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c++.de :: Neuigkeiten aus der realen Welt ::  Französisch Buchstabenverschwendung?  
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MrBurns
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Beitrag MrBurns Mitglied 07:43:41 06.05.2012   Titel:   Französisch Buchstabenverschwendung?            Zitieren

Schreiben Franzosen gerne unnötig viele Buchstaben hin? Wieso wird Bordeaux mit "eaux" am Ende geschrieben? Ausgesprochen wird es "Bordo". Wo ist der Unterschied zwischen dem O hinter dem B und dem hinter dem "D"? Gibt es auch noch andere Sprachen die so viele unnötigen Buchstaben verwenden?
Christoph
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Beitrag Christoph Moderator 11:37:18 06.05.2012   Titel:              Zitieren

Macht Deutsch doch auch. Warum haben wir "v" und "f", wie in "voll" und "folgen"? Warum haben wir "das" und "dass"? Warum schreiben wir "bezahlen" und nicht "bezalen"? Warum "Aal" und nicht "Ahl"?

Natürlich Sprachen sind entstanden und nicht systematisch entworfen worden. Damit ist kein Wunder, dass vieles inkonsistent ist. Deswegen halte ich für überflüssig, sowas aufzuzählen. Wenn du wirklich was systematisches suchst, musst du wohl zu den Plansprachen gehen.

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cooky451
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Beitrag cooky451 Mitglied 12:06:41 06.05.2012   Titel:              Zitieren

Christoph schrieb:
Warum haben wir "das" und "dass"?
Das würde ich aber auch in einem künstlichen Deutsch lassen. Ich finde, dass (<- :)) es beim Lesen hilft.

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audacia
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Beitrag audacia Mitglied 12:22:45 06.05.2012   Titel:              Zitieren

cooky451 schrieb:
Christoph schrieb:
Warum haben wir "das" und "dass"?
Das würde ich aber auch in einem künstlichen Deutsch lassen. Ich finde, dass (<- :)) es beim Lesen hilft.
Ich glaube, das Problem ist eher, daß man phonetisch gleiche, jedoch unterschiedlich geschriebene Wörter benutzt. Mit zwei völlig unterschiedlichen Wörtern wäre daß (<- ;)) nicht passiert.


Aber Französisch ist schon ein bißchen extrem, nicht unbedingt in dem, was geschrieben wird, aber in dem, was man beim Sprechen wegläßt.

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Bashar
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Beitrag Bashar Mitglied 12:24:56 06.05.2012   Titel:              Zitieren

Sprachwandel ... die Aussprache ändert sich, die Rechtschreibung hinkt hinterher. Französisch wird m.W. seit dem Mittelalter unverändert geschrieben. Man könnte natürlich eine Rechtschreibreform machen, aber die Franzosen machen keine, weil es viele gleichlautende Worte gibt, die man dann auch schriftlich nicht mehr unterscheiden könnte.

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/rant/
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Beitrag /rant/ Mitglied 12:28:44 06.05.2012   Titel:              Zitieren

Hast du mal umgangssprachlich mit jungen Franzosen geschrieben`? Glaub mir, du wirst die Buchstabenverschwendung vermissen. Man kann es praktisch nicht mehr lesen, wenn man alles so versucht zu schreiben, wie man spricht.

Und eben: In Frankreich gibt es irgendeine Behörde, welche nichts anderes macht, als vorzuschreiben, wie die Sprache zu erhalten ist (wie man schreibt, welche Wörter als korrektes Französisch gelten). Darum heisst in Frankreich Ketchup anders und Dinge werden wie vor 200 Jahren geschrieben.

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Schneewittchen
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Beitrag Schneewittchen Mitglied 13:24:18 06.05.2012   Titel:              Zitieren

Ernsthaft, die größte Buchstabenverschwendung sind Artikel. Diese haben keinen semantischen Nutzen.

Ob ich jetzt schreibe "Katze" oder "Die Katze" macht keinen Unterschied und letzteres bietet keinen informatiellen Mehrwert.

"Der Nachbar war am Sonntag in der Kiche" lässt sich auch abkürzen zu "Nachbar war Sontag in Kirche" das die selbe Aussagekraft liefert.

Vielleicht sollten wir uns die Chinesen angucken. Die haben schön viel Informationsgehalt pro Schriftzeichen.
Jodocus
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Beitrag Jodocus Mitglied 14:19:28 06.05.2012   Titel:              Zitieren

Wenn du dir Latein anguckst, siehst du ganz schnell, dass nicht nur Artikel, sondern auch Personalpronomina nicht nötig sind.

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Quak
Christoph
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Beitrag Christoph Moderator 14:32:05 06.05.2012   Titel:              Zitieren

Wenn man sich japanisch anschaut, merkt man schnell, dass Singular/Plural von Nomen und Konjugation von Verben nach der Person völlig überflüssig sind.

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Marc++us
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Beitrag Marc++us Moderator(S) 14:45:32 06.05.2012   Titel:              Zitieren

Da ist japanisch aber kein so gutes Beispiel, da sie immer noch Endungen verwenden (immerhin haben sie dafür ja eine eigene Schrift).

Chinesisch wäre ein besseres Beispiel dafür. Du wirst im Einsatz aber feststellen, daß der Sprache dafür eine gewisse Präzision fehlt, sie ist durch den Wegfall der Artikel, Konjugationen, etc, sehr kontextsensitiv. Eine Aussage wird ja relativ verkürzt, und die Empfänger der Nachricht verstehen die Eindeutigkeit nur, wenn sie den Kontext kennen. Oder man muß den Kontext explizit mittransportieren, wodurch das auf einmal viel mehr Text wird. Im Deutschen ist der Kontext durch die hohe grammatikalische Redundanz leichter erkennbar. Auch nimmt bei solchen Sprachen die Redundanz massiv ab, der Wegfall eines einzigen Wortes führt zu völlig anderen Aussagen.

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Viele Grüße
Marc++us
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