1. Frühest möglicher Eintrittstermin:
Ich werd Mitte Februar mit dem Studium fertig (voraussichtlich), frühest möglicher Eintrittstermin wäre also Anfang März damit ein bisschen Puffer vorhanden ist.
Nun bin ich aber die erste April Woche im Ausland auf Urlaub (wurde zu einer Zeit gebucht als ich an den Terminkonflikt noch garnicht gedacht habe).
Soll ich in die Bewerbung das gleich reinschreiben dass ich 1 Aprilwoche weg bin, grundsätzlich aber Anfang März beginnen kann, oder soll ich gleich schon schreiben dass ich erst Mitte April beginnen kann weil es sonst zu kompliziert wird? Kommt ja glaub ich nicht so gut gleich mal am Anfang sich eine Woche zu vertschüssen?
2. Frage nach dem Gehalt:
Es heißt ja immer, man soll die Gehälter der letzten Jobs als Verhandlungsbasis hernehmen. Problem dabei: Das geforderte Gehalt wäre glaube ich etwas zu hoch für ein Bachelor Startgehalt!
Hab auf der Uni pro Monat 1500 Netto verdient (keine Ahnung wie Brutto dazu ausschaut weil ich nicht weiß wie ich dort überhaupt eingestellt war), und andererseits habe ich bei meinem Nebenjob 20€ Brutto die Stunde verdient.
Da freier Dienstvertrag, habe ich versucht das umzurechnen auf das Monatsgehalt von einem fixen Dienstvertrag.
Jahresgehalt brutto=(12 Monate - 1 Monat Urlaub)*(160 h/Monat)*(20€/h)= ca 35000€
Dies aufgeteilt auf 14 Monatsgehälter ergibt 2500€.
Kann ich als Bachelorabsolvent mit über 2 Jahren Berufserfahrung in einem Softwareunternehmen und Mitarbeit an einem Forschungsprojekt an der Uni tatsächlich 2500€ brutto im Monat verlangen, oder werde ich damit sofort raus geschmissen? Andererseits schadet es ja nicht wenn man etwas weiter oben beginnt, dann kann man sich eher irgendwo in der Mitte treffen.
Bitte um Tipps, mir fehlt dazu einfach noch das Feingefühl.
Das passt doch alles nicht zusammen. Du hast schon richtig gearbeitet, aber weißt nicht was du Brutto verdienst. Wie kann das bitte sein? Das steht doch in deiner Gehalts-/Lohnabbrechnung drauf.
Wieso misst du dein Einstiegsgehalt an dem eines Berufseinsteigers, wenn du bereits über Berufserfahrung verfügst?
Und warum verkaufst du dich unter Wert? Ohne näheres über dich zu Wissen würde ich sagen, dass 35k das absolute Minimum sein sollte. Darunter solltest du nichts unterschreiben. Aber das hängt von der Region, der Größe des Unternehmens und der Branche ab was du tatsächlich verlangen kannst. Falls möglich solltest du schauen, dass du über ein Netzwerk, Prof, etc. in Erfahrung bringst was typische Einstiegsgehälter bei den Unternehmen sind bei denen du dich bewirbst. Der Personaler will beim Bewerbungsgespräch sehen, dass du deinen Wert richtig einschätzen kannst. Deutlich darüber oder darunter liegen sollte man nicht (Vorausgesetzt deren Vorstellung ist realistisch). Und gib keine feste Zahl an, sondern immer eine Spanne nennen mit Spannweite von einem Monatsgehalt. Und das Gehalt bezieht sich auf 12 (!)Monatsgehälter. Da ist kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, keine Boni, keine Gewinnbeteiligung oder sonst etwas mit drin. Sowas wird extra verhandelt.
Falls du dich Richtung 50k bewegst kannst und der Arbeitgeber aber z.B. nicht über 47k gehen will, dann kannst du ihm auch den Vorschlag machen, dass du 50k bekommst und dich dann privat Krankenversicherst. Da spart der Arbeitgeber nämlich Geld.
Deine Uni bzw. Organisationen in der Nähe bieten doch sicher kostenlose Bewerbungstrainings. Ich rate dir dringend eines zu besuchen. Falls deine Uni da nichts bietet gehe mal zur Arbeitsagentur die Veranstalten sowas auch bzw. Vermitteln solche Organisationen die das tun. Und gehe zu einem Bewerbungstraining das speziell für Absolventen/Akademiker gedacht ist. Da gelten nämlich nochmal etwas andere Vorschriften für Bewerbung, etc.
Du hast schon richtig gearbeitet, aber weißt nicht was du Brutto verdienst. Wie kann das bitte sein? Das steht doch in deiner Gehalts-/Lohnabbrechnung drauf.
Ich hab da einfach einen Wisch mit einer Honorarnote unterschreiben müssen, wo oben stand dass ich 1500€ im Monat auf die Hand bekomme.
Keine Ahnung wie dieser Uni Vertrag genau ausgesehen hat, ich war damals einfach nur froh soviel Geld zu bekommen und hab da garnicht erst lange nachgefragt.
Also die Uni bezahlt ihren Doktoranden etwa 3000 Euro Brutto. Das sind etwa 1800 Euro Netto, geschaetzt. Wobei ein Nettogehalt von 1500 Euro fuer "ungelernte" Mitarbeiter eher utopisch ist.
Zitat:
Anfang März ... die erste April Woche im Ausland auf Urlaub ... gleich reinschreiben dass ich 1 Aprilwoche weg bi
Ist das fuer deinen Arbeitgeber wichtig? Nein! Anfang Maerz reicht voellig. Der genau Arbeitsbeginn ergibt sich sowieso erst nach dem Bewerbungsgespraech.
Zitat:
Kommt ja glaub ich nicht so gut gleich mal am Anfang sich eine Woche zu vertschüssen?
Arbeitseinstieg ist dann eben eine Woche spaeter, wo ist das Problem? Vielleicht hast du ja doch nicht soviel Berufserfahrung.
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Zuletzt bearbeitet von knivil am 13:47:01 30.12.2011, insgesamt 2-mal bearbeitet
Ah den Urlaub habe ich ganz vergessen, also je nachdem ist das von dir auch ein wenig unflexibel. Entweder du sagst ganz klar, dass du zwischen Uni und Berufsstart eine Übergangsphase haben willst und da eben auch schon Urlaub geplant hast (ist eigentlich kein Problem, dein Arbeitgeber weiß ja auch, dass du am Ende von deinem Studium fleißig am Ackern warst und nicht faulenzen warst), oder du kommst ihm entgegen und stornierst deinen Urlaub.
Aber mal ehrlich, ich würde mir da schon eine Übergangsphase gönnen, evtl. musst du ja auch Umziehen, oder mit Freundin zusammenziehen, oder einfach nochmal die Zeit nutzen und ein paar Tage alte Freunde besuchen, wenn du schonmal die Möglichkeit hast. Das sollte auch kein Problem sein, so kurzfristig plant ein Arbeitgeber Neueinstellungen jetzt auch nicht.
Die Sache mit der Anstellung finde ich nach wie vor Merkmürdig, vor allem auch noch Bar auf die Hand. Da würde ich mir überlegen, ob das überhaupt so ganz legal war (und dementsprechend zumindest die Bezahlung bei zukünftigen Gesprächen unter den Tisch fallen lassen). Bei 1,5k über eine längere Zeit hinweg bist du definitiv Steuerpflichtig. Selbst als Ferienjobber muss man die ja erst einmal im Voraus leisten und bekommt diese dann über die Steuererklärung wieder zurück, falls man unter den (50?) Arbeitstagen blieb.
Und nochmal zum Gehalt, da musst du auch die Arbeitskonditionen berücksichtigen. Du wirst bei einem Arbeitgeber mit 50-60 Stunden Wochen wohl Brutto mehr im Jahr verdienen, als bei einem Arbeitgeber bei dem du eine 35 Stundenwoche hast und nach Tariflohn bezahlt wirst. Auf die Stunde umgerechnet kannst du bei letzterem aber durchaus besser bezahlt werden. Daher wie oben schon gesagt schauen, dass du vorab herausfinden kannst wie die Gehälter in der Branche des Unternehmens so aussehen.
Zuletzt bearbeitet von Informatikker am 15:19:02 30.12.2011, insgesamt 1-mal bearbeitet
Nun bin ich aber die erste April Woche im Ausland auf Urlaub (wurde zu einer Zeit gebucht als ich an den Terminkonflikt noch garnicht gedacht habe).
Soll ich in die Bewerbung das gleich reinschreiben dass ich 1 Aprilwoche weg bin, grundsätzlich aber Anfang März beginnen kann, oder soll ich gleich schon schreiben dass ich erst Mitte April beginnen kann weil es sonst zu kompliziert wird? Kommt ja glaub ich nicht so gut gleich mal am Anfang sich eine Woche zu vertschüssen?
Ich würde eigentlich davon ausgehen, dass man, wenn man eine neue Stelle antritt, erstmal 6 Monate Urlaubssperre hat.
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Ich würd das nicht in die Unterlagen reinschreiben. Das kann man auch noch beim Bewerbungsgespräch ansprechen, wenn es gerade passt. außerdem geht das ja auch immer nicht alles so schnell. Wenn du jetzt deine Unterlagen zusammenstellst, dann ist es ganz schön ambitioniert Anfang März bereits ne stelle zu haben -- vielleicht willst du ja auch noch was vergleichen, ein bißchen verhandeln etc. Da geht schnell der eine oder andere Monat drauf.
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Ich würde eigentlich davon ausgehen, dass man, wenn man eine neue Stelle antritt, erstmal 6 Monate Urlaubssperre hat.
Was hat das mit Urlaubstagen zu tun?
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Hab jetzt mal den Werkvertrag von der Uni hervorgeholt und nochmal durchstudiert.
Ich möchte hier nicht ins Detail gehen. Ich befürchte aber fast, dass das rechtlich nicht ganz ok war. Ich werde den Uni Job für die Gehaltsverhandlung definitiv nicht verwenden!!
Und zwecks Start ins Berufsleben werde ich einfach Mitte April angeben.
Ihr habt recht, ein paar freie Wochen zwischen letzter Prüfung und Berufsstart hab ich mir schon verdient. Außerdem wollte ich mit der Freundin bzw. Freunden eh schon längst wieder mal verreisen, das bietet sich zu der Zeit an!
Ich würde eigentlich davon ausgehen, dass man, wenn man eine neue Stelle antritt, erstmal 6 Monate Urlaubssperre hat.
Das wird oft so gesagt, ist in der Regel falsch.
Das gilt überwiegend für gewerbliche Berufe, wo Zeiten und Urlaube ohnehin auch Schichtplänen o.ä. unterworfen sind.
Natürlich kommt es nicht gut, wenn man anfängt und gleich Urlaub nimmt - obwohl, wenn die zweite Arbeitswoche bereits einen Brückentag enthält und niemand von den Kollegen da ist... es gibt da Berufsanfänger, die zweifeln wirklich, ob man Urlaub nehmen darf in einer solchen Situation. Na klar! Was wollt Ihr alleine im Büro, wenn keiner der Kollegen da ist?
Und dann ein viel wichtigeres Thema: nicht-genommener Urlaub ist ein Kredit des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer. Wenn also am Geschäftsjahresende noch Urlaub aussteht, muß der Arbeitgeber dafür eine Rückstellung in der Bilanz bilden, was das Finanzergebnis verschlechtert. Daher legen die meisten Firmen großen Wert darauf, daß man allen Urlaub so rasch wie möglich abbaut.
Nehmen wir also den frischen Arbeitnehmer an, der am 1. Juli anfängt, 15 Tage Urlaub hat, und aus Gründen der Zurückhaltung bis 31.12. keinen Urlaub nimmt - für den muß der AG 15 Tage (das ist sind rund 75% eines Monatsgehalts) Rückstellung bilden, er geht mit 3 Wochen alten Urlaub in das neue Jahr - das ist alles schlecht für den AG. Mit Sicherheit ist es ihm lieber, wenn die 3 Wochen weg sind... also unbesorgt mal im Spätsommer 2 Wochen und um Weihnachten 1 Woche Urlaub einplanen.
Was man nur nich tun sollte, mehr Urlaub nehmen, als man zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits erarbeitet hat - wer also erst 2 Monate da ist und z.B. damit 2/12*30 = 5 Tage Urlaub "erarbeitet" hat, sich noch in der Probezeit befindet, der sollte nicht unbedingt 3 Wochen Urlaub nehmen, weil er damit im Grunde seinen Urlaub "auf Kredit" nimmt. Das ist meines Erachtens aber die wesentliche Regel, auf die Arbeitgeber pochen.
Was man nur nich tun sollte, mehr Urlaub nehmen, als man zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits erarbeitet hat - wer also erst 2 Monate da ist und z.B. damit 2/12*30 = 5 Tage Urlaub "erarbeitet" hat, sich noch in der Probezeit befindet, der sollte nicht unbedingt 3 Wochen Urlaub nehmen, weil er damit im Grunde seinen Urlaub "auf Kredit" nimmt. Das ist meines Erachtens aber die wesentliche Regel, auf die Arbeitgeber pochen.
Worauf beziehst du dich hier? Darauf, dass Arbeitgeber darauf achten, dass man keinen Urlaub auf Kredit nimmt, oder darauf, dass Arbeitgeber lieber Urlaub auf Kredit geben, hauptsache er ist weg?
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