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Christoph
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Anmeldungsdatum: 30.04.2001
Beiträge: 5945
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Christoph Moderator
21:31:31 02.07.2012 Titel: |
Re: Lebenslauf für Uni-Bewerbung |
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| Mechanics schrieb: | | Alles, was ich in der Hinsicht jemals gebraucht habe, konnte ich auch schon vor dem Studium. Das läuft in 99,999% der Fälle darauf hinaus, dass man sagt, ah ja, das schaut quadratisch aus, dann nehm ich halt eine Hashtable und es wird linear, Algorithmus optimiert, fertig. | Es gibt viele Algorithmen, bei denen man bis heute nicht weiß, ob sie in Polynomialzeit laufen oder in Exponentialzeit (oder irgendwo dazwischen). Wenn man sich die Schleifen naiv anschaut, bekommt man nur die Exponentialzeitschranke für die Laufzeit. Aber vielleicht läuft der Algorithmus in Wirklichkeit deutlich schneller, weil in den Schleifen niemals alle Kombinationen auftreten können.
In der Industrie wird man mit solchen Algorithmen aber wahrscheinlich seltener zu tun haben. |
_________________ Wenn Word für Längeres geeignet wäre, würde es nicht Word, sondern Sentence, Page oder Article heißen.
Zuletzt bearbeitet von Christoph am 21:32:34 02.07.2012, insgesamt 1-mal bearbeitet |
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Mechanics
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Anmeldungsdatum: 27.01.2012
Beiträge: 1369
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Mechanics Mitglied
22:37:55 02.07.2012 Titel: |
Re: Lebenslauf für Uni-Bewerbung |
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| Christoph schrieb: | | Mechanics schrieb: | | Alles, was ich in der Hinsicht jemals gebraucht habe, konnte ich auch schon vor dem Studium. Das läuft in 99,999% der Fälle darauf hinaus, dass man sagt, ah ja, das schaut quadratisch aus, dann nehm ich halt eine Hashtable und es wird linear, Algorithmus optimiert, fertig. | Es gibt viele Algorithmen, bei denen man bis heute nicht weiß, ob sie in Polynomialzeit laufen oder in Exponentialzeit (oder irgendwo dazwischen). Wenn man sich die Schleifen naiv anschaut, bekommt man nur die Exponentialzeitschranke für die Laufzeit. Aber vielleicht läuft der Algorithmus in Wirklichkeit deutlich schneller, weil in den Schleifen niemals alle Kombinationen auftreten können.
In der Industrie wird man mit solchen Algorithmen aber wahrscheinlich seltener zu tun haben. |
Ist schon klar, ich habs ja auch studiert Sowas trifft man sicher auch in der Praxis, keine Frage. Und überhaupt kann der Rechner meist nicht schnell genug sein. Wollte nur sagen, dass die Abschätzung quadratisch vs. logarithmisch vs. linear in über 99% der Fälle reicht und man nichts großartiges komplexeres braucht.
Und wenn doch (was ja dann auch wieder nicht so selten ist), dann hat es wenig mit der Komplexitätstheorie und -abschätzung zu tun. Oft braucht man sehr viel Hirnschmalz, um ein Problem schneller zu lösen, und das geht eigentlich über das hinaus, was Informatiker drauf haben. Wenns darum geht, Bildverarbeitungs oder Segementierungsalgorithmen zu optimieren, dann ist es meist halt Mathematik pur und es hilft wenig, wenn man die Komplexitätsklasse schätzen kann, aber keine Ahnung hat, wie man das Problem effizienter löst. Mit effizienter meine ich nicht die direkte Abänderung des Algorithmus, sondern einen komplett anderen Algorithmus, der das Problem auf andere Weise, aber wesentlich schneller löst. Das sind eigentlich die wichtigen Fälle und aus meiner Sicht hilft da ein Informatikstudium in der Praxis wenig. |
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Jester
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Anmeldungsdatum: 06.04.2001
Beiträge: 8520
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Jester Moderator
22:45:26 02.07.2012 Titel: |
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Eigentlich sollte dich ein Informatikstudium aber genau darauf vorbereiten... Imo lappt das auch ganz gut. |
_________________ Mod im Mathe-Forum
Die dümmsten Programmierer schreiben die dicksten Programme.
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marco.b
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Anmeldungsdatum: 17.10.2006
Beiträge: 398
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marco.b Mitglied
07:58:18 03.07.2012 Titel: |
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| Mechanics schrieb: | | und das geht eigentlich über das hinaus, was Informatiker drauf haben. Wenns darum geht, Bildverarbeitungs oder Segementierungsalgorithmen zu optimieren |
Gerade in Bildverarbeitung hätte ich widersprochen. Das ist zwar mathematiklastig aber
a) ist die Mathematik dafür doch sehr angewandt und stückelt sich aus mehreren Disziplinen zusammen. Ein Informatiker, der das zugeschnittene mathematische Know-How komprimiert für diesen Zweck studiert hat, kann dem Mathematiker praktisch durchaus überlegen sein, der sich an das Wissen aus vier oder fünf beweislastigen 6-SWS-Vorlesungen erinnern muss.
b) kommt noch eine Menge Algorithmik sowie praktisches Know-How zur Computergrafik dazu. Nicht alle Optimierungen sind primär mathematischer Natur. Das hat auch viel mit Erfahrung zu tun. Gerade diese unverschämt eng-verzahnte Kombination aus formaler Theorie und pragmatischen Ansätzen machen die Bildverarbeitung für mich so reizvoll.
Dem Mathematiker hätte ich eher bei anspruchsvollen numerischen Simulationen, nicht-diskreten Optimierungsproblemen am Rechner oder komplexen stochastischen Prozessen den Vorzug gegeben |
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deleted_2013_01_05
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Anmeldungsdatum: 14.06.2001
Beiträge: 1795
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deleted_2013_01_05 Mitglied
08:36:19 03.07.2012 Titel: |
Re: Lebenslauf für Uni-Bewerbung |
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| Mechanics schrieb: | | Mit effizienter meine ich nicht die direkte Abänderung des Algorithmus, sondern einen komplett anderen Algorithmus, der das Problem auf andere Weise, aber wesentlich schneller löst. Das sind eigentlich die wichtigen Fälle und aus meiner Sicht hilft da ein Informatikstudium in der Praxis wenig. |
Es hilft aber eher als andere Studiengänge. Erstmal erfindet man nicht einfach so nebenbei einen neuen Algorithmus der allen bisherigen überlegen ist. Sowas ist nahezu ausgeschlossen.
Wenn es darum geht einen Algorithmus durch einen besseren, bekannten, auszutauschen, kann der Informatiker auf ein viel größeres Reportoire zurückgreifen als Mathematiker. Selbst wenn man viel recherchieren und Literatur wälzen muss hat man im Info-Studium doch eine ganze Menge an Problemlösungsstrategien kennengelernt und kann sie relativ systematisch nach einer besseren Lösung absuchen.
Kleines Beispiel: Ein linearer Filter ist ätzend langsam und hat Quadratische Laufzeit. Aus einer Bildverarbeitungsvorlesung erinnert man sich an Separierbarkeit und kann dann relativ schnell testen, ob der gegebene Filterkern separierbar ist. Kann ein Mathematiker das, der noch nie mit Bildverarbeitung in Berührung kam? Der leitet sich nicht einfach mal so die Bedingungen für Separierbarkeit her bzw. weiß nicht, dass das möglich ist.
Es geht doch in der Praxis garnicht darum abstrakte Mathematik zu betreiben und ausgeklügelte Beweise zu erstellen. Das wichtigste ist imho mathematische Notation lesen und begreifen zu können um dann die Arbeit von anderen einsetzen (und verstehen) zu können. Alles was man an Algorithmen vollkommen selbständig entwickelt, ist einfach nur trivial. |
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TroubleMix
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Anmeldungsdatum: 09.07.2012
Beiträge: 8
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TroubleMix Mitglied
18:20:32 09.07.2012 Titel: |
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| Mechanics schrieb: | | Wen interessiert es? Wenn du nicht grad einen Notenschnitt von 4.0 hast, sollten sie dich schon nehmen. |
Naja, so würde ich das jetzt nicht sagen. Wenn es mehrer Bewerber gibt, suchen die schon aus. Ich würde mir bei einer Bewerbung immer Mühe geben. Nachher ärgert man sich nur. |
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