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c++.de :: Rund um die Programmierung ::  Wo fängt ein Algorithmus an und wo hört er auf?  
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funksteuerung
Unregistrierter




Beitrag funksteuerung Unregistrierter 21:57:52 30.03.2012   Titel:   Wo fängt ein Algorithmus an und wo hört er auf?            Zitieren

Würdet ihr sagen, es gibt eine Untergrenze, ab wann etwas ein Algorithmus ist?
Ist sowas ein Array-Ausgabe-Algorithmus?
Code:
foreach foo in foos print foo


Und gibt es eine Obergrenze für einen Algorithmus? Gibt es z.B. einen Gesichtserkennungs- oder Betriebssystem-Algorithmus? Oder ist ein Algorithmus immer nur eine kleine Aufgabe, also Sortier-Algorithmus usw.
knivil
Mitglied

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Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beiträge: 5851
Beitrag knivil Mitglied 22:04:14 30.03.2012   Titel:              Zitieren

Zitat:
Ist sowas ein Array-Ausgabe-Algorithmus?
Ja.
Zitat:
Gesichtserkennungs-
Ja.
Zitat:
Betriebssystem-Algorithmus
Nein.

Ansonsten: Nutze die Suchfunktion oder schau bei Wikipedia vorbei.

_________________
If it were not for laughter, there would be no Tao.
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Zuletzt bearbeitet von knivil am 22:06:00 30.03.2012, insgesamt 1-mal bearbeitet
JFB
Unregistrierter




Beitrag JFB Unregistrierter 22:04:40 30.03.2012   Titel:              Zitieren

Ein Algorithmus ist ein allgemeines Verfahren mit einer endlichen Beschreibung welches mit auf Grundobjekten mit ausführbaren Verarbeitungsschritten ein Problem löst.
funksteuerung
Unregistrierter




Beitrag funksteuerung Unregistrierter 23:13:50 30.03.2012   Titel:              Zitieren

Warum ist Betriebssystem kein Algorithmus? Man kann doch allgemein beschreiben, wie bestimmte Ressourcen vergeben werden müssen, damit das Problem gelöst ist, dass beliebige Programme auf einem Computer laufen können.
JFB
Unregistrierter




Beitrag JFB Unregistrierter 00:12:02 31.03.2012   Titel:              Zitieren

"Das Betriebssystem" umfasst aber viel mehr als das. Ein Betriebssystem besteht aus einer (enormen) Vielzahl von verschiedenen Problem(instanzen), die ihrerseits algorithmisch gelöst werden.
Dein Begriff von Problem(instanz) ist zu naiv.

Ein Problem π ist formal eine Abbildung von einer Grundmenge Σ* in einen Lösungsraum Y.

Beispiel: Σ* ist die Menge aller endlichen Folgen mit Einträgen aus einer total geordneten Menge, Y die Menge aller bezüglich dieser Ordnung auf-/absteigend sortierten endlichen Folgen. Oder ganz klassisch: Σ* ist die Menge aller endlichen Zeichenketten über der Menge Σ = {a, b}, Y = {true, false} beschreibt das (hier triviale) Wortproblem aus der theoretischen Informatik.

Nicht zu verwechseln damit ist der Begriff der Probleminstanz, die zu einem gegebenen Problem eine Eingabe bereitstellt, im obigen ersten Fall beispielsweise (1, 2, 3, 4), (4, 4, 5, 6) oder im zweiten Fall aabbabab, bababababab oder ε.
funksteuerung
Unregistrierter




Beitrag funksteuerung Unregistrierter 06:23:39 31.03.2012   Titel:              Zitieren

Bei einem Betriebssystem kann man doch auch sagen, Grundmenge ist die Menge aller kombinationen von Programmen und Ressourcenzustände (sind auch endliche Zeichenketten) und der Lösungsraum ein neuer Ressourcenzustand. Oder darf es bei einem Algorithmus keine Rückkopplung zwischen Grundmenge und Lösungsraum geben?
funksteuerung
Unregistrierter




Beitrag funksteuerung Unregistrierter 06:25:14 31.03.2012   Titel:              Zitieren

Eigentlich sind Programme ja auch nur ein Ressourcenzustand.
JFB
Unregistrierter




Beitrag JFB Unregistrierter 12:00:44 31.03.2012   Titel:              Zitieren

Dann versuch mal, einen Algorithmus nach obiger Definition zu formulieren, der das Problem löst :)
otze
Mitglied

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Anmeldungsdatum: 15.01.2004
Beiträge: 7173
Beitrag otze Mitglied 12:04:34 31.03.2012   Titel:              Zitieren

Wine wichtige Eigenschaft von Algorithmus ist Terminierung. Man muss also Beweisen können, dass ein Algorithmus immer mit endlich vielen Rechenschritten sein Ergebnis erzeugt.

Ich befürchte, dass trifft auf alles nicht mehr zu, was beliebige andere Programme ausführen kann, wie zum Beispiel Betriebssysteme.

_________________
Jesus Christus! Da blickt ja kein Mensch mehr durch.
JFB
Unregistrierter




Beitrag JFB Unregistrierter 12:45:36 31.03.2012   Titel:              Zitieren

@otze: Dann ist ein Verfahren zum Lösen des postschen Korrespondenzproblems kein Algorithmus, weil das PCP semientscheidbar ist?
Das ist zu kurz gedacht.
Was du meinst, ist partielle (terminiert manchmal) und totale (terminiert immer) Korrektheit, die aber speziell für den Algorithmus (bzw. seine Umsetzung in Code) nachgewiesen werden muss.
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