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otze
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Beitrag otze Mitglied 14:27:14 08.01.2012   Titel:              Zitieren

nachtfeuer schrieb:
Wobei mir noch einfällt, das die KI eigentlich auch total verwaist und heruntergekommen war, und nahezu aufgegeben BIS sich ein Mathematiker erbarmt hatte, und der Geschichte wieder so richtig Leben eingehaucht hatte.

Ich weiß nicht, welche "KI" du meinst. Aber das Maschinenlernen wurde nicht von einem Mathematiker wiederbelebt, sondern von David E. Rumelhart zusammen mit Geoffrey Hinton. Beide sind Psychologen.

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Jesus Christus! Da blickt ja kein Mensch mehr durch.
nachtfeuer
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Beitrag nachtfeuer Moderator 17:26:50 08.01.2012   Titel:              Zitieren

otze schrieb:
nachtfeuer schrieb:
Wobei mir noch einfällt, das die KI eigentlich auch total verwaist und heruntergekommen war, und nahezu aufgegeben BIS sich ein Mathematiker erbarmt hatte, und der Geschichte wieder so richtig Leben eingehaucht hatte.

Ich weiß nicht, welche "KI" du meinst. Aber das Maschinenlernen wurde nicht von einem Mathematiker wiederbelebt, sondern von David E. Rumelhart zusammen mit Geoffrey Hinton. Beide sind Psychologen.


Nicht ganz. Schachcomputer sind ja auch nicht dumm, aber was können die denn noch?
Hopfield hatte der Szene neuen Sinn gegeben weil vorher nur alles so vor sich hingedümpelt hatte, und fast schon wieder aufgegeben.
http://de.wikipedia.org/wiki/John_Hopfield

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Marosh
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Beitrag Marosh Mitglied 23:07:43 22.01.2012   Titel:              Zitieren

Walli schrieb:
marco.b schrieb:
Die Informatiker beweisen mehr, haben i.d.R. Vorlesungen auf dem Niveau von Mathematikstudenten.

Das höre ich öfter. Hat jemand mal was um diese Aussage zu untermauern? Wenn mir mal zufällig ein Info-Matheskript in die Hände fällt, dann sieht das immer eher nach einem leicht aufgebohrten HöMa für Ingenieure aus, als nach Mathematiker-Stoff. Das soll keine Wertung sein, es interessiert mich nur. Ich habe selber kein Mathe für Informatiker gehört, und kenne die Inhalte nur aus irgendwelchen Skripten, die zufällig beim Googlen auftauchen.


Aus persönlicher Erfahrung weiss ich, das zumindest die ersten Semester vom Niveau gleich sind. Ich studiere zurzeit Informatik und mein Mitbewohner Mathematik. Es kommt nicht selten vor, dass wir uns abends zusammen hinsetzen und die Übungsblätter durchgehen. Bisher konnte ich keinen Nieveauunterschied feststellen. Mal weiss er mehr, mal ich. Am Ende sitzen wir beide meist nur da und führen Beweise..

Bei uns sieht es für aussenstehende aber ähnlich aus bei den Scripten. Wenn man unsere "Mathe-Scripte" anschaut und dann die "Mathe-Scripte" von den Mathematiker, dann sieht es so aus, als würden wir wirklich nur aufgebohrtes Ingenieurmathematik bertreiben. Um auf dem gleichen Niveau zu bleiben brauche ich Scripte aus anderen Fächern. Aber das handhabt jede Uni sicher anders.

Aber eins steht für mich fest. Man muss sich unbedingt bewusst machen, dass Schulmathematik != Unimathematik ist. Das hat bei mir schon einige das Genick gebrochen. Die Schulmathematik legt zwar den Grundstein aber das wars auch schon.

Und auch wenn man denn Sinn von Mathematik am anfang noch nicht sieht, sie wird dich verfolgen. Also lerne sie lieben oder du bist dem Untergang geweiht.
/rant/
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Beitrag /rant/ Mitglied 14:44:26 23.01.2012   Titel:              Zitieren

Marosh schrieb:
Man muss sich unbedingt bewusst machen, dass Schulmathematik != Unimathematik ist. Das hat bei mir schon einige das Genick gebrochen. Die Schulmathematik legt zwar den Grundstein aber das wars auch schon.
Das kann ich bestätigen. Wenn man Informatik studiert, wird man, wenn man es richtig macht, jedes Semester Mathematik haben. Und je länger je mehr wird einem bewusst, wie wenig man eigentlich von vorher mitnehmen und nutzen kann. Du kannst an einem Gymnasium stets die Bestnote erreicht haben; im Studium ist das dann wertlos.

Meine Erinnerungen an das erste Semester sind hier bezeichnend. 1. Woche: Analysis Vorlesung wird toll gehen, hatte ich ja schon. 2. Woche: Okay, es zieht langsam an, aber wird schon gut gehen. 3. Woche: "Relative Extrema von reelwertigen Funktionen mehrerer unabhängiger Variablen" - das ist der Moment, wo man merkt, dass nichts, aber auch gar nichts von vorher von Nutzen ist. Und in der Regel fragt man sich, warum man das können muss.

Ich habe Mathematik nie wirklich gemocht und bin im Studium am Anfang durch 2 Prüfungen gerasselt. Mit extremer Selbstdisziplin und sehr, sehr viel Bier habe ich es geschafft, nächtelang Zeit zu investieren, und nun geht es ganz gut und ist auch irgendwie faszinierend.

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Zuletzt bearbeitet von /rant/ am 14:53:08 23.01.2012, insgesamt 1-mal bearbeitet
Bashar
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Beitrag Bashar Mitglied 14:55:02 23.01.2012   Titel:              Zitieren

/rant/ schrieb:
Und je länger je mehr wird einem bewusst, wie wenig man eigentlich von vorher mitnehmen und nutzen kann. Du kannst an einem Gymnasium stets die Bestnote erreicht haben; im Studium ist das dann wertlos.

Das sehe ich komplett anders. Eine gute Grundlage im mathematischen Denken und Handwerk ist sehr nützlich, u.a. weil man sonst bei den ganzen kleinen Gemeinheiten: "oBdA", "wie man leicht sieht" usw., keine Chance hat. Wenn man sich die gute Note natürlich durch gutes Auswendiglernen erschlichen hat, ist sie selbstverständlich nutzlos, aber das dürfte für die meisten Fächer gelten. Umgekehrt würde es mich wirklich wundern, wenn einer in der Schule nichts verstanden hat, aber in der Uni zum Mathemeister wird.

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Beitrag TdZ Mitglied 15:14:16 23.01.2012   Titel:              Zitieren

Ich weiß ja nicht, was Ihr so im Abi macht, aber wir haben zu meiner Zeit (ächz) nur irgendwelche Integrale berechnet und Kurven analysiert. Das alles ist meiner Ansicht nach vollständig nutzlos im Informatik-Studium.

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phcn.fraggle
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Beitrag phcn.fraggle Mitglied 16:04:53 23.01.2012   Titel:              Zitieren

TdZ schrieb:
Ich weiß ja nicht, was Ihr so im Abi macht, aber wir haben zu meiner Zeit (ächz) nur irgendwelche Integrale berechnet und Kurven analysiert.


Joa genau die Sachen hatte ich auch + Stochastik ( Berufsoberschule )

TdZ schrieb:

Das alles ist meiner Ansicht nach vollständig nutzlos im Informatik-Studium.


Hmm vielleicht ist das bei Informatik-Mathe an der Uni so? Also ich studiere an einer Hochschule und mir bringt das Wissen aus der Schulmathematik schon was. Das sind quasi die Grundlagen ohne die ich in den Mathe-Übungen/Vorlesungen nicht viel verstehen würde.

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Beitrag cooky451 Mitglied 16:44:01 23.01.2012   Titel:              Zitieren

TdZ schrieb:
Ich weiß ja nicht, was Ihr so im Abi macht, aber wir haben zu meiner Zeit (ächz) nur irgendwelche Integrale berechnet und Kurven analysiert. Das alles ist meiner Ansicht nach vollständig nutzlos im Informatik-Studium.

Ich bin momentan in NRW in einer Oberstufe mit Mathe LK. Themen aus der Analysis sind wie gehabt Kurvendiskussion, also Definitionsbereich, Grenzwertverhalten, Nullstellen, Extremstellen, Wendestellen, usw. Dazu Integrale mit Substitutionsverfahren etc. Scheint vielleicht sinnlos, aber zumindest Analysis kommt ja auch im Informatikstudium dran, das wird doch nichts völlig anderes sein? (Das Einzige was in der Analysis nervt, ist dass wir von Hand ableiten und Integrieren müssen. oO)
Ansonsten machen wir noch lineare Algebra und Stochastik, das wird sicher gefordert im Studium.

Allgemein machen wir eigentlich in Mathe die Dinge für das Informatik Studium, im Informatik Unterricht machen wir Photoshop oder solche Scherze. Unglaublich. Ich habe meinen Informatiklehrer schon mehrmals darauf hingewiesen, sogar angeboten den Unterricht zu übernehmen, und der gesamte Kurs steht hinter mir.
(Ist eh quasi freiwillig, daher nur Nerds im Kurs. ;)) Aber er will weiter sein komisches Zeugs durchziehen. Keine Ahnung was er sich dabei denkt.

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Beitrag TdZ Mitglied 16:59:49 23.01.2012   Titel:              Zitieren

Photoshop von nem Informatik-Lehrer beigebracht? Ohje ohje... :eek:

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Gregor
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Beitrag Gregor Moderator 17:06:06 23.01.2012   Titel:              Zitieren

TdZ schrieb:
Ich weiß ja nicht, was Ihr so im Abi macht, aber wir haben zu meiner Zeit (ächz) nur irgendwelche Integrale berechnet und Kurven analysiert. Das alles ist meiner Ansicht nach vollständig nutzlos im Informatik-Studium.

"Integrale berechnen koennen" ist mathematisches Handwerkszeug. Absolut wichtig, in sehr vielen Bereichen. Wenn man das Handwerkszeug nicht beherrscht, dann fehlt einem das Ruestzeug, um ueberhaupt Mathematik und aehnliches betreiben zu koennen.

Und: Integrieren ist sehr schwer. Eigentlich eine wahre Kunst, zu der viel Erfahrung gehoert. Mit den passenden Vorstellungen kann man irgendwann sogar in manchen Situationen besser als ein CAS integrieren.

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