine ordentliche Mitschrift und arbeite die erstmal durch. Innerhalb einer Woche solltest du wieder auf einem stand sein, dass du die Begriffe der Vorlesungen verstehst. Für die Arbeitsblätter solltest du dich aber einer Lerngruppe anschließen (ist generell ein Pro-Tipp fürs Studium!).

Wenn du das Gefühl haben solltest, dass es wirklich gar nicht geht (das bezweifle ich aber), dann lass lieber Java sausen. Da skann man sich nebenher beibringen, da muss man nicht einmal unbedingt in der Vorlesung sitzen. Dann schreibste einfach im nächsten Semester die Nachschreibklausur mit.

Widerstehe der Versuchung zu schieben! Es ist der Anfang vom Ende.

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Beitrag knivil Mitglied 00:51:00 29.11.2011   Titel:              Zitieren

Zitat:
Den Kram braucht man zu 75% eh nie mehr und den Rest versteht man oft erst richtig, wenn man ihn noch einmal anwenden muss.
Als Web-Designer vielleicht nicht.

Ansonsten: 3 Wochen, na und? Einfach Ranklotzen!

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DaRe
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Beitrag DaRe Mitglied 09:44:03 29.11.2011   Titel:              Zitieren

maximAL schrieb:
DaRe schrieb:
Der Ansatz klappt vllt. noch im Studium, wenn dann erstmal in ner Firma gearbeitet wird, dann läuft das da sicher nicht so einfach auf "schieben" raus.

Aha. Wenn du also bei der Arbeit für ein paar Wochen ausfällst, arbeitest du die Zeit wieder raus? Na das will ich sehen.


Wenn ich dem Betrieb ein paar Wochen fehle, dann muss ich das ja wohl oder übel iwie ausgleichen. Gilt natürlich nur wenn ich sonst moderate Arbeitszeiten hätte und die Mehrbelastung nicht erneut krank machen würde.
Generell bin ich aber der Krankgewesene und dafür kann weder der Kunde noch der Chef was, warum sollte ich da also jemanden hängen lassen.
Walli
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Beitrag Walli Mitglied 09:57:40 29.11.2011   Titel:              Zitieren

knivil schrieb:
Zitat:
Den Kram braucht man zu 75% eh nie mehr und den Rest versteht man oft erst richtig, wenn man ihn noch einmal anwenden muss.
Als Web-Designer vielleicht nicht.

Was machst Du denn so, dass Du wirklich alles noch brauchst? Es ist doch meistens so, dass man nur einen Bruchteil braucht, jedoch vorher nicht wissen kann welchen, und daher empfiehlt es sich alles mal gesehen zu haben. Auf nichts anderes bereitet das Studium vor. Es gibt da Stoff, der einen ständig begleitet, und den hat man einfach drauf zu haben. In den Rest muss man sich dann, wenn man ihn noch mal benötigt, eh wieder einlesen und versteht es oft dann erst richtig. Die 25/75-Aufteilung ist natürlich recht willkürlich. Der Webdesigner braucht vielleicht weniger, der Grundlagenforscher mehr. Aber dass jemand sein komplettes Studienpensum jeden Tag abrufbar haben muss, ist wohl eher die Ausnahme.


Zuletzt bearbeitet von Walli am 10:10:07 29.11.2011, insgesamt 1-mal bearbeitet
volkard
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Beitrag volkard Moderator 13:21:09 29.11.2011   Titel:              Zitieren

maximAL schrieb:
Also Krankheit ist imho was anderes als Faulheit.

Für den Arbeitgeber ist beides nicht ok. Warum in Studium unterscheiden?

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volkard
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Beitrag volkard Moderator 13:34:25 29.11.2011   Titel:              Zitieren

maximAL schrieb:
vorallem da am Anfang des Studiums eh am stärksten gesiebt wird.

Oh, ich erinnere mich noch an den Kindergarten. Das war die schwerste Zeit überhaupt, stundenlang ohne Mama. Und der Sören hat meine Bauklötzchenbug zerstört, und Sören hat immer getreten. Und dann die Grundschule, das war die schwerste Zeit überhabt. Dach die Schule erstmal. Au, war das schwer. Das Abi war geradezu unmenschlich. Und das Grundstudium war die schwerste Zeit überhaupt.
Im Hauptstudium wird's dann ganz einfach. Die Noten gehen spürbar ins Diplom ein, statt umständlich weniger als 1% wert zu sein, im Plan als zweistündig angeschlagene Praktika kosten 20 Stunden pro Woche, jeder Prof hält sein Fach für das Wichtigste, der Stoff wird endlich anspruchsvoll und nicht mehr so langweilig. Das wird schön. Und nachher das Berufsleben wird der reine Urlaub im Vergleich zum Grundstudium. Dann kaufe ich mir einen Porsche, muß nur 8h/Tag arbeiten und habe 8h/Tag Feierabend und unendlich viel Spaß. Und keinen Leistungsdruck mehr, keine Prüfungen, nie mehr Lernen.

maximAL schrieb:
und man hat im nächsten Semester wieder die gleiche Mehrbelastung, wahrscheinlich mit dem selben Ergebnis.

Genau. Man muß unbedingt Mehrbelastungen vermeiden. Sonst geht man kaputt.

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Zuletzt bearbeitet von volkard am 13:42:26 29.11.2011, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Beitrag maximAL Mitglied 14:34:54 29.11.2011   Titel:              Zitieren

Und schon sind wir wieder hier.
Viel Spass.
DaRe
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Beitrag DaRe Mitglied 14:45:44 29.11.2011   Titel:              Zitieren

maximAL schrieb:
Und schon sind wir wieder hier.
Viel Spass.


Also ich muss zugeben volkards Beitrag ging mir schmunzelnd flüssig über die Lippen ;) Hätte auch wirklich gehässiger geschrieben worden können.

Es wird einem nichts geschenkt, das Studium wird wirklich schwerer und was man heute kann besorgen, das verschiebe man nicht auf morgen.

Die Mehrheit hier rät vom schieben ab. Wie der Threadersteller sich nun entscheided bleibt im überlassen. Jedenfalls sei er hiermit vorgewarnt.
Walli
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Beitrag Walli Mitglied 16:02:57 29.11.2011   Titel:              Zitieren

maximAL schrieb:
Und schon sind wir wieder hier.

So unfreundlich fand ich das jetzt nicht, da es eher witzig gemeint war. Im Endeffekt kann man das doch so zusammenfassen, dass man sich immer in der Situation befinden wird mit Problemen fertig zu werden und sich zu behaupten. Wer hat nach dem Abi nicht gedacht, dass er es endlich alles hinter sich gebracht hat? Schwups war das Studium da. Kaum war das gemeistert und der Stress vergessen, stand schon die nächste Etappe an usw. Das geht noch bis zur Rente so. Wahrscheinlich schätze ich das aber auch jetzt in meinem augenblicklichen Leichtsinn falsch ein, und ab der Rente wird's erst so richtig stressig, weil über die Jahre so viel liegen geblieben ist.
knivil
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Beitrag knivil Mitglied 19:56:03 29.11.2011   Titel:              Zitieren

Walli schrieb:
Aber dass jemand sein komplettes Studienpensum jeden Tag abrufbar haben muss, ist wohl eher die Ausnahme.
Moment, dass war nicht deine Aussage. Du behauptest, man braucht nur 25% oder weniger von seinem Grundstudium im Beruf. Ich sehe das anders.

Beispiel: Shader sind in ueberall wiederzufinden. Wie realisiere ich http://www.youtube.com/watch?v=Mi-mNGz0YMk . Das benoetigte Knowhow reicht bis tief ins Grundstudium. Nun ist das eine Technologiedemo, doch sowas moechte man gern in der medizinischen Datenverarbeitung benutzen.

Beispiel: Embedded Real-Time-System, RISC-Architekur, 50 Register, 3 Befehle gleichzeitig verarbeiten. Wie schreibt man Suchen und Sortieren fuer solch eine Plattform, um das maximale an Geschwindigkeit herauszuholen. Nein, die Optimierungsmoeglichkeiten des mitgelieferten Compilers sind beschraenkt.

Beispiel: Serielle Komminikation: Gesucht ist ein Protokoll, dass Ein-Bit-Fehler korrigiert, Zwei-Bit-Fehler erkennt und nie zwei gleiche "Dateneinheiten" nacheinander sendet.

Ich weiss ja nicht, was deine Herausforderungen sind, aber mit weniger als 75% komme ich wahrscheinlich nicht aus. Hmm, ich habe auch Java gelernt. Aber das sind wohl die 25% die ich nicht mehr benoetige.

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Beitrag Walli Mitglied 20:27:26 29.11.2011   Titel:              Zitieren

knivil schrieb:
Du behauptest, man braucht nur 25% oder weniger von seinem Grundstudium im Beruf. Ich sehe das anders.

Kannst Du gerne so sehen. Um mir ein paar mathematische Resultate oder Algorithmen rauszusuchen und zu kombinieren muss man noch lange nicht mehr auswendig wissen, warum diese funktionieren oder beweisen können, dass sie diese und jene Eigenschaft haben. Grundlagen helfen sicher, aber ich muss nicht mehr die Details wissen, die damals in den Grundstudiums-Prüfungen so verlangt wurden. Und genau diese Details haben einen Großteil unseres Studiums ausgemacht. Übrig bleibt dann 4 Wochen nach der Klausur eigentlich nur Katalogwissen nach dem Motto "ich nehme lieber Algo X statt Y weil O(n) statt O(n^2), und wenn ich wissen muss wieso, dann steht es in Buch XYZ", was auch völlig ausreichend ist. Wenn ich derartige Sachen weiterentwickeln will, dann muss ich halt zwangsläufig wieder tiefer einsteigen, was kein Problem ist, aber sicher nicht bei einem Großteil des Stoffes nötig sein wird. Haben wir unterschiedliche Vorstellungen davon, was man unter "brauchen" versteht, oder wo war jetzt noch mal der Punkt, warum man eine Klausur lieber zwecks besserer Vorbereitung schieben sollte, statt sie einfach hinter sich zu bringen?


Zuletzt bearbeitet von Walli am 20:31:00 29.11.2011, insgesamt 1-mal bearbeitet
volkard
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Beitrag volkard Moderator 20:30:04 29.11.2011   Titel:              Zitieren

Walli schrieb:
Übrig bleibt dann 4 Wochen nach der Klausur eigentlich nur Katalogwissen nach dem Motto "ich nehme lieber Algo X statt Y weil O(n) statt O(n^2),

Dann hattest Du es vorher auch nicht richtig kapiert. Dieser Lernstil ist zwar sehr verbreitet, aber ich halte wenig davon.

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Zuletzt bearbeitet von volkard am 20:32:10 29.11.2011, insgesamt 1-mal bearbeitet
Walli
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Beitrag Walli Mitglied 20:36:08 29.11.2011   Titel:              Zitieren

Bei Fächern die mich wirklich interessieren lerne ich deutlich mehr als nötig, bei dem Rest gerade so viel wie nötig. Und das Grundstudium besteht zu 75% nunmal aus Sachen, die nicht sonderlich interessant sind. Die Sachen bei Bedarf schnell wieder anzulesen erscheint mir da sinnvoller als 20 Semester zu studieren, alles ins Langzeitgedächtnis zu prügeln, und dann zu alt für den Arbeitsmarkt sein :o) .


Zuletzt bearbeitet von Walli am 20:38:17 29.11.2011, insgesamt 2-mal bearbeitet
Gregor
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Beitrag Gregor Moderator 21:46:13 29.11.2011   Titel:              Zitieren

Walli schrieb:
"ich nehme lieber Algo X statt Y weil O(n) statt O(n^2), und wenn ich wissen muss wieso, dann steht es in Buch XYZ"

Die Anschaffung von Büchern ist nicht unbedingt bei allen Studenten verbreitet. Es gibt viele, die nach dem Studium kaum noch Unterlagen haben.

Ich persönlich denke, dass man nicht alles auf ewig im Gedächtnis haben kann. Wenn man sich längere Zeit mit einer Thematik nicht beschäftigt, dann hat man das entsprechende Wissen nicht mehr in allen Details im Gedächtnis. Deshalb sollte man sich über die Zeit auch Quellen zulegen, mit denen man arbeiten kann, die einem helfen, das Wissen wieder herzustellen.

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Walli
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Beitrag Walli Mitglied 22:20:03 29.11.2011   Titel:              Zitieren

Gregor schrieb:
Walli schrieb:
"ich nehme lieber Algo X statt Y weil O(n) statt O(n^2), und wenn ich wissen muss wieso, dann steht es in Buch XYZ"

Die Anschaffung von Büchern ist nicht unbedingt bei allen Studenten verbreitet. Es gibt viele, die nach dem Studium kaum noch Unterlagen haben.

Das ist dann natürlich blöd. Bei uns gab es eigentlich zu den Grundstudiums-Sachen immer Skripte oder empfohlene Literatur, die dann in der Vorlesung durchgeackert wurde. Ich habe mir meistens dann alles irgendwie angeschafft oder kopiert, wenn ich den Eindruck hatte, dass ich noch mal reinschauen würde. Manches davon ist ziemlich abgegriffen, aber vieles eher nicht, weil es oft reicht mal kurz nach den nötigen Infos zu googlen.

Gregor schrieb:
Ich persönlich denke, dass man nicht alles auf ewig im Gedächtnis haben kann. Wenn man sich längere Zeit mit einer Thematik nicht beschäftigt, dann hat man das entsprechende Wissen nicht mehr in allen Details im Gedächtnis. Deshalb sollte man sich über die Zeit auch Quellen zulegen, mit denen man arbeiten kann, die einem helfen, das Wissen wieder herzustellen.

Richtig! Ein Beispiel aus meiner Laufbahn wäre eine Vorlesung über schnelle iterative Löser für dünnbesetzte lineare Gleichungssysteme. Die Beweise hat man irgendwann mal alle verstanden, aber nach einer gewissen Zeit ist nur noch übrig geblieben, was für Löser man auf welche Systeme anwenden kann, und wie die im Bezug auf Speicherverbrauch und Konvergenz so performen. Aber ich muss die Dinger weder aus dem Kopf einprogrammieren können, noch irgendwelche Beweise führen. Wenn eins von beiden nötig ist, dann weiß ich, wo ich es finde. Dazu kommt, dass vieles an Grundlagenwissen auch irgendwann 'obsolet' wird, wenn man ein höheres Level erreicht hat. Es ist toll, wenn man das alles für die Klausur kann, aber Leistung ist nunmal Arbeit/Zeit. Bevor man ein Jahr dranhängt kann man auch mal lieber ein paar Details nicht lernen und die Klausur trotzdem gut bestehen. Das, was man wirklich braucht, das brennt sich auch irgendwann auf ewig ein.


Zuletzt bearbeitet von Walli am 22:25:19 29.11.2011, insgesamt 3-mal bearbeitet
GPC
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Beitrag GPC Moderator 22:57:42 29.11.2011   Titel:              Zitieren

Walli schrieb:
Es ist toll, wenn man das alles für die Klausur kann, aber Leistung ist nunmal Arbeit/Zeit. Bevor man ein Jahr dranhängt kann man auch mal lieber ein paar Details nicht lernen und die Klausur trotzdem gut bestehen. Das, was man wirklich braucht, das brennt sich auch irgendwann auf ewig ein.

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Ich stimme übrigens auch zu, dass man bzgl. der Prüfungen lieber etwas Gas geben sollte und schauen sollte, was noch geht, anstatt gleich anfangen zu schieben :)
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Beitrag knivil Mitglied 23:08:11 29.11.2011   Titel:              Zitieren

Ich glaube ich habe eine andere Vorstellung von "brauchen" und "Details".
Zitat:
Ein Beispiel aus meiner Laufbahn wäre eine Vorlesung über schnelle iterative Löser für dünnbesetzte lineare Gleichungssysteme.
Das war im Grundstudium?
Zitat:
Ein Beispiel aus meiner Laufbahn wäre eine Vorlesung über schnelle iterative Löser für dünnbesetzte lineare Gleichungssysteme.
Teile und Herrsche sowie Suchen und Sortieren in der Informatik ist nie "obsolet". Und sofern ich besondere Einschraenkungen der Plattform/Architektur habe, muss ich sie selbst implementieren.
Zitat:
Das, was man wirklich braucht, das brennt sich auch irgendwann auf ewig ein.
Haha! Aus Erfahrung kann ich sagen: Das was ich in 5 Jahren brauche, kann ich heute noch nicht. Was mir hilft, mich schnell auf die jeweiligen Anforderungen einzustellen, sind weitreichende Grundlagenkenntnisse. Denn die bleiben gleich, das drum herum aendert sich.

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Zuletzt bearbeitet von knivil am 23:23:47 29.11.2011, insgesamt 5-mal bearbeitet
Walli
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Beitrag Walli Mitglied 10:46:01 30.11.2011   Titel:              Zitieren

knivil schrieb:
Das war im Grundstudium?

5. Semester, wobei mein Hauptstudium im Gegensatz zum Grundstudium nur noch das nötigste an Informatik enthielt. Aber wenn ich mir schon die Mühe mache Gregors Beitrag zu zitieren, dann lies das doch bitte auch im Kontext. Da ging es nicht mehr exklusiv ums Grundstudium.

knivil schrieb:
Teile und Herrsche sowie Suchen und Sortieren in der Informatik ist nie "obsolet".

So etwas vergisst man wohl auch hoffentlich nicht ernsthaft als Informatiker. Ich mache eine Aussage über eine Teilmenge und Du suchst Dir Gegenbeispiele aus der ganzen Menge heraus, bei denen die ausgerechnet nicht stimmt. Ein guter Einwand wäre z.B. gewesen mich mal das saloppe "viele" spezifizieren zu lassen oder darauf hinzuweisen dass die 75% komplett aus der Luft gegriffen sind. Gut, einfaches Beispiel: Falls ihr das gemacht habt, wozu sollte man als Informatiker gleich noch täglich wissen, wie das Lebesgue-Maß formal konstruiert wird? Da reicht eine grobe Idee, aber die genaue Definition muss nachher kein Schwein mehr hinschreiben können. Das meine ich mit "obsolet" in Anführungsstrichen. Natürlich ist so etwas nicht unwichtig, aber es ist Basiswissen, was man im Alltag nur noch selten zu Gesicht bekommt und daher irgendwann zwangsläufig vergisst. Und Du kommst mir hier mit "teile und herrsche". Nachtrag: Worüber ich rede ist, dass man bei vielen Sachen für die Klausur die genaue Definition kennen sollte, falls mal ein Witzbold auf die Idee kommt das einen hinschreiben zu lassen. Nachher muss man das nie mehr, falls man nicht unbedingt ein Lehrbuch schreibt. Also reicht die grobe Idee und das Wissen, dass man die Details, falls man sie braucht, irgendwo leicht wieder finden kann.

knivil schrieb:
Haha! Aus Erfahrung kann ich sagen: Das was ich in 5 Jahren brauche, kann ich heute noch nicht.

"Brauchen" habe ich hier mal so frei wie ich bin im Sinne von "anwenden", nicht von "benötigen" verwendet. Kontext und so!


Zuletzt bearbeitet von Walli am 11:16:26 30.11.2011, insgesamt 7-mal bearbeitet
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Beitrag knivil Mitglied 23:46:10 30.11.2011   Titel:              Zitieren

Also du behauptest, nur 25% des Grundstudiums der Informatik wird spaeter gebraucht. Argumentierst dann mit dem Beispiel Masstheorie oder einer Spezialvorlesung aus dem Hauptstudium (fuer Mathe), die wahrscheinlich die Mehrzahl an Informatikstudenten nicht hoeren werden. Und dann weisst du mich zurecht in Bezug auf Kontext. :confused:

Ich beispielsweise hatte in den Grundvorlesungen Mathe fuer Informatiker kein Lebesgue-Maß.

PS: Das Basiswissen eines Informatikers unterscheidet sich stark von dem eines Mathematikers.
Zitat:
für die Klausur die genaue Definition kennen sollte
Nein, meine Klausuren sahen anders aus. Beispiel: Ist Sprache XY kontextfrei? Sprache XY wurde dann "formal" in Worten kurz beschrieben.

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Zuletzt bearbeitet von knivil am 00:00:22 01.12.2011, insgesamt 6-mal bearbeitet
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Beitrag DaRe Mitglied 23:54:06 30.11.2011   Titel:              Zitieren

Ist doch jetzt och egal, die meisten hier raten vom "schieben" ab ;)

Was wer, wie, wann und wo noch können wird und will, bleibt jedem selbst überlassen.
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Beitrag Gregor Moderator 23:55:43 30.11.2011   Titel:              Zitieren

knivil schrieb:

PS: Das Mathematikstudium unterscheidet sich stark vom Informatikstudium.

Ja, in der Tat. Mathematik ist eins der Gebiete, in denen es viele Querbezüge gibt und in denen stark auf vorherigem Stoff aufgebaut wird. Das ist in der Informatik abhängig vom Schwerpunkt weniger stark ausgeprägt. Dort kommt es häufiger vor, dass Teilbereiche nur in einem losen Verbund mit anderen Bereichen stehen. Wenn man Robotik betreibt, muss man zum Beispiel nicht sooo viel über Komplexitätstheorie wissen. Man braucht von diesem Gebiet dann maximal ein paar zentrale Aussagen, die man halbwegs im Hinterkopf haben sollte. Aber Du musst nicht wissen, was es eigentlich genau mit Orakelturingmaschinen oder der Polynomialzeithierarchie auf sich hat.

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knivil
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Beitrag knivil Mitglied 00:08:54 01.12.2011   Titel:              Zitieren

Ich meinte das eher anders herum. Man baut muehsehlig die Natuerlichen Zahlen auf oder "lernt" integrieren. Das wiederholt wohl kaum ein Mathestudent. Auf der Informatikerseite wird man auch auf einem Roboter Algorithmen und Datenstrukturen einsetzen, vielleicht ist binaere Suche dabei oder A*. Vielleicht wird er in Prolog programmiert. Aber sobalt ich eine Abschaetzung in O-Notation mache, bin ich eigentlich bei Komplexitaetstheorie. Wenn ich Echtzeitsysteme programmiere, werde ich wahrscheinlich auch obere Schranken angeben. Natuerlich wird nicht das ganze Grundstudium in einem Roboter Platz haben. Aber im Laufe von 2 Jahren kann schon viel Stoff beruehert werden.
Zitat:
Orakelturingmaschinen oder der Polynomialzeithierarchie
Und wie sieht es endlichen Automaten aus? Wenn ich mit dem Roboter kommunizieren moechte, vielleicht entwerfe ich eine kleine Sprache. Vielleicht steht nicht so viel Bandbreite zur Verfuegung, Kompression? Du kannst gern die 25% nennen, die man nicht mehr braucht. Ich kann dir die benoetigten Teile nennen, von denen ich glaube, sie seien 75% gross.

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Zuletzt bearbeitet von knivil am 00:17:40 01.12.2011, insgesamt 4-mal bearbeitet
Walli
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Beitrag Walli Mitglied 11:39:33 01.12.2011   Titel:              Zitieren

knivil schrieb:
Also du behauptest, nur 25% des Grundstudiums der Informatik wird spaeter gebraucht. Argumentierst dann mit dem Beispiel Masstheorie oder einer Spezialvorlesung aus dem Hauptstudium (fuer Mathe), die wahrscheinlich die Mehrzahl an Informatikstudenten nicht hoeren werden. Und dann weisst du mich zurecht in Bezug auf Kontext. :confused:

Die Sache mit der Vorlesung hatte überhaupt nicht den Anspruch ein Argument in unserer Diskussion zu sein, da sie auf Gregors Aussage bezogen war.

knivil schrieb:
Ich beispielsweise hatte in den Grundvorlesungen Mathe fuer Informatiker kein Lebesgue-Maß.

Ich dachte eigentlich, dass das zu einer anständigen Analysis-Vorlesung dazu gehört.

knivil schrieb:
Aber sobalt ich eine Abschaetzung in O-Notation mache, bin ich eigentlich bei Komplexitaetstheorie.

Gut, wenn für Dich die O-Notation gleich Komplexitätstheorie ist, dann ist es wohl kein Wunder, wenn wir aneinander vorbei reden. Natürlich schneidet man im späteren Leben Stoff aus den verschiedensten Bereichen an. Ich rede wohl über die Stoffmenge an sich und Du über die angeschnittenen Themen. Ja, ich wende auch Stoff aus beinahe allen Fächern an, die ich jemals gehört habe. Aber davon benutze ich jeweils immer nur einen Bruchteil. Die Vorkenntnisse helfen mir dabei weiterführende Literatur finden und zu verstehen. Wenn ich jemals Details aus den Grundlagenvorlesungen dafür benötige, dann lese ich mir die wieder an. Es wird niemals jemand verlangen, dass Du ihm die Zeitkomplexität eines bestimmten Algorithmus beweist, daher vergisst man einen Großteil wieder innerhalb weniger Wochen. Du solltest grob wissen, was die Stärken und Schwächen sind, und Probleme abstrahieren können, um auf die Idee zu kommen, dass dieses oder jenes als Lösung passen könnte.

knivil schrieb:
Nein, meine Klausuren sahen anders aus.

In einer Klausur sollte es auch weniger um Details als mehr um das grundlegende Verständnis gehen. Im Endeffekt prüft die Klausur ab, ob die Dinge, die wirklich praxis- und alltagsrelevant sind, auch wirklich mitgenommen wurden. Allerdings gibt es bei den Leuten, die die Klausur stellen, mitunter welche, die das nicht verstanden haben.


Zuletzt bearbeitet von Walli am 11:41:14 01.12.2011, insgesamt 2-mal bearbeitet
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