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C/C++ Forum :: Archivierte Diskussionen ::  Firma gründen     Zeige alle Beiträge auf einer Seite Auf Beitrag antworten
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RockNix
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Anmeldungsdatum: 12.03.2001
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Beitrag RockNix Mitglied 10:07:00 02.11.2001   Titel:   Firma gründen            Zitieren

Gibts unter Euch eigentlich Leute, die schon einmal darüber nachgedacht haben, sich im Bereich SW selbstständig zu machen oder dieses bereits in die Tat umgesetzt haben?

So far ... RockNix///

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Marc++us
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Beitrag Marc++us Administrator 10:18:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

\me

Während des Studiums.

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Viele Grüße
Marc++us
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Ste.fun
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Beiträge: 867
Beitrag Ste.fun Mitglied 10:49:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

jo, me too.
(Auch während des Studiums)

Mein Entschluss: Ich bezweifle dass ich mich nach dem Studium selbstständig machen werde... [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]

gruß BNH

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The Box said:
"Requires Windows98 or better"
So I installed Linux.
Bryan
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Beiträge: 86
Beitrag Bryan Mitglied 11:58:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

Auch so! [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img]

War sogar kurze Zeit selbstständig; hat sich dann aber zerschlagen! [img]images/smiles/icon_sad.gif[/img] Ist sehr schwer wenn man ganz alleine anfängt, da man dann immer im Zwiespalt ist zwischen der Aquisevon neuen Kunden und dem eigentlichen Kerngeschäft (Vertrieb und Produktion).

Bryan
RockNix
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Beitrag RockNix Mitglied 12:11:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

@Bryan: Stimmt, genau das ist Problem. Alleine ist das kaum zu bewältigen - Entwicklung, Kundenbetreuung usw.

Auf der anderen Seite scheint es aber genauso schwer zu sein, motivierte, ehrgeizige und zuverlässige Mitstreiter zu finden, die sich voll mit reinhängen.

Warum sonst kneifen soviele, wenn es richtig losgehen soll. Getreu dem Motto - Grosse Klappe und nichts passiert.


Da wagt unsereins ja kaum noch einen Aufruf nach Interessierten [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img]

RockNix///

[ Dieser Beitrag wurde am 02.11.2001 um 11:12 Uhr von RockNix editiert. ]

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Cpp_Junky
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Beitrag Cpp_Junky Mitglied 12:15:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

Was brauch man eigentlich um ein eigenes Unternehmen zu gründen ?
RockNix
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Beitrag RockNix Mitglied 12:19:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

Das wichtigste : Eine gute IDEE [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img]

Und einen Gewerbeschein, da Du als Einsteiger sicherlich kaum eine GmbH anmelden wirst, da diese pro Nase mal eben 50.000,- Einlage erwartet. Für den Einstieg reicht - sofern es mehrere Gründer sind - auch eine GbR.

Das ist jetzt natürlich ziemlich grob, es gibt da aber ein paar gute Bücher zum Thema Existenzgründung.

RockNix///

[ Dieser Beitrag wurde am 02.11.2001 um 11:20 Uhr von RockNix editiert. ]

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C-O-M-M-A-N-D-E-R
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Beitrag C-O-M-M-A-N-D-E-R Mitglied 13:00:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

nö bin noch in der ausbildung...

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dumdidum
Marc++us
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Beitrag Marc++us Administrator 13:47:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

@Rocknix: wenn Du mehere Leute hast, mach das niemals in einer GbR. Eine GbR hat solche weitreichende gegenseitige Haftungen, das kannst Du vielleicht mit Deiner Mutter machen, aber sobald es Probleme gibt ist das TÖTLICH. Jeder darf alles, jeder haftet für alles.

Einzelunternehmungen sind allein ok, bei mehreren Leuten würde ich im Zweifelsfalle immer eine GmbH machen, um die Haftung zu begrenzen. Die 50kDM können ja auch als Sachanlage eingebracht werden...

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Viele Grüße
Marc++us
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RockNix
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Beitrag RockNix Mitglied 14:24:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

@Markus:

Da gebe ich Dir schon recht, aber meistens zieht man so ein Ding ja eher mit Verwandten oder sehr guten Bekannten durch, da kann man für den Anfang denke ich eine GbR riskieren.

Eine GmbH wäre natürlich optimal, aber gerade die 50.000,- pro Nase müssen auch erst einmal erbracht werden. Sachwerte ? Schön und gut, aber was hat eine am Anfang stehende Softwarefirma ausser ein paar Computern vielleicht schon als Sachwerte zu bieten.

Was mich mal interessieren würde: Wie siehts in der SW-Branche eigentlich grundsätzlich mit der Haftung aus ? Im Grunde kann doch niemand garantieren, das die gelieferte SW in allen Situationen 100% fehlerfrei läuft - kann man da eigentlich für Folgeschäden haftbar gemacht werden oder ist es legal bzw. rechtskräftig, diese Haftung in der SW-Linzens einzuschränken ?

RockNix///

So far ... RockNix///

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Henno
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Beitrag Henno Administrator 15:58:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

Ich hole mir auch so einen Gewerbeschein... eigentlich bin ich schon selbstständig, deshalb könnte ich wohl ohne diesen Schein bald Schwierigkeiten bekommen.

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bis dann,
Henno
Unregistrierter





Beitrag Unregistrierter 18:03:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

Ich kann sogar schon 15-jähriges feiern. Und muß dazu sagen, daß ich hier im Forum erstmals (deutschsprachig) Leute getroffen habe, mit denen ich mal über C++ quatschen konnte. Insofern hatte ich weder ein GbR noch ein GmbH-Problem. Auf der anderen Seite sind mir dadurch auch die richtig dicken Aufträge durch die Lappen gegangen, die erhält man nämlich doch nur als größere Firma, da 'man sich bei Ihnen ja nicht sicher sein kann, ob sie nicht mitten im Projekt nach Florida auswandern und die Füße hochlegen'. Es geht ausschließlich um eine rechtliche Greifbarkeit. Und die GmbH nutzt dann auch wenig, da muss man trotzdem mit dem Häuschen bürgen - was bei Nichtvorhandensein also zum Scheitern verurteilt ist. Wie immer, nur wenn du Geld hast, kriegst du welches. Erst recht nach dem Scheitern des Neuen Marktes. Außer Knowhow wären somit trotzdem bis zu einem gewissen Grad die Talente eines Dr.Schneider notwendig.
Naja, wenn mir noch mal was Dickes vor die Nase schwimmt, fahre ich einfach mal nach Kahl rüber (dieser Satz hat mit dem vorangegangenen nichts zu tun!) [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
GunJahLion
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Beiträge: 176
Beitrag GunJahLion Mitglied 21:55:00 02.11.2001   Titel:              Zitieren

Hi,

ich habe es auch mit einem Kollegen nach dem Studium probiert. Hat sich aber nicht getragen und ich hatte kein Basiskapital, um mich über das erste Jahr hinweg zu retten. Jeden Monat nur 1 Auftrag für 4000 - 10000.-DM reicht dann auf Dauer doch nicht und Kundenwerbung war auch nicht unser/mein Ding (mangelnde Erfahrung).
Jetzt werd eich erstmal meine Fähigkeiten in der Praxis erweitern (hatte heute meinen ersten Arbeitstag [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] ) und dann nochmal schauen, ob man freiberuflich nicht auch irgendwann klar kommt.

@Rocknix: Für solche Fälle kann man eine gewerbliche Haftpflicht abschließen. Ist bei SW für AKWs wahrscheinlich nicht ganz billig. [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img]

Gruß

Denis
void*
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Anmeldungsdatum: 02.05.2001
Beiträge: 667
Beitrag void* Mitglied 13:03:00 04.11.2001   Titel:              Zitieren

Hallo!

Mein Senf dazu:

Nachdem Gwerbeschein geht der ganze Krempel erst los...
1. Gewerbe-Haftpflicht:
Da gibt es leider Mindest-Tarife unter 1500 DM/Jahr ist da nichts los... Am besten viele verschiedene Angebote machen lassen
2. Als Student: a. Krankenversicherung macht das nicht mehr zum Studententarif. Das kommt dann mind. auch 450 DM/Monat.
b. Kriegt Papa noch Kindergeld/Ortszuschläge?
3. Finanzamt: Fragebogen zur steuerlichen Erfassung
4. Wissen: Wie stelle ich ein richtige Rechnung (z.B. Umsatzsteuer)?
5. Eröffnungsbilanz und sonstige Buchführung
6. Muster-Vertrag, am besten vom Anwalt...

Also am Besten zu erst gut informieren, bevor man einen Haufen Geld und Zeit investiert und nachher wird nichts draus oder man kriegt Ärger mit Vater Staat oder ihr verursacht irgendwo 2 Stunden Netzwerkausfall und müßt das selber zahlen...

Also bitte gut informieren!!!

_________________
Gruß
void*
Marc++us
Administrator

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Anmeldungsdatum: 05.04.2000
Beiträge: 17124
Beitrag Marc++us Administrator 13:44:00 04.11.2001   Titel:              Zitieren

Was viele Leute unterschätzen: arbeitet man als selbständiger Softwareentwickler, so verbringt man sicherlich 50% seiner Zeit mit der Suche nach Kunden, Werbung, Telefonaten und solchen netten Dingen wie Buchhaltung und Steuer.

Wer also wirklich sich nur um Technik kümmern will, ist in einer Firma eigentlich besser aufgehoben - dort werden einem solche Dinge (gerade in größeren Firmen) vollständig abgenommen. Hotel für Dienstreise? Bucht Sekretärin. Seminaranmeldung? Macht zuständige Sachbearbeiterin. Rechnung stellen? Macht die Buchhaltung, sobald ich gesagt habe "bin fertig". Alles das, was in Firmen von Fachabteilungen gemacht wird, muß man als Selbständiger am Anfang selbst machen (nur wenige Leute werden genug verdienen, um dafür jemanden einzustellen). Ein angestellte Halbtagskraft, die einem das abnimmt, kostet auch bis zu 40TDM im Jahr. Ok, 936 x 12 ginge auch noch, aber wer wollte solche Jobs einer Aushilfskraft anvertrauen? Und das Geld muß erst mal rein...

Hat man eine GmbH, muß man auch bilanzieren - eine Sache, die nur noch der Steuerberater machen kann (naja, nicht ganz, aber anders ist es zeitlich nicht vertretbar). Jahresabschluß muß testiert werden. Das kostet alles Geld und das schlimme daran: jede Stunde, in der man sich um sowas kümmern muß, kann man nicht an der Software arbeiten, die ja fertig werden muß um den Auftrag zu erledigen.

Man täuscht sich da, wenn man im Nebenjob selbständig ist, da sind viele Dinge noch nicht so entscheidend, man kann seine Steuer noch selbst machen, usw. Aber bei einer "richtigen" Selbständigkeit bleiben viele Sachen übrig, die den Technikern meist gar nicht so gefallen.

Deswegen sollte man sich nicht "einfach mal so" selbständig machen. Überlegen, informieren, danach handeln. Nicht umgekehrt... wenn der Vollzieher erst vor der Tür steht, ist es zu spät. Mehr als 2/3 aller Firmengründungen gehen pleite. Und das nur ganz selten, weil die Leute ihren Job nicht verstehen. Sondern weil sie von den Randbedingungen aufgefressen werden.

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Viele Grüße
Marc++us
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GEMEK
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Anmeldungsdatum: 21.05.2001
Beiträge: 69
Beitrag GEMEK Mitglied 17:46:00 04.11.2001   Titel:              Zitieren

Ich denke auch, das da ne GANZE Menge zusammenkommt, ohne Geld läuft eben nichts. Und dann noch über einen längeren Zeitraum positive Bilanz haben, ein schwiriges Unterfangen. Ich denke ausm Stand is das gar nicht möglich. Man braucht fundirtes Wissen, GELD und noch ne ganze Menge mehr [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] bis da was funktioniert. Marketing ist sehr wichtig, und natürlich auch teuer. Wenn die Firma unbekannt ist, gibbets keine Aufträge->kein Geld->bankrott

@Marc++us
50kDM versteh ich ja(KiloDM->50.000DM), aber wer hat schon 40TDM(TeraDM->40.000.000.000.000DM)??? *lol* netter Jahreslohn als Halbtagskraft... [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img]
Marc++us
Administrator

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Anmeldungsdatum: 05.04.2000
Beiträge: 17124
Beitrag Marc++us Administrator 18:52:00 04.11.2001   Titel:              Zitieren

Sorry, da habe ich BWL und Physik verwechselt... [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img] die BWLer sagen doch TDM zu 10000 DM. Werde mich bessern...

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Viele Grüße
Marc++us
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volkard
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Beitrag volkard Moderator 19:31:00 04.11.2001   Titel:              Zitieren

TDM liest man oft.

Zitat:
in 1000 DM = TDM
http://pferdezeitung.com/Preis/9-10/?sid=6231
Pferdehändler sagen also 40TDM.
http://www.berlinonline.de/wissen/berliner_kurier/archiv/1998/0315/report/0002/
Zuhälter sagen also 40Mille.
http://www.google.de/search?hl=de&q=10kDM&meta=lr%3Dlang_de
40kDM sagen anscheinend Informatiker gerne.

Links mit dem offensichtlichen 4e4DM habe ich nicht gefunden.

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plonk fürs Forum v1.02
Marc++us
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Beiträge: 17124
Beitrag Marc++us Administrator 19:42:00 04.11.2001   Titel:              Zitieren

Zitat:
Original erstellt von virtual volkard:
Links mit dem offensichtlichen 4e4DM habe ich nicht gefunden.


Physiker verdienen nicht so viel Geld. *lol*

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Viele Grüße
Marc++us
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Oli+
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Anmeldungsdatum: 30.04.2001
Beiträge: 232
Beitrag Oli+ Mitglied 10:11:00 05.11.2001   Titel:              Zitieren

Es haben sich hier zwei kleine Fehler bezüglich der GmbH eingeschlichen:

1.
Den Jahresabschluß einer GmbH kann jeder gemäß HGB machen. Er muß NICHT testiert werden. Man läßt ihn aber in der Regel vom Steuerberater machen, da er doch recht aufwendig ist.

2.
In der GmbH muß das gesamte Stammkapital mindestens 25.000,- Euro betragen. Das heißt bei zwei Gesellschaftern zum Beispiel 12.500,- Euro je Kopf. Ist man zu mehreren, muß nur die Hälfte des Kapitales sofort erbracht werden. Der Rest auf Anforderung der Geschäftsführung.

Noch etwas zum Thema Sachgründung einer GmbH:
Wenn eine GmbH in Schwierigkeiten gerät, also z. B. Gefahr läuft Konkurs zu gehen, würde ich als Gläubiger immer probieren, die Sachgründung anzugreifen (z. B. Schätzwerte zu hoch, ...). Wenn mir dieses gelingt, gab es keine GmbH und somit haftet jeder Gesellschafter wieder privat in unbeschränkter Höhe. => Sachgründungen sollte man um jeden Preis vermeiden. Und man sollte auch nicht auf die Idee kommen, bar zu gründen und danach alles von privat (einem Gesellschafter) zu kaufen, da dies in der Regel eine vershleierte Sachgründung ist.

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Gruß Oli+
C-O-M-M-A-N-D-E-R
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Anmeldungsdatum: 03.05.2001
Beiträge: 3525
Beitrag C-O-M-M-A-N-D-E-R Mitglied 13:24:00 05.11.2001   Titel:              Zitieren

verdammt das wollte ich auch schreiben, weil das thema gerade bei uns im büro aufgekommen ist, und mir gesagt wurde, das das mit den 50k NICHT pro Nase ist, aber da war wer schneller [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img]

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dumdidum
duke_sven
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Anmeldungsdatum: 26.04.2001
Beiträge: 261
Beitrag duke_sven Mitglied 14:29:00 05.11.2001   Titel:              Zitieren

...und was noch als grosses problem bei der selbstständigkeit hinzu kommt ist der zahlungswille, bzw die bonität der kunden.
da passiert es schnell mal das ein kunde, ganz zufällig eure rechnung verlegt hat, oder er hat einen mängel entdeckt und kürzt die rechnung, oder er bezahlt nicht alles weil er könnte noch einen mengel entdecken, oder er hat inzwischen einen offenbarungseid abgelegt und muss/kann gar nichts zahlen.

man wird leider sehr schnell mit vielen spielweisen des HGB vertraut gemacht, das kann unter umständen ganz schön weh tun.

aber trotz allem, falls du überzeugt bist, das du die end-idee hast, geh den schritt, er bringt dir wenn es läuft den höchsten profit, hat aber auch ein grosses risiko.

falls du nicht davon leben musst, kannst du so nebenbei,zb. während ausbildung/studium jede menge softskills erwerben, die du so in keiner unterrichts stunde lernst.

allen die es versuchen viel glück!

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Am Anfang war das Wort und es war von einem Affen geschrieben worden.
Unregistrierter





Beitrag Unregistrierter 13:21:00 06.11.2001   Titel:              Zitieren

Hm, warum zum Geier wollt ihr unbedingt einen Gewerbeschein haben? Da hängt nicht wenig Theater dran (IHK-Zwangsmitgliedschaft bzw. Antrag auf Freistellung von selbiger, das Finanzamt erwartet ab dem 3. Jahr Gewinne etc.). Mein Steuerberater behauptet jedenfalls, Softwareentwicklung läßt sich auch als freiberufliche Tätigkeit angeben - und das Finanzamt hatte da bisher auch nix dagegen.

Btw: Sofort komplett selbständig zu werden ist ein enormes Risiko - was spricht denn bitte gegen eine zusätzliche Tätigkeit neben einem festen Job? Dann stören auch magere Monate nicht weiter...
Marc++us
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Beitrag Marc++us Administrator 13:58:00 06.11.2001   Titel:              Zitieren

Das ist eine ganze heiße Kiste... Softwareentwicklung _kann_ eine freiberufliche Tätigkeit sein, aber kann auch gewerblich sein. Das ist eine Gratwanderung. Ich habe das nicht mehr genau im Kopf, hängt aber unter anderem von solchen Sachen wie der Wiederholung und Ähnlichkeit der Arbeit ab.

Wenn jemand ein Programm schreibt und n-mal identisch verkauft, wird das auf jeden Fall als gewerblich eingestuft, soweit ich mich recht erinnere.

Wer ein Ingenieurstudium gemacht hat, kann hier sehr schön ein Ingenieurbüro gründen, da hier die Zuordnung im Regelfall als freiberuflich erfolgt, und man es wegen der Individualität der Arbeiten leichter hat, eine freiberufliche Tätigkeit zu begründen.

Das Dumme an diesen ganzen Kisten ist nämlich immer, daß das FA die Tätigkeit rückwirkend umwidmen kann, so daß man plötzlich rückwirkend gewerblich tätig wird. Vor allem gibt es zum Begriff "Ingenieurbüro" viele Urteile vor dem Finanzgericht, das ist also erprobtes Terrain.

Informatiker haben es hier ein bißchen schwieriger, da dieses Berufsbild des "selbständigen Softwareentwicklers" für die FAs wohl immer noch recht neu ist. [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img]

Ein Vorteil hat ein Gewerbe: man kommt leichter aus der Vermutung der Scheinselbständigkeit heraus, als bei einer freiberuflichen Tätigkeit.

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Viele Grüße
Marc++us
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Marc++us
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Beitrag Marc++us Administrator 14:07:00 06.11.2001   Titel:              Zitieren

Ach so, noch zwei Dinge:

a) die IHK-Zwangsmitgliedschaft ist zwar ärgerlich, aber in der Regel kann man sich recht lange von der Beitragszahlung freistellen lassen. Einfach abspeichern und jedes Jahr beim eintreffenden Gebührenbescheid Datum aktualisieren und neu rausschicken. Einen Beratungsanspruch hat man aber sofort - das kann interessant sein, anrufen und Termin machen. Auch Infomaterial bzgl. Import und Export bekommt man von den Jungs, wenn man mal etwas direkt importieren will usw.

b) die Sache mit der Gewinnerzielung innerhalb von n Jahren (dachte eigentlich, es wären 7) muß immer gegeben sein. Es ist egal, ob man gewerblich oder freiberuflich selbständig tätig ist. Hat man nach einer gewissen Zeit (wäre zu prüfen, ob 3 oder 7 Jahre) noch keine Gewinn erzielt, unterstellt das FA, daß man die Tätigkeit aus Liebhaberei ohne Gewinnerzielungsabsicht ausführt. Damit wird die Tätigkeit RÜCKWIRKEND nicht mehr steuerlich anerkannt, d.h. man verliert die ganzen zurückliegenden Verluste. Dies ist besonders bei iner nebenberuflichen Tätigkeit fatal, da ja hier in der Regel Verluste aus der Nebentätigkeit steuermindernd wirken. Plötzlich muß man dies für bis zu 6 Jahre zurück zahlen.

Fazit: jede selbständige Tätigkeit muß irgendwann Gewinn abwerfen, sonst wird's heikel. Im Zweifelsfalle lieber die Tätigkeit wieder abmelden.

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Marc++us
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Unregistrierter





Beitrag Unregistrierter 14:19:00 06.11.2001   Titel:              Zitieren

Hm, ich bilde mir ein, das Finanzamt lässt nur die ersten 2 Jahre ohne Gewinne zu. Aber zugegeben: das ist ein klarer Vorteil FÜR den Gewerbeschein. Anmelden, 2 Jahre lang Verlust einfahren, abmelden. Die Frage wäre: Kann man anschließend gleich wieder ein praktisch identisches Gewerbe anmelden oder muss man das dann auf den Namen vom Ehegatten/Oma/Tante laufen lassen?
Marc++us
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Beitrag Marc++us Administrator 15:16:00 06.11.2001   Titel:              Zitieren

Es sind auf alle Fälle mehr als 2 Jahre.

Im Konz steht für Nebengewerbe drin, daß die FAs im 7. Jahr ohne Gewinn eine Zwangsabmeldung beantragen.

Soweit ich weiß muß für das gleiche Gewerbe und den gleichen Namen eine Frist eingehalten werden, sonst wird das nicht als Ab- und Neuanmeldung betrachtet. Aber anderes Gewerbe oder anderer Name funzt prächtig - schon mal die Teppichhändler gesehen, die ständig Räumungsverkauf haben? Die machen das genau nach dem Prinzip und die FAs sind völlig machtlos.

Auch Wechsel des Bundeslands für den Gewerbesitz hilft, da die Länder wegen Datenschutzbestimmungen keinen Datenabgleich machen dürfen.

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