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C/C++ Forum :: Themen rund um die IT ::  Ubuntu 11.04 - Boot-Partitionsgröße ändern  
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Der aus dem Westen ..
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Beitrag Der aus dem Westen .. Unregistrierter 12:42:06 29.01.2012   Titel:              Zitieren

Anfänger. schrieb:
Gibt doch auch Partitionierer die verkleinern/vergrößern können ohne den Inhalt zu löschen. Ansonsten kopiere doch die Daten einfach vorher auf eine nicht zu ändernde Partition (inkl. verstecktem) und dann änderst die Partition, kopierst die Daten wieder rein und das selbe mit der anderen dann. Und zum Schluss GRUB installieren.


Und das sagst du mir jetzt ... :) das wäre die schnellste Lösung gewesen.

nman schrieb:
Warum ist da überhaupt so viel Platz belegt? Bist du sicher, dass du nicht einfach alte Kernel-Versionen löschen kannst?


Ne, kann ich nicht. Eigentlich bin ich froh, dass der Kernel noch so gut auf dieser Gurke funktioniert, betagt ist hier nämlich kein Ausdruck mehr. Und bevor ich hier anfange, /boot zu leeren, möchte ich den neuen Kernel samt Boot-Loader doch gerne erst ausprobieren. ;)

Christoph schrieb:
Was ist bei normalen Desktop-PCs (mit unverschlüsseltem root-Dateisystem) heute noch der Vorteil einer separaten Boot-Partition?


Ich stelle mir gern vor, dass ich dann mehr Kontrolle über das System habe. Ein über mehrere Partitionierungen verteiltes System sichert die verschiedenen Bausteine in jeweils zusammengehörende Cluster - falls ein Hardware-Schaden entsteht, bilde ich mir gerne ein, dass ich, solange /boot noch in Ordnung ist, ich mit Sicherheit ohne Live-CD auf den Kernel zugreifen kann. Von dort habe ich eventuell noch die Chance, das kaputte Dateisystem einzubinden, zu retten oder zumindest noch einige Daten zu sichern. Verrückt, was?

Nun gut, ich werde mich erst einmal über ordentliche Partitionierungsprogramme informieren (bisher verwendete ich fdisk, eventuell lässt sich diese Wahl überdenken), und ansonsten sichere ich die Daten einfach. :)
Christoph
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Beitrag Christoph Moderator 13:32:17 29.01.2012   Titel:              Zitieren

Der aus dem Westen .. schrieb:
Christoph schrieb:
Was ist bei normalen Desktop-PCs (mit unverschlüsseltem root-Dateisystem) heute noch der Vorteil einer separaten Boot-Partition?
Ich stelle mir gern vor, dass ich dann mehr Kontrolle über das System habe. Ein über mehrere Partitionierungen verteiltes System sichert die verschiedenen Bausteine in jeweils zusammengehörende Cluster - falls ein Hardware-Schaden entsteht, bilde ich mir gerne ein, dass ich, solange /boot noch in Ordnung ist, ich mit Sicherheit ohne Live-CD auf den Kernel zugreifen kann. Von dort habe ich eventuell noch die Chance, das kaputte Dateisystem einzubinden, zu retten oder zumindest noch einige Daten zu sichern. Verrückt, was?
Der war gut. :)

Auf der Boot-Partition liegt normalerweise weder fsck noch eine Shell, nur der Kernel. Damit lässt sich recht wenig anfangen.

Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, keine separate /boot-Partition mehr anzulegen, außer wenn es unbedingt notwendig ist (z.B. wenn / mit dmcrypt verschlüsselt ist). Bisher hab ich davon keinen Nachteil gehabt, nur den Vorteil, dass /boot nicht mehr voll werden kann.

Eine meiner Vermutungen ist, dass das mit der separaten Boot-Partition aus einer Zeit kommt, zu der lilo bzw. grub mit den modernen Dateisystemen nichts anfangen konnte. grub2 kann aber problemlos von ext4 booten, insofern ist der Bootloader gar kein Grund mehr, eine /boot-Partition mit ext2 oder was ähnlich altem anzulegen.

Das ist eine Sache, die mich bei Linux manchmal stört: Es gibt so viele alte Howtos, die vor 10 Jahren vielleicht sinnvoll waren, aber heute einfach nur noch als Voodoo übernommen werden ohne darüber nachzudenken. Bestes Beispiel "swap sollte doppelt so groß wie der RAM sein". Bei heutigen RAM-Größen ist das ein ausgesprochen schlechter Ratschlag.

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Wenn Word für Längeres geeignet wäre, würde es nicht Word, sondern Sentence, Page oder Article heißen.
Der aus dem Westen ..
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Beitrag Der aus dem Westen .. Unregistrierter 13:43:29 29.01.2012   Titel:              Zitieren

Christoph schrieb:

Auf der Boot-Partition liegt normalerweise weder fsck noch eine Shell, nur der Kernel. Damit lässt sich recht wenig anfangen.


Verdammt, jetzt, wo du's sagst ... sh und bash liegen bei mir doch unter /bin/, auf / gemountet, und sind gar nicht in sda5 enthalten, oder? Wat'n Plan ... Ich sag's ja, die Macht der Einbildung. :D

Hast du aktuellere HowTos, dich ich adaptieren kann? Die Swap-Größe habe ich nämlich genau wie du gesagt hast auf 2 GB gestellt (1 GB physikalischer Speicher vorhanden) ... :D
Christoph
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Beitrag Christoph Moderator 14:25:55 29.01.2012   Titel:              Zitieren

Der aus dem Westen .. schrieb:
Hast du aktuellere HowTos, dich ich adaptieren kann? Die Swap-Größe habe ich nämlich genau wie du gesagt hast auf 2 GB gestellt (1 GB physikalischer Speicher vorhanden) ... :D
Ne, leider nicht. Ich bin mir ja selber nicht sicher, ob meine Ratschläge gut sind. Es sind nur meine persönlichen Erfahrungen, dass viel Swap und eine separate /boot-Partition bei Ubuntu eher schadet als nutzt.

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nman
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Beitrag nman Moderator 14:48:18 29.01.2012   Titel:              Zitieren

DadW: Ich verstehe noch immer nicht, warum dein /boot so verdammt voll ist. Da müssen einfach noch alte Kernelversionen en masse drauf sein, sonst bringst du es doch nicht auf 80MB (oder was auch immer du hattest). Mit Debian Squeeze ist /boot nach der Installation unter 20MB groß.

(Deine Gründe für ein extra /boot sind auch etwas eigen. Aber gut, als Anfänger macht man komische Sachen, weil man sich einbildet dass irgendwelche Cargo-Cult-Ratschläge eine ganz wichtige Basis haben und so alles besser ist.)

Christoph schrieb:
Eine meiner Vermutungen ist, dass das mit der separaten Boot-Partition aus einer Zeit kommt, zu der lilo bzw. grub mit den modernen Dateisystemen nichts anfangen konnte.

Gab immer wieder Bugs, die /boot nötig gemacht haben. Die 1024-Zylinder-Sache und so. Kaputte BIOSes, kaputte Boot-Loader, …

Zitat:
Bestes Beispiel "swap sollte doppelt so groß wie der RAM sein". Bei heutigen RAM-Größen ist das ein ausgesprochen schlechter Ratschlag.

Ack. Wozu überhaupt Swap-Partitionen. (edit: Außer vielleicht man benutzt Hibernation, das geht vmtl. mit Swapfile ja eher nicht.)

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…but tuesday's just as bad.


Zuletzt bearbeitet von nman am 14:49:27 29.01.2012, insgesamt 1-mal bearbeitet
Der aus dem Westen ..
Unregistrierter




Beitrag Der aus dem Westen .. Unregistrierter 15:03:15 29.01.2012   Titel:              Zitieren

nman schrieb:
DadW: Ich verstehe noch immer nicht, warum dein /boot so verdammt voll ist. Da müssen einfach noch alte Kernelversionen en masse drauf sein, sonst bringst du es doch nicht auf 80MB (oder was auch immer du hattest). Mit Debian Squeeze ist /boot nach der Installation unter 20MB groß.


Mannometer, was ist denn bei mir in /boot/ los ... :D von abi, config, initrd.img, System.map, vmcoreinfo und vmlinuz habe ich von Version 2.6.38 jeweils die Revision 8, 11 und 13. Laut /proc/version ist derzeit Revision 13 geladen, und dabei habe ich doch die 8er Revision geladen 8o. Ich glaube, daran liegt es ... :D

nman schrieb:
(Deine Gründe für ein extra /boot sind auch etwas eigen. Aber gut, als Anfänger macht man komische Sachen, weil man sich einbildet dass irgendwelche Cargo-Cult-Ratschläge eine ganz wichtige Basis haben und so alles besser ist.)


Verschuldigung, das habe ich mir angelesen und erlaubt.

nman schrieb:
Gab immer wieder Bugs, die /boot nötig gemacht haben. Die 1024-Zylinder-Sache und so. Kaputte BIOSes, kaputte Boot-Loader, …


Vor allem bei älteren PCs, oder?
nman
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Beitrag nman Moderator 21:45:10 29.01.2012   Titel:              Zitieren

Der aus dem Westen .. schrieb:
Ich glaube, daran liegt es ... :D

Das lässt sich ja dann zum Glück leicht beheben.

Zitat:
Verschuldigung, das habe ich mir angelesen und erlaubt.

Ist ja ok, Sachen zu machen, die nicht unbedingt rational perfekt begründbar sind. Ich habe auch fast überall noch eine /boot-Partition. Liegt in meinem Fall daran, dass ich schon einige lästige Bugs erlebt habe, wo es ohne eigene Boot-Partition Schwierigkeiten gab. (Nach einem versch…enkten Nachmittag irgendwann mal: "So, wenn das jetzt mit einer eigenen Bootpartition funktioniert, pfeif ich darauf und erstelle die nächsten zehn Jahre blind weiterhin Bootpartitionen." :) )

nman schrieb:
Vor allem bei älteren PCs, oder?

Die 1024-Zylinder-Sache war eine LiLo-Beschränkung. (Grub habe ich damals noch nicht verwendet, keine Ahnung, ob der das auch hatte.)

Komische Bugs mit bestimmter Hardware waren bei älteren PCs schon häufiger, aber jetzt mit verbuggter UEFI-Hardware könnten sich durchaus wieder lustige Eigenheiten beim Booten ergeben, mal schaun. Ich blieb bis dato aber verschont.

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…but tuesday's just as bad.
Der aus dem Westen ...
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Beitrag Der aus dem Westen ... Mitglied 22:06:59 29.01.2012   Titel:              Zitieren

nman schrieb:
Das lässt sich ja dann zum Glück leicht beheben.


Schon lange behoben. Images gelöscht, apt-get upgrade die Sache machen lassen, und es funktionierte. Nur die Netzwerkkarte hat der Kernel danach kurze Zeit nicht mehr erkannt, aber auch das hat sich erledigt.

nman schrieb:
Ist ja ok, Sachen zu machen, die nicht unbedingt rational perfekt begründbar sind. Ich habe auch fast überall noch eine /boot-Partition. Liegt in meinem Fall daran, dass ich schon einige lästige Bugs erlebt habe, wo es ohne eigene Boot-Partition Schwierigkeiten gab. (Nach einem versch…enkten Nachmittag irgendwann mal: "So, wenn das jetzt mit einer eigenen Bootpartition funktioniert, pfeif ich darauf und erstelle die nächsten zehn Jahre blind weiterhin Bootpartitionen." :) )


Eben. Und als ich unsere Server aufgesetzt habe, haben wir für Debian 6.0 auch 100 MB-Partitionen für den Boot-Sektor erstellt. :D

nman schrieb:
Die 1024-Zylinder-Sache war eine LiLo-Beschränkung. (Grub habe ich damals noch nicht verwendet, keine Ahnung, ob der das auch hatte.)


Ich meine mal, darüber gelesen zu haben, dass es Probleme mit einem Boot-Loader gab, wenn die Partition 1024 Zylinder übersteigt oder so ...

nman schrieb:
Komische Bugs mit bestimmter Hardware waren bei älteren PCs schon häufiger, aber jetzt mit verbuggter UEFI-Hardware könnten sich durchaus wieder lustige Eigenheiten beim Booten ergeben, mal schaun. Ich blieb bis dato aber verschont.


Wird wohl auch in Zukunft so sein. Windows 8 soll nicht gerade das Ei des Columbus sein, da können wir auf UEFI verzichten. :D
nman
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Beitrag nman Moderator 10:56:01 30.01.2012   Titel:              Zitieren

Der aus dem Westen ... schrieb:
Eben. Und als ich unsere Server aufgesetzt habe, haben wir für Debian 6.0 auch 100 MB-Partitionen für den Boot-Sektor erstellt. :D

100MB-Partitionen erstelle ich nicht mehr fuer /boot. Meistens eher 1 Gig sowas. Festplattenplatz ist mir ja gluecklicherweise egal. Auszer fuer virtuelle Maschinen. Und die bekommen idR. eh kein /boot.

Zitat:
Ich meine mal, darüber gelesen zu haben, dass es Probleme mit einem Boot-Loader gab, wenn die Partition 1024 Zylinder übersteigt oder so ...

Naja, nicht ganz. Es geht nicht darum, dass die /boot-Partition nicht mehr als 1024 Zylinder belegen durfte, sondern darum, dass sie nicht ueber den 1024. Zylinder deiner HDD hinausgehen durfte. Es sei denn, dein BIOS konnte Extended INT13. Und dein Bootloader unterstuetzte das... Dunkle Zeiten.

Zitat:
Wird wohl auch in Zukunft so sein. Windows 8 soll nicht gerade das Ei des Columbus sein, da können wir auf UEFI verzichten. :D

UEFI ist schon ziemlich cool und ueberfaellig. Dieser Secure-Boot-Bloedsinn ist halt... Bloedsinn eben.

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DrGreenthumb
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Beitrag DrGreenthumb Mitglied 21:54:08 30.01.2012   Titel:              Zitieren

Wieso deinstalliert ubuntu die alten kernel-versionen nicht... Läuft mir auch alle Jahre wieder über.

_________________
main(k){for(k=0;k<125;++k)putchar((k+1)%25? ("[k<qFUF>XB]X=9V=hm9FC"[k/6]-52)&1<<k%6?64:32:10);}
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