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c++.de :: Projekte ::  C++ Forum Projekt: OS-Development - Wieso ein OS? Wieso kein Compiler?  
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Compilerbau
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Beitrag Compilerbau Unregistrierter 13:32:57 21.03.2012   Titel:   C++ Forum Projekt: OS-Development - Wieso ein OS? Wieso kein Compiler?            Zitieren

Ich frage mich, warum ihr hier ein neues OS entwickeln wollt?

Der praktische Nutzen des Endprodukts dürfte sehr gering sein, weil ein OS und dessen Erfolg immer von dessen Marktanteil, der Verbreitung und Softwareangebot abhängig ist und Nischen OS so gut wie keine Chancen haben, sich durchzusetzen.


Klar ist ein OS eine Herausforderung.


Aber wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, einen Compiler zu schreiben?
Compiler kann man immer nutzen, auch auf anderen Betriebssystemen.
Und sie sind ebenfalls eine technische Herausforderung und man muß das letzte Know How und viel Gehirnschmalz anwenden.

Besonders interessant wird es doch, wenn man einen Compiler für eine Programmiersprache schreibt, bei der es noch an guten Compilern mangelt, aber die Programmiersprache selbst als technisch interessant gilt.
Beispielsweise könnte das ein Compiler für die Programmiersprache D sein.
C und C++ Compiler gibt's ja schon wie Sand am Meer, aber D Compiler sind Mangelware.
cooky451
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Beitrag cooky451 Mitglied 13:44:35 21.03.2012   Titel:              Zitieren

Weil ein OS ein völlig anderes Projekt ist? Fragst du auch Tischtennisspieler ob sie nicht lieber Fußball spielen wollen? Nichts gegen einen Compiler, könnte bestimmt Spaß machen, aber die Frage ist einfach völliger Quatsch.

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Compilerbau
Unregistrierter




Beitrag Compilerbau Unregistrierter 14:11:35 21.03.2012   Titel:              Zitieren

Na der entscheidende Punkt ist doch, was kommt am Ende dabei heraus
und ich halte ein Produkt, daß man dann später auch wirklich einsetzen kann als für sinnvoller, als etwas, daß erstens aufgrund immer neuer Hardware nie fertig wird und zweitens, nie im Alltag eingesetzt wird.

Ein OS zu entwickeln ist einfach Käse, es ist Zeitverschwendung.

Ein Compiler aber, der läßt sich wenigstens nutzen, auch produktiv, wenn er gut ist.



Dein Vergleich mit Tischtennis hinkt also.

Ein passenderer Vergleich wäre:

A) Laßt uns eine Sandburg am Meer bauen (entspricht dem OS)
B) Laßt uns ein Hochhaus aus Stahlbeton bauen (entspricht dem Compiler)

Was meinst denn du, was später sinnvoll benutzt werden kann, die Sandburg oder das Hochhaus?
asc
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Beitrag asc Mitglied 14:18:56 21.03.2012   Titel:              Zitieren

Compilerbau schrieb:
Na der entscheidende Punkt ist doch, was kommt am Ende dabei heraus
und ich halte ein Produkt, daß man dann später auch wirklich einsetzen kann als für sinnvoller, als etwas, daß erstens aufgrund immer neuer Hardware nie fertig wird und zweitens, nie im Alltag eingesetzt wird.


Es geht hier um Lerneffekte, und das Verständnis dafür wie ein OS arbeitet.

Compilerbau schrieb:
Ein Compiler aber, der läßt sich wenigstens nutzen, auch produktiv, wenn er gut ist.


Nach deiner Argumentationslage würde ich eher fragen: Wozu ein neues OS, oder ein neuen Compiler, es gibt viele funktionierende.

Compilerbau schrieb:
Dein Vergleich mit Tischtennis hinkt also.


Auch wenn ich mich nicht am OS beteilige halte ich den Tischtennisvergleich für wesentlich passender als deinen. Die, die daran mitarbeiten interessieren sich für die Funktionsweise eines OS, nicht zwangsweise für die eines Compilers.

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In der Theorie gibt es kein Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der Praxis sehr wohl.
muemmel
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Beitrag muemmel Mitglied 14:20:08 21.03.2012   Titel:              Zitieren

Hi,

Compilerbau schrieb:
Was meinst denn du, was später sinnvoll benutzt werden kann, die Sandburg oder das Hochhaus?


eindeutig das Hochhaus. Aber trotzdem wollen alle kleinen Kinder an der Ostsee Sandburgen bauen. Und wollen wir uns in unserer Freizeit nicht alle wieder ein bisschen als Kinder fühlen?

Gruß Mümmel

PS: UNIX-artige Betriebssysteme gibts tatsächlich wie Sand am Meer. 'Aber jenseits vom Mainstream wird die Luft doch recht schnell sehr dünne. Wirklich völlig andere revolutionäre Betriebssysteme haben da noch eine echte Daseinsberechtigung.

Gruß Mümmel

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SeppJ
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Beitrag SeppJ Moderator 14:30:01 21.03.2012   Titel:              Zitieren

Du wirst als kleines Hobbyprojekt keinen Compiler bauen können, der auch nur irgendwie in die Nähe von den vorhandenen Compilern kommt.

Der passende Vergleich ist eher:
a) Lasst uns eine Sandburg bauen.
b) Lasst uns eine Seifenkiste bauen.

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Compilerbau
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Beitrag Compilerbau Unregistrierter 14:33:23 21.03.2012   Titel:              Zitieren

asc schrieb:

Compilerbau schrieb:
Ein Compiler aber, der läßt sich wenigstens nutzen, auch produktiv, wenn er gut ist.


Nach deiner Argumentationslage würde ich eher fragen: Wozu ein neues OS, oder ein neuen Compiler, es gibt viele funktionierende.


Der Vergleich hinkt, weil viele Software von einem bestimmten OS abhängig ist.
Ein anderes OS wird inkompatibel.


Bei einem Compiler ist das anders, er implementiert einen Standard irgendeiner gewählten Programmiersprache.
Damit sind viele Compiler untereinander austauschbar, so lange sich alle und der Code der zu compilierenden Software an den Standard der Sprache halten.


Deswegen kannst du z.B. unter Windows den MS C++ Compiler gegen den von Intel oder GNU G++ austauschen. Dein standardkonformer C++ Quellcode wird sich auch damit compilieren lassen.

Du kannst aber nicht Windows durch ein Exoten OS ersetzen, denn darauf wird deine Windows Software nicht mehr funktionieren.





Zitat:

Die, die daran mitarbeiten interessieren sich für die Funktionsweise eines OS, nicht zwangsweise für die eines Compilers.


Das stellst du so in den Raum.
Vielleicht haben sie es nur genommen weil sie
A) an einem großen Projekt mitarbeiten wollen
und
B) Spaß an der Herausfordung haben.


Beides kann auch ein Compiler bieten.
Compilerbau
Unregistrierter




Beitrag Compilerbau Unregistrierter 14:36:35 21.03.2012   Titel:              Zitieren

SeppJ schrieb:
Du wirst als kleines Hobbyprojekt keinen Compiler bauen können, der auch nur irgendwie in die Nähe von den vorhandenen Compilern kommt.

Das sagte man auch sicher mal zum GCC und LLVM.

Manche Hobbyprojekte entwickeln sich zu produktiv eingesetzten Produkten,
allerdings sollte das Potential dafür vorhanden sein.

Ein Compiler kann das liefern, wenn die Wahl der umzusetzenden Programmiersprache vielversprechend und gut ist.

Bei einem OS hat das vielleicht vor 20 Jahren funktioniert, als es neben MS DOS und Zig 1000 Dollar Betriebssystemen kaum was gab, aber heute sieht das halt anders aus. Die Softwareabhängigkeit und Verknotung an ein bestimmtest OS ist einfach viel zu groß.
SeppJ
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Beiträge: 17983
Beitrag SeppJ Moderator 15:22:44 21.03.2012   Titel:              Zitieren

Compilerbau schrieb:
SeppJ schrieb:
Du wirst als kleines Hobbyprojekt keinen Compiler bauen können, der auch nur irgendwie in die Nähe von den vorhandenen Compilern kommt.

Das sagte man auch sicher mal zum GCC und LLVM.
Das sagte man sicher auch mal zu Linux.
Zitat:

Ein Compiler kann das liefern, wenn die Wahl der umzusetzenden Programmiersprache vielversprechend und gut ist.

Bei einem OS hat das vielleicht vor 20 Jahren funktioniert, als es neben MS DOS und Zig 1000 Dollar Betriebssystemen kaum was gab, aber heute sieht das halt anders aus. Die Softwareabhängigkeit und Verknotung an ein bestimmtest OS ist einfach viel zu groß.
Und welche Sprache hat so einen hohen Bedarf nach einem Compiler, der noch nicht 3fach abgedeckt ist?

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Zuletzt bearbeitet von SeppJ am 15:23:31 21.03.2012, insgesamt 1-mal bearbeitet
asc
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Beitrag asc Mitglied 15:30:32 21.03.2012   Titel:              Zitieren

Compilerbau schrieb:
Bei einem Compiler ist das anders, er implementiert einen Standard irgendeiner gewählten Programmiersprache.


Auch ein Compiler hat Abhängigkeiten, zudem hast du vielleicht Interesse am Compilerbau, du kannst gerne auch nach entsprechenden Interessenten fragen. Nur ob du genügend findest steht ebenso auf einen anderen Blatt, wie deine Kritik (nichts anderes war es) gegenüber dem OS-Projekt.

Ich würde (wenn ich die Zeit hätte) z.B. eher am OS-Projekt mitmachen als an einem Compilerbau. Dennoch hat beides seine eigenen Schwerpunkte, und für jeden einzelnen mag das OS oder der Compilerbau interessanter sein (Zielführend finde ich beide als Forenprojekt eher nicht).

Ich könnte genauso argumentieren das dein gewünschtes Compilerprojekt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ebenso niemals einen sinnvollen Reifegrad erreicht (Man hört meist nur von den Ausnahmen die es tatsächlich schaffen, die meisten Projekte - egal welcher Art - scheitern). Warum sollte nicht beispielsweise ein CRM nicht wesentlich eher Potential haben, oder ein Spiel, oder ...


Wie wäre es wenn du die Kritik an den gewählten Projekt (für das sich übrigens einige genau für dieses Thema entschieden haben) einfach sein lässt. Wenn du unbedingt ein anderes Projekt willst, kannst du doch einfach ein solches initiieren. Nur zu sagen dein Projekt sei besser und zielführender wird eher dazu führen das du dir keine Freunde machst, und Personen die vielleicht an beiden Interesse haben wegen deiner Kritik eher davon abhältst.

Man gewinnt Interessenten für eine Sache eher durch erklären eines Projektes, als dadurch den Sinn eines Anderen zu hinterfragen. Kritik (gerade in der Form von dir, der nur auf seinem Standpunkt pocht) ist selten ziel führend, und gefährdet eher den Erfolg, als das er im nutzt.

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In der Theorie gibt es kein Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der Praxis sehr wohl.


Zuletzt bearbeitet von asc am 15:31:52 21.03.2012, insgesamt 1-mal bearbeitet
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