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SquidwardTentacles
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Anmeldungsdatum: 11.07.2012
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Beitrag SquidwardTentacles Mitglied 11:15:12 12.07.2012   Titel:   Wer studiert Informatik? Erfahrungsberichte bitte!            Zitieren

An welcher Uni studierst Du und warum dort und nicht woanders? Welche Nebenfächer kann man dort wählen? Zahlst du Studiengebühren? Wie sieht's aus mit der Finanzierung des kompletten Studiums? Wie sehen dort die Mietkosten aus? Kennst Du jemanden der das auf eigene Faust (bezüglich Finanzierung) neben seinem Infostudium macht? Hat man eigentlich etwas Luft (genügend Zeit für ein Job) im Infostudium? Was hast Du im Mathe LK? Was für'n Abischnitt hast Du? Wie kommst Du mit dem Studium persönlich zurecht? Welche (Leistungs-)Kurse sind besonders wichtig für den Studiengang (auch wenn's ohne NC ist)? Wie sieht's aus mit Auslandssemestern? Durchschnittsalter Deiner Kommilitonen?

Wo hast du schon überall Werkstudentenjobs bzw. Praktikas gemacht und wie sieht so ein typischer Praktikanten bzw. Werkstudentenalltag eigentlich aus?
Wann kann man frühestens mit einer solchen Tätigkeit anfangen (Praktikum + HiWi-Jobs). Sollte ich evtl. die paar Monate freie Zeit, die mir zur Verfügung stehen wird für das autodidaktische vertiefen einer Programmiersprache nutzen? Welche Programmierkenntnisse sind häufiger nötig bei Praktikas und Hiwi-Jobs?

Zu mir: Ich hab grundlegende C-Kenntnisse, die gerade mal für ein Passwortgenerator und einige mathematische Hilfstools dienen (also nicht viel).
Hab Basiskenntisse in C++ und Java. Und studieren möchte ich kommendes Jahr.

PS: Gibt's jemanden hier der in Würzburg Luft- und Raumfahrtinformatik studiert oder studiert hat? Reicht's hierbei aus wenn man im Mathe LK 11 NP und im Physik LK durchschnittliche 9 NP, aber im Technik (Machinenbau und Elektrotechnik) LK bedauerlicherweise 3 NP hat? Wie viel Elektrotechnik und Maschinenbau steckt drin (ich hab leider kein Modulhandbuch dort gefunden)? Hast Du schon mal als Raumfahrtinformatiker studiengangsspezifische Praktikas und Werkstudententätigkeiten absolviert? Wie sieht's aus mit Auslandssemestern?

Kurzum: Erzähl mir einfach aus deiner Sicht wie so'n Infostudium eigentlich ist?
Danke!


Zuletzt bearbeitet von SquidwardTentacles am 11:16:23 12.07.2012, insgesamt 1-mal bearbeitet
knivil
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Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beiträge: 5870
Beitrag knivil Mitglied 12:49:07 12.07.2012   Titel:              Zitieren

Zitat:
Mathe LK 11 NP ... Physik LK 9 NP ... Technik LK 3 NP
Um gut zu sein, reicht das bei weitem nicht.
Zitat:
für das autodidaktische vertiefen ...
Wenn du dir Wissen nicht eigenstaendig aneignest und dich auf den Stoff der Vorlesungen verlaesst, bist du nicht mal mehr Durchschnitt. Das betrifft nicht nur die Semesterferien oder Programmiersprachen. Dauerhaftes Lernen ist essentiell.

Die restlichen Fragen sind mir zu viel.

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Zuletzt bearbeitet von knivil am 12:49:19 12.07.2012, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag Unregistrierter 12:53:41 12.07.2012   Titel:              Zitieren

Hi,
du solltest dich nicht von den zugegebenermaßen etwas hohen Anforderungen zurückschrecken lassen. MINT-Fächer sind allgemein anspruchsvoll und entweder man studiert eines dieser Fächer oder man macht etwas mit Geisteswissenschaften, Sprachen oder BWL, wobei man zu diesen Fächern sagen muss, dass wir in Deutschland nicht so viel Bedarf daran haben wie an MINT-Absolventen die maßgeblich zum Wohlstand und der Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Außerdem sind diese Fächer sehr interessant!

Zu mir: Ich studiere an der FH Angewandte Informatik. Die Studiengebühren wurden in Baden Württemberg durch die Grünen abgeschafft. Mathe kann man überleben, da dort auch einiges im Bachelor gestrichen wurde, aber das dürfte an der UNI nochmals anspruchsvoller sein.
Zum Nebenjob: Die, die nebenher während des Semester arbeiten, sind oft im Rückstand. Parties solltest du wirklich aus dem Weg gehen. Man studiert ja nicht um Party zu machen, sondern um etwas zu lernen. Wenn das auf einen nicht zutrifft, ist man schnell weg vom Fenster und man hat Lebenszeit vergedeutet.

Studiere das, was dich interessiert kann ich dir nur raten und hänge dich von Anfang an hinein! Du kannst deine Lücken während deinen Sommerferien kurz vor dem Studium füllen. Nutze allgemein die Semesterferien nicht nur um dich zu erholen oder zu arbeiten, sondern auch um dich weiterzubilden.
Deine Grundkenntnisse in den Programmiersprachen sind absolut ausreichend. Viele fangen ohne Grundkenntnisse an und kommen trotzdem mit, weil sie sich reinknien.

L. G.
Steffo
Unregistrierter





Beitrag Unregistrierter 12:56:24 12.07.2012   Titel:              Zitieren

knivil schrieb:
Zitat:
Mathe LK 11 NP ... Physik LK 9 NP ... Technik LK 3 NP
Um gut zu sein, reicht das bei weitem nicht.

Ich kenne einige Kommilitonen, die nicht nur Abi haben, sondern auch 1er-Kandidaten waren. Dies spielt an der FH und Uni keine große Rolle mehr. Die Karten werden neu gemischt. Es zählt nur noch wie viel Mühe man sich gibt und wie sehr einen das Fach interessiert.
knivil
Mitglied

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Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beiträge: 5870
Beitrag knivil Mitglied 13:03:24 12.07.2012   Titel:              Zitieren

Zitat:
Die, die nebenher während des Semester arbeiten, sind oft im Rückstand. Parties solltest du wirklich aus dem Weg gehen. Man studiert ja nicht um Party zu machen, sondern um etwas zu lernen.
Du studierst irgendwie anders als ich damals. Hatte nach dem 2ten Semester 19h Hiwi-Job und ich habe kaum eine Party ausgelassen. Ein Strandbesuch, Volleyball spielen oder bei schoenen Wetter auf der Wiese liegen, hatte meist Vorrang vor Vorlesungen. Und ich war trotzdem sehr gut.
Zitat:
Die Karten werden neu gemischt.
So wie neues Spiel, neues Glueck? Quatsch. Man wird kein anderer Mensch, nur weil man von der Schule auf die Uni wechselt. Und darauf kommt es an, auf einen selbst.

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Zuletzt bearbeitet von knivil am 13:05:17 12.07.2012, insgesamt 4-mal bearbeitet
SquidwardTentacles
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Beiträge: 9
Beitrag SquidwardTentacles Mitglied 13:14:48 12.07.2012   Titel:              Zitieren

@knivil

wohl möglich hast du in jedem Kurs 15 NP und demzufolge ein Abischnitt von 1,0 oder besser (so wie's sich bei dir anhört). Wohl möglich hast Du auch mit 10 Programmieren gelernt und Du kommst sehr wahrscheinlich aus keiner Arbeiterfamilie/Gastarbeiterfamilie. Bist überdurchschnittlich Intelligent usw.

Nur mal so rein aus Neugier: Wie viele von deiner Sorte gibt's den prozentual gesehen (nach deinem Empfinden) im Infstudium :confused:


Zuletzt bearbeitet von SquidwardTentacles am 13:19:39 12.07.2012, insgesamt 1-mal bearbeitet
Unregistrierter





Beitrag Unregistrierter 14:11:42 12.07.2012   Titel:              Zitieren

Solche Sorten gibts nicht viele kann ich dir sagen. Aber ja, ich habe auch schon von Leuten gehört, die nur Computerspiele zocken und mal nebenbei ein Mathestudium an der Uni machen und in den Klausuren 1,0 schreiben...

Vergleich dich aber besser nicht mit den Leuten und unterlasse das am Besten generell, weil so kannst du dich schlecht auf das Wesentliche im Studium konzentrieren.
Ich komme ebenfalls von einer Arbeiterfamilie/Gastarbeiterfamilie und bin froh es überhaupt soweit geschafft zu haben. Viele Lehrer haben mich wegen meiner Leistung damals schon aufgegeben gehabt. Als mein Klassenlehrer herausgefunden hat, dass ich die FH-Reife machen möchte, meinte er zu mir, dass das eine Nummer zu groß für mich sei und heute gehöre ich wohl zum oberen Drittel der Studierenden, weil ich mich einfach angestrengt habe.
daki
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Beiträge: 31
Beitrag daki Mitglied 16:19:41 12.07.2012   Titel:              Zitieren

Zitat:
Zum Nebenjob: Die, die nebenher während des Semester arbeiten, sind oft im Rückstand. Parties solltest du wirklich aus dem Weg gehen. Man studiert ja nicht um Party zu machen, sondern um etwas zu lernen. Wenn das auf einen nicht zutrifft, ist man schnell weg vom Fenster und man hat Lebenszeit vergedeutet.

Unsinn! Lebe dein Leben während des Studiums und lass auch mal fünfe gerade sein, die interessantesten und nützlichsten Kontakte lernst du auf irgendwelchen Parties kennen.

(... Abischnitt war < 3, Mathe, Physik 6 Punkte, Studium ist in ca 6 Wochen abgeschlossen, Schnitt wird, je nachdem wie die BA ausfällt zwischen 1.2 und 1.3 liegen und ich würde nicht behaupten das ich sonderlich viele Partys ausgelassen habe :o) )

nur wenn es dann drauf ankommt sollte man die Prioritäten richtig setzen können.


Zuletzt bearbeitet von daki am 16:22:00 12.07.2012, insgesamt 1-mal bearbeitet
Mechanics
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Anmeldungsdatum: 27.01.2012
Beiträge: 1372
Beitrag Mechanics Mitglied 21:01:50 12.07.2012   Titel:              Zitieren

Steffo schrieb:
Zum Nebenjob: Die, die nebenher während des Semester arbeiten, sind oft im Rückstand. Parties solltest du wirklich aus dem Weg gehen.


Ich fand das Studium sehr entspannt. Habe viel mehr nebenbei gearbeitet und sonstiges gemacht, als "studiert". Schließlich habe ich etwas studiert, was mich grundsätzlich interessiert hat und was ich schon konnte. Wenn man das auch auf Anhieb versteht, ist es kein großes Problem mehr. Lernen muss man natürlich trotzdem einiges, weil der Umfang einer Prüfung normalerweise doch recht groß ist und man einfach viele Sachen nicht nur verstehen, sondern konkret wissen muss. Aber das Lernen hat sich dann meist auf 2-3 Wochen vor den Prüfungen beschränkt.
Ich würde eher sagen, die die nicht nebenbei gearbeitet haben, waren im Rückstand. Nicht unbedingt von den Noten her. Natürlich kenn ich auch paar Streber, die sich ganz dem Studium verschrieben haben und nie einen Nebenjob hatten und dann auch fast überall 1,0 hatten. Ja und? Ich habe keinen besonders großen Respekt vor denen. Ich hatte 1,5, dafür viel mehr praktische Erfahrung und so ziemlich alles wenigstens einbisschen kennengelernt und kann es dann entsprechend einschätzen. Ich würde nicht behaupten, "in der Arbeit habe ich eh viel mehr gelernt als im Studium", das wäre Quatsch, aber ich finde so einen Nebenjob doch sehr wichtig.
c++ progger
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Anmeldungsdatum: 05.06.2012
Beiträge: 27
Beitrag c++ progger Mitglied 23:17:01 12.07.2012   Titel:              Zitieren

Wenn ich dir einen Rat geben darf: Überleg dir im Vorhinein genau, was du willst.
Oder besser gesagt: Probiere viele Dinge aus. Wenn du meinst, dass Informatik das richtige sein könnte, dann programmier mal ein bisschen was aufwendigeres. Und schau, ob dir das Spaß macht.
Kannst du dich mit Mathe zumindest halbwegs anfreunden? Mathe begleitet einen durchs gesamte Studium.
Kannst du dich selbst motivieren, auch wenns mal uninteressant ist? Nimm ein C++ Buch und arbeite es mal von vorne bis hinten durch. Schaffst du es, durchzuhalten oder legst du das Buch bei Seite 10 schon weg?
Fahr mal zu den Unis, die dich interessieren. Und sprich dort einfach mal Professoren oder Assistenten an, um mal "die Lage" ab zu checken. Die meisten Professoren reden gerne über ihr Spezialgebiet, nur so als Tipp um ins Gespräch mit denen zu kommen.

Also einfach mal vorfühlen, ob Informatik das richtige für dich ist.


Wenn dich das Studium interessiert, wirst du es auch schaffen, da bin ich mir sicher. Manchmal hab ich das Gefühl, dass es beim Studium mehr um den Schweiß geht, den man investiert, als um wirklich bahnbrechende Ideen und Geistesblitze.
Also einfach durchhalten, dann wird das schon.

Beim Thema Party und Nebenjob bin ich anderer Meinung:
Ich habe sowohl einen aufwendigen Nebenjob gehabt (als Programmierer, war dafür aber gut bezahlt), und bin auch oft auf Partys gegangen.
Warum ein Nebenjob sinnvoll ist, brauch ich wohl nicht zu erklären.
Und Partys gehören meiner Meinung nach zum Studentenleben. Kommt schon mal vor dass man um 11 Uhr vormittags das erste Bier auf der Uni trinkt. Oder dass es in netter Runde mal länger wird. Oder was auch immer.

Jetzt arbeite ich. Und blicke gern zurück zu meiner Studienzeit. Ich bereue keine einzige Party. Und das ich mir dafür die Herleitung der Fouriertransformation nicht so genau anschauen konnte für die Prüfung xy ...tja ... ist mir eigentlich egal ;)

Also überleg dir genau was du möchtest ... konzentriere dich auf dein Studium und gib nicht auf ... arbeite nebenher um auch etwas Praxis zu sammeln ... aber vergiss nicht auf die sonstigen Freuden des Lebens.
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